Polar V800 im Test: "FĂĽr Hobbysportler und Profilathleten geeignet"

Geschrieben von: Finn Vogler
Finn Vogler

Es gibt so viele tolle GPS- und Sportuhren auf dem Markt – nur welche ist die richtige für meine Bedürfnisse? Finn Vogler, Freizeitläufer und Blogger, hat das Allroundtalent, die Polar V800, getestet. Sein Urteil fiel sehr positiv aus.

Erster Eindruck

Ich hatte vorher schon sehr viel über die Polar V800 gehört, deshalb war ich sehr gespannt als das Paket mit der Uhr bei mir ankam. Die Polar V800 war die erste GPS- Uhr, die auch einen Aktivitäts-Tracker eingebaut hat.

Das bedeutet, dass sie nicht nur das Training begleitet sondern auch den kompletten Tagesablauf ĂĽberwacht. Der Funktionsumfang dieser Uhr ist so riesig, dass ich im Folgenden nur auf die Punkte eingehe, die mir aufgefallen sind.

Rein optisch gefiel mir die Uhr auf Anhieb. Das aus Kunststoff bestehende blaue Armband und das Aluminiumgehäuse in das die Uhr eingefasst ist, wirken sehr robust und kompakt. An meinem eher schlanken Handgelenk kann ich die Polar sehr gut festmachen, ohne das sie rutscht. Das liegt an dem Armband, dass man sehr fein einstellen kann.

Und auch dort bestätigt sich der kompakte Eindruck. Die Polar V800 sieht sehr edel und hochwertig aus, ist nicht zu groß und ein Leichtgewicht. Alles Punkte die ich bei einer Laufuhr wichtig finde. Man kann die Polar also auch sehr gut als normale Uhr im Alltag tragen.

NĂĽtzliche Features

Zu Beginn gibt man einige persönlich Werte, wie Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe und Trainingshintergrund ein. Bei dem Punkt Trainingshintergrund kann man zwischen Anfänger (0-1 Stunde Sport pro Woche) bis hin zu Profi (mehr als 12 Stunden Training pro Woche) wählen.

Ich war nun so gespannt, dass ich die Polar anlegte und zum ersten Lauf aufbrach. Dazu wählte ich das Sportprofil “Laufen“. Es gibt noch zahlreiche andere Profile wie z.B Radfahren, Schwimmen (die Polar V800 ist Wasserdicht) oder Triathlon.

Ein Punkt, der mich bei anderen GPS- Uhren immer etwas gestört hat, war das lange Suchen nach dem GPS- Signal. Ich drückte den roten Startknopf und wartete. Es dauerte 21 Sekunden, bis das GPS auf 100% war und mir signalisierte, dass es losgehen konnte. Das war eine super Zeit und ich konnte direkt loslaufen.

Was mir gleich positiv auffiel, war das Display, dass auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut lesbar ist. Während des Laufens gibt es unterschiedliche Möglichkeiten welche Daten man sich anzeigen lassen möchte. Somit hat man immer einen Überblick über Distanz, Pace, Puls oder Höhenmeter usw. Da bleibt kein Wunsch offen.

Zudem besitzt die Polar V800 eine “Tippenfunktion“, welche durch das “Tippen“ auf das Display ermöglicht, die Anzeige zu wechseln oder z.b das Displaylicht einzuschalten. Das kann im Winter, wenn man Handschuhe trägt sehr nützlich sein.

Nachdem ich das Training beendet habe, zeigt mir die Polar direkt alle möglichen Daten über die aktuelle Trainingseinheit an. Ich kann alles bis aufs kleinste Detail nachvollziehen. Distanz, Pace, schnellste Runde, Laufindex, Höhenmeter bis hin zu Kalorienverbrauch. Es wird wirklich alles angezeigt, und ich kann mein Training direkt analysieren und auswerten.

Noch besser geht das über den Computer (Polar Flow Webservice) oder das Smartphone (Polar Flow App). Sehr gut finde ich die Polar Flow App. Man und drückt die Backtaste drei Sekunden und schon werden alle Trainingsdaten genaustens auf meinem Smartphone angezeigt. Anschließend hat man zahlreiche Möglichkeiten sein Training auszuwerten und zu analysieren. Dieser Service ist sehr gelungen.

Ein weiteres Feature das mich sehr begeistert, ist dass die Polar V800 meinen Regenerationsstatus anzeigt. Das diese Regenerationszeiten nur ein „Richtwert“ sind ist mir klar, dennoch ist es eine gute Hilfe für mich und hilft mir bei meinem Training. Dadurch kann ich Übertraining oder Unterforderung vermeiden.

Grandiose Akkuleistung

Die Akkulaufzeit, welche etwa 50 Stunden reicht, ist grandios und somit wird die Polar V800 mich auch eines Tages bei meinen Ultras begleiten. Drei Marathons bin ich schon mit dieser Uhr gelaufen. Jedes Mal war ich sehr zufrieden.

Ein weiteres sehr interessantes Feature ist die Option “Race Pace“. Sie soll dabei helfen, eine konstante Geschwindigkeit zu laufen und eine Zielzeit für eine festgelegte Distanz zu erreichen. Es ist also der “Pacemaker“ fürs Handgelenk.

Und auch der Aktivitäts-Tracker gefällt mir sehr gut.  So werden auch meine anderen Tagesaktivitäten erfasst und man bekommt ein genaueres Gesamtbild. Zudem gibt es die Option „Back-to-Start“, welche den kĂĽrzesten Weg zum Ausgangspunkt anzeigt. So kann man auf unbekanntem Terrain nicht mehr verloren gehen.

Hat man sein Training beendet, zeigt die Polar auch den Running Index an. Dieser basiert auf Geschwindigkeits- und Herzfrequenzdaten und liefert somit Informationen zu dem eigenen Leistungsniveau.

Fazit: Sehr zu empfehlen

Zusammenfassend ist die Polar V800 sehr zu empfehlen. Sie bietet unendlich viele Möglichkeiten zur TrainingsĂĽberwachung und lässt sich auch als Uhr und Aktivitäts-Tracker nutzen. Mir gefällt das Design und die Verarbeitung dieser Uhr sehr gut und in Bezug auf Trainingssteurungs-, Steuer- und Kontrollmöglichkeiten bleiben  keine WĂĽnsche offen.

Dabei ist die Polar V800 genauso fĂĽr Hobbysportler als auch Profilathleten geeignet.

 

Zur Person: Finn Vogler, Jahrgang 1988, ist angehender Grundschullehrer. Er hat Sport und Religion studiert und arbeitet als Erzieher, bis er einen Platz fĂĽr sein Referendariat bekommt. Laufen geht er am liebsten abends nach der Arbeit, um abzuschalten.

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