So wirst du Veganer in fĂŒnf Schritten

Geschrieben von: Frank Joung
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Du willst dich gesĂŒnder ernĂ€hren? Mal auf Fleisch, Eier und Milch verzichten? Du bist motiviert, weißt aber nicht, wie du anfangen sollst? Achim-Achilles.de und vegane Starkoch Attila Hildmann erklĂ€ren, wie du ganz einfach deine ErnĂ€hrung umstellst.

1. Medizinisch checken lassen

Gehe zum Arzt deines Vertrauens und lasse dich einmal grĂŒndlich durchchecken. Das ist kein Muss, aber hilfreich, um die weitere Entwicklung im Verlauf der Umstellung zu beobachten. Wie fit bist du? Wie sehen deine Blut- und Cholesterin-Werte aus. Wie viel wiegst du? Schon mal was von FolsĂ€ure oder Triglyceriden gehört? Hast du Mangelerscheinungen? Dein Arzt wird dir sagen, wie es um dich steht. Dann weißt du, woran du bist und kannst mit der ErnĂ€hrungsumstellung beginnen.

Attila: "Es gibt keinen Grund, Fleisch zu essen. Ich lebe seit zwölf Jahren ohne tierische Produkte und habe viel mehr Energie. Meine Haut ist besser geworden, mein Haar voller. Ich fĂŒhle mich viel wohler."

 

veganer koch attila hildmannZur Person: Attila Klaus Peter Hildmann, Jahrgang 1981, ist tĂŒrkischer Ab- stammung und wurde von deutschen Adoptiveltern großgezogen. Der Berliner ist der aktuelle Shootingstar der veganen KĂŒche. Sein Buch „Vegan for Fun“ wurde vom Vegetarier- bund Deutschland zum  „Kochbuch des Jahres 2011“ gekĂŒrt. Sein aktuelles Buch heißt „Vegan for Fit“. Hildmann selbst ist seit 2000 Veganer und hat seitdem 35 Kilo abgenommen. Mehr Infos auf: www. attilahildmann.com.

2. Rezepte finden

Du sollst ja Spaß an der neuen Essensweise haben und nicht das GefĂŒhl bekommen, du darfst nichts essen. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld, schmackhafte Rezepte zu suchen. Mache dir bewusst, worauf du Lust hast.

Attila: "Wenn man geschmacklich nicht auf seine Kosten kommt, macht man was falsch. Dann hat man keine guten Rezepte. Die meisten scheitern daran, dass sie nicht wissen, was sie essen sollen. Oder daran, dass sie ihnen das, was sie gegessen haben, nicht geschmeckt hat. Geschmacklich muss man als Veganer heutzutage wirklich auf nichts mehr verzichten. Mich reizt Fleisch ĂŒberhaupt nicht mehr. Im Gegenteil, viele konventionelle Gerichte finde ich mittlerweile sehr eintönig."

Leckere, vegane Rezepte findest du hier:

BĂŒcher:

Internetseiten:

 

3. Bio-HĂ€ndler suchen

Wenn du gut essen möchtest und vegan kochen willst, brauchst du hochwertige Lebensmittel. Informiere dich, wo du in deiner NÀhe einen BiohÀndler findest. Im Notfall schaue dich im Supermarkt um. Viele GeschÀfte weisen mittlerweile ein gut sortiertes Angebot an regionalen Marken und Bio-Produkten aus.

Attila: „Immer versuchen, möglichst frisch einzukaufen. Zu den Grundprodukten gehören Amaranth, Quinoa, Vollkornnudeln und -reis, frisches Obst und GemĂŒse, frische KrĂ€uter, Tofu-Produkte. Am Anfang muss man etwas experimentieren. Nicht alle Bio-Produkte sind lecker, nicht alle Alternativen empfehlenswert. Der Markt ist noch sehr frisch, da bleibt es nicht aus, dass man ab und zu auf Produkte reinfĂ€llt. Aber die Auswahl ist immens. Es gibt pflanzliche Butter, Joghurts, Schokoaufstriche. Einfach ein bisschen ausprobieren.“

4. Selber kochen

Viele glauben, dass es besonders kompliziert sei, sich vegan zu ernÀhren oder zu kochen. Ist es nicht. Selbst wenn man angeblich keine Zeit zum Kochen hat, gibt es eine Lösung.

Attila: „Ich empfehle, sich gerade fĂŒr den Anfang nur ein paar wenige Grundrezepte anzueignen. Schnelle, einfache Rezepte wie Nudelsalat mit Vollkornnudeln, Sandwiches mit Vollkornbrot und angebratenem Tofu, coole Shakes fĂŒr unterwegs. Dann hast du den Grundstock, den du brauchst. Experimentieren kannst du dann nach Bedarf am Wochenende oder mit Freunden. Irgendwann kommt die kreative Phase von alleine. Dann belegst du deine Sandwiches mit einer karamellisierten Paprika statt mit Avocadocreme.“ Dein Gaumen wird es dir danken. Du glaubst nicht, was fĂŒr neue Geschmackserlebnisse auf dich warten. Das perfekte vegane Einstiegsgericht ist meine Spaghetti Tofu-Bolognese. Die schmeckt jedem!“

5. Sport treiben

Gesunde ErnĂ€hrung ist schon die halbe Miete zu einem besseren LebensgefĂŒhl, aber die andere HĂ€lfte sollte aus Bewegung bestehen. Suche dir einen Sport oder eine Bewegungsart, die dir Spaß macht. Du musst ja nicht gleich Ultramarathon laufen gehen.

Attila: „Ich gehe grundsĂ€tzlich nicht zum Training, wenn ich keine Lust habe. Ich trainiere nur, wenn mein Körper das möchte. Am besten, du machst ein bisschen Cardio, dazu leichtes Krafttraining. Selbst Gewichtepumpen kannst du als Veganer. Ich bin das beste Beispiel dafĂŒr, dass auch Veganer ein definiertes Eight-Pack haben können.“

 

Mehr zu vegan und vegetarisch ernĂ€hren, im E-Book von Achim Achilles: Laufen und vegetarisch leben - Wissenswertes ĂŒber fleischfreie ErnĂ€hrung

 

Fotostrecke: Triathlet, Frauenschwarm und Shooting-Star der veganen KĂŒche: Attila Hildmann