Wie Sportler chronische Entzündungen sinnvoll bekämpfen

Geschrieben von: Frank Joung
kermit obst und gemĂĽse

Entzündungen sind wichtig für die Gesundheit. Denn sie sind keine Erkrankungen, sondern die Antwort des Immunsystems auf Schädigungen im Körper. Nur was tun, wenn die entzündlichen Prozesse nicht mehr abheilen und chronisch werden?

Sportler gelten als gesund. Sie bewegen sich häufig und achten auf möglichst ausgewogene Ernährung. Doch gerade Leistungs- und Ausdauersportler setzen ihren Körpern regelmäßig starken Belastungen aus. An sich nicht schlimm – wenn man dem Körper genug Zeit gibt zu regenerieren.

Doch genau daran hapert es oft. Die Folge: Bestimmte Wehwehchen tauchen immer wieder auf und werden chronisch. Achim kann ein Lied davon singen: immer zwischen unfit und ĂĽbertrainiert.

Wie äußern sich Entzündungen?

Ob anhaltende Wunden, schmerzende Gelenke, wiederkehrende Kopf- oder Magenschmerzen – Entzündungen äußern sich unterschiedlich. Selbst ein Muskelkater ist streng genommen eine Entzündung.

Auch Schüttelfrost, Juckreiz oder anhaltende Müdigkeit können Anzeichen für eine chronische Entzündung sein. Die meisten Menschen verbinden Entzündungen mit sichtbaren Merkmalen wie Rötungen, Schwellungen, Eiterbildung oder Schmerz, aber nahezu jedes Organ kann sich entzünden. Manchmal geschieht dies unbemerkt.

Werden diese Entzündungsreaktionen dauerhaft ignoriert, bzw. gibt man dem Heilungsprozess, der im Gange ist, nicht genügend Zeit, kann das gravierende Folgen für den Körper haben und sogar zu schwerwiegenden Krankheiten wie Herzschwäche, Krebs oder Diabetes führen. (Tut es meist nicht, aber kann eben.)

Das Immunsystem ist so geschwächt und "verunsichert", dass es unkontrolliert auf eigentlich harmlose Eindringlinge reagiert und dauerhaft Entzündungen als Abwehrreaktion zeigt. Da macht auch irgendwann selbst das Laufen keinen Spaß mehr.

Was sind die GrĂĽnde fĂĽr EntzĂĽndungen?

Die Ursachen für chronische Entzündungen sind vielfältig. Physikalische Reize wie Hitze, physische Einflüsse wie Stürze schädigen das Gewebe und lösen Reparaturmaßnahmen im Körper aus.

Auch UmwelteinflĂĽsse, Gifte und Schadstoffe belasten die Menschen in der heutigen Zeit. "Das Immunsystem von Menschen der 'westlichen Welt' muss sich viel zu viel und viel zu oft mit Umweltfaktoren auseinandersetzen, auf die die Evolution unser EntzĂĽndungssystem nicht vorbereiten konnte", sagt Volker von Baehr vom Institut fĂĽr Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam.*

Auch die damit einhergehende übertriebene frühkindliche Hygiene und negativer Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel im Alltag seien Faktoren, die Entzündungen im Körper vermehrt auslösten.

Auch und vor allem die Ernährung spielt ebenfalls eine große Rolle. So soll der übermäßige Verzehr von "antinutritiven Stoffen" – Anti-Nährstoffen – den Körper dauerhaft schädigen.

"Anti-Nährstoffe sind genau das, was der Begriff nahelegt: Stoffe, die den Menschen nicht nähren, sondern andere Nährstoffe ganz oder teilweise unbrauchbar machen", schreibt Felix Olschweski auf seinem Blog Urgeschmack.

Das können sowohl künstlich-industrielle Pestizide und Konservierungsstoffe sein, aber auch natürliche Pflanzenstoffe wie Schimmeltoxine und Phytate.

Was kann man tun?

Die beste Therapie ist bekanntermaßen immer die Vorbeugung. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung spielt ebenso eine wichtige Rolle, wie ein möglichst ausbalancierter Lebensstil mit viel Bewegung. Bestimmte Lebensmittel befeuern die Entzündungsanfälligkeit nämlich – was sich negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Anders herum kann die gezielte Einnahme von bestimmten Nahrungsmitteln helfen, die Entzündungsgefahr einzudämmen. Vor allem frisches Gemüse, Nüsse und Früchte beinhalten Antioxidantien und viele sekundäre Pflanzenstoffe, die gesund sind und entzündungshemmend wirken sollen.

GrĂĽnes GemĂĽse wie Brokkoli, Spinat oder Erbsen und GewĂĽrzen wie Kurkuma, Ingwer oder Chili wird ein anti-entzĂĽndlicher Effekt nachgesagt. Eine Liste von entzĂĽndungshemmenden Inhaltsstoffen in Lebensmitteln hat der NDR aufgestellt.

Interessant dabei ist folgender Zusatz: "Wie für alle sekundären Pflanzenstoffe gilt für die hier vorgestellten Antioxidantien: Sie sollten nicht in Form isolierter Präparate aufgenommen werden. Am besten wirken sie im Zusammenspiel mit den anderen natürlichen Inhaltsstoffen."

Zusätzlich gilt die Faustregel. Je unbehandelter und verarbeiteter Gemüse oder Obst ist, desto besser. Der Ironman-Triathlet und Buchautor Brendan Brazier beispielsweise ernährt sich nicht nur vegan, seine Ernährung besteht zu 80 Prozent aus Rohkost.

Er ist das lebende Gegenbeispiel für die These, dass Veganer keine ausreichende Energie für Ausdauersport hätten. Brazier ist der Meinung, dass Energie aus einer vollwertigen, nährstoffreichen Nahrung lang anhaltend ist, während Energie aus Stimulanzien wie Koffeinprodukte nur kurzfristig und vorübergehend Wirkung hätten.

Rohkost und Fermentiertes

Brazier sagt, dass der Konsum von sehr Gebackenem oder Gebratenem Entzündungen hervorrufen könne. Zudem sei Rohkost leicht verdaulicher. "Der Körper muss, bevor er gekochte Nahrung in verfügbare Energie umwandeln kann, Enzyme zu deren Verdauung produzieren. Diese Enzymproduktion benötigt Energie, was ein gewisses Maß an Stress verursacht."

Eine weitere Aufbereitungsmöglichkeit ist Lebensmittel zu fermentieren. Nach der Systematik des menschlichen Verdauungstrakts werden funktionale organische Inhaltsstoffe die in frischem Obst und Gemüse natürlich vorhanden sind, mit Mikroorganismen molekular aufgeschlossen und so in einem höheren Maße bioverfügbar gemacht.

Sauerkraut beispielsweise hält nicht nur die Verdauung auf Trab und die Darmflora im Gleichgewicht, sondern schützt mit nützlichen Bakterienkulturen auch das Immunsystem. Allerdings gilt das nur für frisches fermentiertes Sauerkraut.

"Im Handel ist fermentiertes Gemüse selten geworden. Oft gibt es in den Läden nur noch Sauerkraut in Gläsern oder Dosen. Dieses Sauerkraut ist pasteurisiert, also nicht mehr roh und enthält daher auch keine nützlichen Eigenschaften mehr", steht auf der Website www.zentrum-der-gesundheit.de

In anderen Kulturen hat man sich die gesundheitsfördernde Wirkung von fermentiertem Gemüse längst zu eigen gemacht. In Korea dient das Nationalgericht Kimchi – ein scharfer, durch Milchsäurebakterien vergorener Chinakohl- oder Rettichsalat – als Vitaminlieferant in den Wintermonaten.

Kimchi wird zu jeder Mahlzeit gereicht und hat in den vergangenen Jahren auch im Westen fĂĽr Furore gesorgt. Es gilt als eines der gesĂĽndesten Lebensmittel der Welt. Die wichtigen Schutz- und Reparaturfunktionen des Organismus werden so effizient unterstĂĽtzt.

Mehr GemĂĽse und Obst

Kurzum: Wer sich ausgewogen und nährstoffreich ernährt und möglichst natürlich verarbeitete Lebensmittel zu sich nimmt, hat bessere Karten, Entzündungen vorzubeugen bzw. zu bekämpfen.

Joel Fuhrmann, ein bekannter US-Arzt und Buchautor, schreibt in seinem Bestseller "Eat to live": "Jede Studie, die bis dato ĂĽber den Verzehr von Lebensmitteln und der Verbindung zu Krebs durchgefĂĽhrt wurde, hat gezeigt, dass die Menschen umso seltener an Krebs und Herzkrankheiten erkranken, je mehr Obst und GemĂĽse sie essen."

Gute Ernährung ist eben immer noch die beste Medizin.

 

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*Quelle: "Diagnose: Endlich gesund: Spektakuläre Heilerfolge mit kaskadenfermentierten Enzymen" Gebundene Ausgabe – 5. Oktober 2012 von Karl Heinz Blank (Autor), Ekkehard Aaron Wittich Scheller (Autor), Johannes Aaron Seider (Autor), Lothar Knopf (Autor), Axel Kohler (Autor)