Endlich abnehmen (5): Die Dukan-Diät – Abnehmen auf Französisch

Kategorie: Abnehmen
Geschrieben von: Frank Joung
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Achim Achilles präsentiert in der Serie "Endlich abnehmen" eine Auswahl der bedeutendsten, besten, absurdesten und ekligsten Diäten der Welt. Die letzte Folge ist etwas für Frankophile. Bei der Dukan-Diät sind magere, proteinreiche Lebensmittel erlaubt.

Wer hat die Diät erfunden?

Pierre Dukan war Hausarzt in Paris, als er Mitte der siebziger Jahre zum ersten Mal mit dem Problem des krankhaften Ăśbergewichts konfrontiert war. Damals war es ĂĽblich, das Gewicht durch kleine Mahlzeiten und Kaloriensparen schnell zu reduzieren. Das Resultat: Der Jo-Jo-Effekt lieĂź die Patienten bereits nach kurzer Zeit wieder zunehmen.

Dukan entwickelte deswegen im Laufe von Jahrzehnten eine Alternative: Sein Vier-Phasen-Ansatz zielt darauf, das niedrigere Gewicht nach der Abnahme zu stabilisieren. Im Jahr 2000 veröffentlichte er darüber ein Buch, das in Frankreich schnell zum Bestseller wurde: „Je ne sais pas maigrir“ („Ich weiß nicht, wie man dünner wird “).

 
Abnehmen will jeder, doch keiner weiß wie. Deswegen hat sich Achim Achilles quer durch den Diät-Dschungel geschlagen. Der Lauf- und Rotweinfreund präsentiert gewohnt kompetent eine Auswahl der bedeutendsten, besten, absurdesten und ekligsten Diäten der Welt. Kurzweilig und erhellend.
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Wie funktionierts?

Wenige Kalorien, praktisch keine Kohlenhydrate und null Fett – das ist die Dukan-Diät. Sie besteht aus vier Phasen. Je nach Phase werden 72 proteinhaltige Lebensmittel und 28 Gemüsesorten miteinander kombiniert – und zwar in unbegrenzter Menge.

Was ist das Besondere?

Die Dukan-Diät setzt auf eiweißreiche Ernährung. In der ersten Phase sind nur magere, proteinreiche Lebensmittel erlaubt. So nimmt man schnell ab, ohne die Muskelmasse anzugreifen. Außerdem sind täglich eineinhalb Esslöffel Haferkleie vorgeschrieben. In der zweiten Phase, der Aufbauphase, sind zusätzlich 28 Gemüsesorten erlaubt. Dazu kommen zwei Löffel Haferkleie.

Stufe drei, die Stabilisierungsphase, dient dazu, den Jo-Jo-Effekt zu verhindern. Nun sind zwei Scheiben Vollkornbrot, 40 Gramm Hartkäse und ein Stück Obst erlaubt. In der vierten Phase ist wieder alles möglich – in der Hoffnung, dass man inzwischen eine neue Einstellung zum Essen etabliert hat. Ein Protein-Tag pro Woche soll das Gewicht stabilisieren.

Wichtigster Merksatz

„Mit der Dukan-Methode nehmen Sie auf natürliche Art und Weise ab, mit den ursprünglichen Lebensmitteln, die den Menschen überhaupt erst erschaffen haben.“

(Pierre Dukan: „Die Dukan-Diät“)

Stärken

Das unbegrenzte Essen ist vor allem ein Vorteil für stark Übergewichtige, die es gewohnt sind, jeden Tag große Mengen an Essen in sich hineinzustopfen. Aber auch für leicht Angespeckte ist es ein angenehmes Gefühl, sich mengenmäßig nicht einschränken zu müssen und nicht mit knurrendem Magen vom Esstisch aufzustehen. Auch entfällt das lästige Kalorienzählen. Die Diät setzt alles daran, dem Jo-Jo-Effekt, dem Spielverderber bei vielen anderen Diäten, ein Schnippchen zu schlagen.

Schwächen

Experten bezweifeln, dass sich das Konzept konsequent umsetzen lässt. Gerade in der harten ersten Phase gestalten sich die Mahlzeiten trotz vieler Rezeptvorschläge eintönig. Diese Attack-Phase ist durch den Verzicht auf Obst und Gemüse gesundheitlich bedenklich. Sie dauert allerdings höchstens fünf Tage. Außerdem ist die Diät nicht für jeden geeignet: Schwangere, Mütter, die ihre Babys stillen, Diabetiker und Menschen mit Herzproblemen sollten lieber nicht nach dem Dukan-Prinzip essen.

Der Erfinder rechtfertigt sich damit, dass auch jedes Medikament Nebenwirkungen habe. Ganz billig ist der Spaß auch nicht: Fleisch, Fisch und Krustentiere in unbegrenzten Mengen – das schlägt sich schnell auf dem Konto nieder. Schließlich bleibt noch aus geschmacksästhetischen Gesichtspunkten ein wichtiges Gegenargument zu erwähnen: Der empfohlene Genuss von Haferkleie.

 

Weiter zu Teil 2: Das sagt Achim Achilles zur Dukan-Diät

 

 


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