Die passende Laufschuheinlage finden – "Sie müssen sich sofort richtig anfühlen"

Geschrieben von: Ellen-Jane Austin

Den perfekten Laufschuh zu finden ist oft schwer. Viele Läufer wissen nicht, dass sie das LaufgefĂĽhl mit Einlagen verbessern können â€“ das sagen zumindest die Hersteller solcher Innensohlen. Aber wozu sind sie gut? Wann lohnen sie sich? Und worauf muss man achten? Hier die wichtigsten Fakten.

Warum Einlagen?

Die Füße verbinden unseren Körper mit dem Kontakt zum Laufuntergrund: dem Schuh. Wenn sie nicht richtig sitzen, kann das zu einem fehlerhaften, auch schädlichen Laufstil führen. Ziel der Einlegesohlen ist es, Fehlstellungen wie Über- oder Unterpronation auszugleichen, die Füße zu stabilisieren und Stöße abzudämpfen.

Einlagen könnten sich lohnen, wenn:

  • - Die FĂĽĂźe beim Laufen nach auĂźen oder innen knicken
  • - Die Laufschuhsohlen unterschiedlich abgelaufen werden
  • - Die Zehen oder der ganze FuĂź einschlafen
  • - Man Schmerzen hat im FuĂź, am Knöchel (Achillessehne), am Schienbein, im Knie oder an der HĂĽfte

Achilles-Podcast: Laufstil, FĂĽĂźe & Laufschuhe

Welche Arten gibt es?

1. Ortho­pädischen Einlagen

Diese ärtzlich verschriebenen Einlagen sind vermutlich die bekanntesten – und das, obwohl sie medizinische Sonderfälle unter den Laufsohlen sind. Sie sollen fehlerhafte FuĂźstellungen korrigieren, sind also nur nach ärztlicher Untersuchung einsetzbar und mĂĽssen individuell angefertigt werden. Da durch die Umpositionierung des FuĂźes gewohnte Bewegungsabläufe geändert werden können, sind fĂĽr Läufer Auswirkungen auf ihren gewohnten Laufstil möglich – positive wie auch negative.

2. Individuell angepasste Einlagen

Diese Innensohlen werden nach einer Bewegungsanalyse speziell fĂĽr den Läufer angefertigt. Je nach BedĂĽrfnis der FĂĽĂźe bieten sie Zusatzfunktionen wie eine stärkere Stabilisierung oder eine bessere Dämpfung und sollen die Passform des Schuhs optimieren.

3. Vorgefertigte Einlagen

Die Innensohlen von der Stange kommen in verschiedenen AusfĂĽhrungen und können direkt gegen die Original-Einlage des Schuhs getauscht werden. Die ZielfĂĽhrung ist die gleiche wie bei individuell angepassten Einlagen.

Wie finde ich die richtige Einlage?

Egal ob man sich fĂĽr eine individuell angepasste oder eine vorgefertigte Einlage entscheidet – eine Beratung im Vorfeld ist essentiell. Individuelle Einlagen werden meist von Profisportlern in Anspruch genommen. FĂĽr ihre Anpassung wird oft die komplette Körperstatik untersucht, zum Beispiel mithilfe von Videoanalysen. 

Um die passende vorgefertigte Einlage zu bekommen, kann man sich in einigen Laufgeschäften beraten lassen. Der Sohlen-Hersteller CurrexSole hat ein Gerät entwickelt, mit dem die exakte Schuhgröße und der Fußtyp – Normal-, Hohl-, Senk-, oder Flach-Fuß – bestimmt werden. Außerdem sollte identifiziert werden, ob der Läufer X- oder O-Beine hat.

Wer starke Schmerzen beim Laufen hat, tut gut daran, einen Orthopäden aufzusuchen und mit ihm die Möglichkeit einer Einlage zu besprechen. 

Was ist zu beachten?

Die Einlagen mĂĽssen in die Laufschuhe passen – das sollte vor dem Kauf getestet werden. Trick: Die neue Innensohle und das Original aus dem Schuh sollten die gleiche Form haben, durch Ăśbereinanderlegen lässt sich das einfach testen. Vorgefertigte Sohlen kann man am Original angepasst ausschneiden. 

Als Grundregel, um zu wissen ob die Sohlen die richtigen für einen Läufer sind, sagt Sohlen-Entwickler Björn Gustafsson: "Eine Eingewöhnungszeit ist Unsinn. Sie müssen sich sofort richtig anfühlen."

Achim und Björn: Fixe Fußanalyse ohne Gerät

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