Wenn Sport krank macht: freie Radikale und oxidativer Stress

Geschrieben von: Julia Schweinberger
Sportler krank

Bewegung ist gesund ‚Äď klar. √úberm√§√üiges sportliches Training kann aber krank machen. Ein Grund daf√ľr ist der oxidative Stress. Was sich dahinter verbirgt und was man dagegen tun kann.

Sobald wir uns bewegen, beginnt ein komplexer Prozess in unserem K√∂rper, der entscheidend ist f√ľr unser Wohlbefinden. Um gesund und fit zu werden, reicht es nicht, einfach nur Sport zu treiben. Man sollte sich auch richtig ern√§hren, um h√∂here Leistungsf√§higkeit zu erreichen, aber auch: um nicht erkranken.

Richtige Ernährung liefert Energie

Wer viel Sport treibt, ben√∂tigt viel Energie. Diese Energie wird in den Mitochondrien, in den Kraftwerken der Zellen, hergestellt. Nimmt der K√∂rper √ľber die Nahrung Kohlenhydrate und Fette auf, werden diese in die Zellen verteilt und dort gemeinsam mit Sauerstoff in Energie umgewandelt. Diese Energie sorgt daf√ľr, dass wir gehen, laufen, uns also bewegen k√∂nnen.

Freie Radikale vs. Radikalfänger

Allerdings gibt es bei dieser Form der Energiegewinnung einen Nachteil: Die gewonnene Energie steht dem K√∂rper nur zum Teil zur Verf√ľgung. Der Rest geht beispielsweise in Form von W√§rme verloren. Hinzukommt, dass w√§hrend der Energiegewinnung Sauerstoffradikale, auch freie Radikale genannt, entstehen. Normalerweise sind diese Radikale nicht sch√§dlich, da ihre Wirkung durch Antioxidantien neutralisiert wird. Diese chemischen Verbindungen werden daher auch Radikalf√§nger genannt.

Wenn aber die k√∂rperliche Belastung zu hoch ist, beispielsweise durch zu geringe Regenerationszeiten oder √úbertraining, entsteht ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Gegenspielern. Die Freien Radikale sind gewisserma√üen in der √úberzahl und k√∂nnen so Schaden anrichten. Diesen Zustand beschreibt man als oxidativen Stress ‚Äď und der macht uns krank. Die st√§ndige √úbermacht der freien Radikale kann zu erh√∂hter Infektanf√§lligkeit und im Extremfall sogar zum pl√∂tzlichen Herztod f√ľhren. Zudem erzeugt ein dauerhafter oxidativer Stress ein erh√∂htes Krebsrisiko.

Oxidativer Stress schwächt Immunsystem

Inwieweit bei diesem Zweikampf zwischen freien Radikalen und Radikalf√§ngern auch andere Faktoren entscheidend sind, ist nicht ganz gekl√§rt. Fernando Dimeo, Leiter der Sportmedizin an der Berliner Charit√©, bezweifelt, dass es nur der oxidative Stress sei, der Krankheiten beg√ľnstigt. √úbers√§uerung der Muskeln und Sch√§den am Organismus spielten ebenfalls eine Rolle, so der Arzt.

"Der Körper ist offen wie ein Fenster"

Trotzdem ‚Äď da sind sich die Wissenschaftler einig: Die beste M√∂glichkeit, einen ausgeglichenen Zustand zwischen Oxidantien und Antioxidantien aufrechtzuerhalten, ist eine ausgewogene Ern√§hrung. Gerade Sportler sollten nach einer sportlicher Belastung auf sich achtgeben. Nach einer intensiven Trainings- oder Wettkampfeinheit ist das Immunsystem geschw√§cht. Der K√∂rper ist ‚Äěoffen wie ein Fenster‚Äú, daher spricht man hier vom ‚ÄěOpen Window Ph√§nomen‚Äú. Damit keine krankmachenden Erreger durchs Fenster schl√ľpfen, sollte man sich und dem K√∂rper ausreichend Regenerationszeit schenken und Lebensmittel mit Antioxidantien zu sich nehmen.

Nicole Unger-Manhart von der Medizinischen Universit√§t Wien empfiehlt, vor allem gelbe, rote und dunkelgr√ľne Obst- und Gem√ľsearten zu essen, da in diesen Lebensmitteln viele Radikalf√§nger enthalten seien. Als Beispiel nennt sie:

  • M√∂hren
  • Rotkohl
  • Spinat
  • K√ľrbis
  • Radicchio
  • Tomaten
  • Aprikosen
  • Kirschen
  • Erdbeeren

Aber auch

  • Bohnen
  • Beeren
  • N√ľsse
  • Kr√§uter
  • √Ėle

sollen viele Radikalf√§nger aufweisen. F√ľr viele gestaltet es sich oft schwierig, sich regelm√§√üig nachhaltig zu ern√§hren. Daher gibt es Anbieter, die die ma√ügeblichen Antioxidantien, im richtigen Abstimmungsverh√§ltnis, in einem Nahrungserg√§nzungsmittel b√ľndeln.

Tipp: Schneller regenerieren mit Dr. Niedermaier. Mit Vitaminen und Mineralstoffen unterst√ľtzt Regulatpro¬ģ Metabolic nat√ľrliche Lebensprozesse im K√∂rper und st√§rkt so die Immunabwehr. Das Produkt ist rein pflanzlich und versorgt die Zellen mit mehr Energie. So f√ľhlen Sie sich frischer und leistungsf√§higer.


Weitere Artikel: