29 Oktober 2010 14:22
Hallo an die Experten,
ich laufe seit fast zwei Jahren regelmäßig, habe mittlerweile den ersten Halbmarathon geschafft und bin dabei, mich auf den Hermannslauf und ein paar weitere Landschaftsläufe rund um Bielefeld vorzubereiten. Mein Laufpensum liegt bei bis zu 40 Kilometern in der Woche, bei einem Tempo von jeweils zwischen fünf und sechs Minuten pro Kilometer, gelegentlich gewürzt mit ein paar kleinen Hügeln. Ich bin 1,73 Meter groß und wiege 76 Kilogramm, bin also eher kräftig gebaut. Neben dem Laufen fahre ich noch ziemlich viel Fahrrad und mache regelmäßig Spinning. Seit ein paar Wochen habe ich nach dem Laufen immer Schmerzen in der Hüfte, links etwas mehr als rechts. Nach ein, zwei Tagen ohne Laufen sind die Schmerzen dann wieder weg. Die Schmerzen sind jetzt nicht so heftig, man kann sie noch ganz gut ignorieren, aber sie fallen schon in die Kategorie "nervig". Woran kann das liegen? Mir ist nicht bewusst, dass ich jetzt anders laufe als früher, höchstens etwas mehr. Oder sollte ich beizeiten mal beim örtlichen Sportmediziner oder Orthopäden vorstellig werden?
Viele Grüße, Frank
Lieber Frank,
nervige Schmerzen an der Hüfte sind natürlich das Letzte, was man bei den wunderbaren Landschaftsläufen rund um Bielefeld gebrauchen kann. Solche Schmerzen im Bereich der Hüfte können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Da kommt zum einen der Gelenkverschleiß, also eine Hüftgelenksarthrose in Frage. Diese kann auf Basis von Gelenkfehlstellungen oder einer schlecht ausgebildeten Hüftgelenkspfanne (Hüftgelenksdysplasie) entstehen. Dies sollte in der Tat ein Sportmediziner durch eine körperliche Untersuchung und gegebenenfalls eine Röntgenaufnahme klären. Die Schmerzen in der Hüfte können aber genauso gut durch banale Probleme wie eine Kreuz-Darmbeingelenkblockierung ausgelöst werden, die zu sehr unangenehmen Muskelverspannungen im Hüftgelenksbereich führen können. In diesem Falle wäre dir schon mit einer manualtherapeutischen Behandlung und den richtigen Dehnungsübungen geholfen. Achte also darauf, dass der von dir aufgesuchte Sportmediziner auch eine manualtherapeutische Zusatzqualifikation hat, so dass er auch diese Beschwerden sicher erkennen und behandeln kann.
Viel Erfolg bei der weiteren Diagnostik wünscht dir Dr. Marquardt

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Eka