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Schritt für Schritt gut gekleidet - Die richtige Laufbekleidung finden

Asics Läuferpaar

Kleider machen Läufer - das gilt nicht nur für den richtigen Look beim Joggen, sondern hat auch sportwissenschaftliche Gründe. Schließlich ist der Körper auch nur eine Art Maschine, die Wärme und Schweiß abführen muss, um leistungsfähig zu bleiben. Die verschiedenen Jahreszeiten verlangen dabei von der Kleidung sehr Unterschiedliches ab.

Nippelpflaster? Nicht mehr nötig

Noch vor wenigen Jahren galten Nippelpflaster als der letzte Schrei unter Läufern, vor allem auf Marathons wurde es zum regelrechten Trend, sich die Brustwarzen abzukleben. Das hatte damals vor allem damit zu tun, dass Sportkleidung aus einem atmungsaktiven Mesh-Stoff bestand.

Heutzutage ist die Sportbekleidung da schon deutlich weiter und auch funktionelle Oberflächen reiben nicht mehr.

Prinzipiell ist die Funktionsweise von Funktionskleidung zum Laufen immer gleich. Schweiß und Feuchtigkeit werden nach vom Körper nach außen geleitet und können so an der Oberfläche der Kleidung verdunsten. Der Sportler fühlt sich so auch auf längeren Laufstrecken trocken und wohl klimatisiert.

Der richtige Stoff gehört zu jeder Laufkleidung dazu, ein einfaches Baumwoll-T-Shirt ist da nur eine schlechte Alternative.

Schlabbrig weit oder eng anliegend?

Unterschiedliche Stoffe sind dabei für unterschiedliche Temperaturbedingungen ausgelegt, die Hersteller haben hierfür unterschiedliche Nomenklaturen. Rein äußerlich unterscheidet sich ein Unterziehshirt für den Winter aber kaum mehr von einem Funktionsoberteil für den Sommer.

Die meisten Läufer bevorzugen traditionell zu jeder Jahreszeit Tights und luftige Laufshirts. Tights bieten an den Schenkeln den Vorteil, dass sie besonders wenig Reibefläche bieten. Da auch trainierte Oberschenkel sich schnell wundlaufen, sind Tights eine gute Grundlage und können auch im Winter unter weitere Hosen gezogen werden.

Aber nicht jeder Läufer mag Tights, viele finden sie eher restriktiv im Bewegungsradius und ziehen Laufshorts vor. Shorts für Läufer sind (anders als für Basketballer und Fußballer) besonders kurz, um dem Bein einen möglichst weiten Spielraum zu lassen.

Bringt Kompressionskleidung Vorteile?

Während auch am Oberkörper gilt, dass ein Kompressionsoberteil einen idealen Abtransport von Wärme und Feuchtigkeit gewährleistet, setzen die meisten Läufer hier auf locker sitzende Funktionswäsche. So werden die großen Schweißflächen am Rücken und unter den Achseln konstant durch einen Luftstrom gekühlt.

Dennoch wird Kompressionskleidung immer beliebter, weil viele Sportartikelhersteller spezielle Kompressionszonen in die Kleidung einweben. Dies stützt die Muskulatur und verbessert die Haltung.

Da beim Laufen die Arme weniger benutzt werden, sollte jeder Läufer hier ausprobieren, ob ein ärmelloses Shirt für ihn/sie das Richtige ist, oder ob die Arme dadurch in der Schwungbewegung zu sehr auskühlen.

Spezielle Laufsocken gehören zwar nicht bei jeder Joggingrunde an die Füße, aber machen auf langen Strecken doch jeden Schritt ein klein wenig angenehmer. Die ergonomisch geformten Socken sorgen für ein natürlicheres Laufgefühl.

Bei Wind und Wetter flexibel

Bei Sonnenschein ist es natürlich leicht, draußen an der frischen Luft laufen zu gehen. Im Winter sind die Anforderungen an Mensch und Material härter.

Handschuhe gehören dann unbedingt zur Laufkleidung dazu. Spezielle Laufhandschuhe bieten eine gute Mischung aus Wärme und Beweglichkeit.

Statt der traditionellen Mütze setzen viele Läufer auf ein Buff - diese Multifunktionstücher lassen sich flexibel binden und auch als Schal tragen. Buffs sind meist nicht dick, entfalten aber durch die Mehrlagigkeit eine erstaunlich wärmende Wirkung.

Auch im Sommer gehört eine Kopfbedeckung an heißen Tagen zum Outfit dazu, um die Augen und die Kopfhaut vor zu viel Sonneneinstrahlung zu schützen.

Besonders im Winter sollten Läufer auch an ihre Sichtbarkeit denken und spezielle Reflektoren tragen oder die Laufjacke/-hose sollte über entsprechende Reflektionsflächen verfügen. So ist der Sportler auch bei Dämmerung perfekt sichtbar.

Gut gerüstet auf die Bahn

Läufer sollten ihre Kleidung für jedes Wetter und für jeden Lauf flexibel zusammenstellen können. Zur Grundausstattung gehört dabei Kleidung aus Funktionsmaterial – nur so können Sportler bei jeder Aktivität wirklich leistungsfähig bleiben.

Und mit der richtigen Kleidung gibt es auch kein falsches Wetter mehr. Und keine Ausreden.

 

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