Ironman Brendan Brazier: Es gibt gute Gründe für vegane Ernährung

Geschrieben von: Frank Joung
Vegan-Ironman Brendan brazier posiert auf dem Fahrrad

Vegan ist im Trend, aber für viele Sportler trotzdem tabu. Brendan Brazier hat sportliche Extremleistungen vollbracht – nur mit Pflanzenkost. Im Interview mit achim-achilles.de erklärt der frühere Ironman-Triathlet, woher er seine Energie für den Sport bezieht.


Achim-Achilles.de: Herr Brazier, auch dank Ihnen sieht Wolverine im Film so gut aus, oder?

Brendan Brazier: Naja, ich habe vielleicht etwas Anteil, ja (lacht).

Hollywoodstar Hugh Jackman, der die Action-Figur spielt, war so begeistert von ihrer veganen Thrive-Diät, dass er sogar das Vorwort zu Ihrem Buch schrieb.

Ja, er ist zwar kein Veganer geworden, aber er versucht, mehr basische Lebensmittel zu sich zu nehmen und Dinge zu essen, die ihm guttun. Vorher hat er Masse zugelegt, ohne sich wohlzufühlen. Er war schwerfällig, hatte keine Energie und Probleme mit Entzündungen. Das wollte er ändern und hat deswegen einige Grundprinzipien meiner Thrive-Diät übernommen. Er wollte athletisch sein, muskulös – und trotzdem beweglich bleiben.

Sie waren  professioneller Ironman-Triathlet und ernähren sich seit rund 20 Jahren vegan. Warum sollte pflanzenbasierte Ernährung der sportlichen Leistung dienen?

Es gibt viele gute GrĂĽnde fĂĽr eine vegane Ernährung, auch und besonders fĂĽr Sportler. Entscheidend ist: Um pflanzliche Nahrung zu verdauen, braucht man nicht so viel Energie aufwenden. Dadurch steht dem Körper mehr Energie zur VerfĂĽgung. 

 "Zuerst hatte ich ständig Hunger"

Viele machen aber genau die entgegengesetzt Erfahrung: Sie fĂĽhlen sich schlapp.

Das war bei mir am Anfang auch so. Da habe ich viel stärke- und kalorienhaltige  Lebensmittel wie Pasta oder weiĂźen Reis zu mir genommen. Ich hatte ständig Hunger und war immer mĂĽde. Nach einiger Zeit habe ich diese Dinge durch Lebensmittel ersetzt, die leichter zu verdauen sind und mehr Energie liefern: Amaranth, Quinoa, Buchweizen oder Wildreis.

Leicht verdauliche Nahrung sorgt fĂĽr mehr Energie fĂĽrs Training. Ganz so einfach ist es aber nicht, oder?

Im Grunde schon. Wenn du mehr Energie verbrauchst, hast du weniger. Fleisch, Fisch, Milchprodukte fördern Entzündungen. Und die sind das letzte, was Sportler gebrauchen können. Je weniger der Körper mit Entzündungen zu kämpfen hat, desto leichter ist es für den Körper die Muskeln zu kontrahieren. Man ist in der Lage, härter zu trainieren.

 

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Video: Brendan Brazier erklärt die Thrive-Diät

 


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