Berliner HM - Das Vorspiel

Erstellt von: catcat in Blogs

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Der 30. Vattenfall Halbmarathon in Berlin sollte das erste Highlight meiner zweiten Laufsaison werden. Ich hatte mir fest vorgenommen bei diesem Lauf eine Menge Spass zu haben. Und wenn möglich auch noch nebenbei meine Bestzeit (02:14:03) vom Kölner HM im Oktober 2009 deutlich zu unterbieten.


Die letzten Wochen vor Berlin waren anstrengend. Nicht nur, weil ich das erste Mal in meinem „Läuferleben“ einen Trainingsplan befolgte der mich sehr forderte sondern weil es auch pünktlich zum Beginn der heißen Vorbereitungsphase auch im Job an allen Ecken und Enden hektisch wurde. Nachdem ich am Abend zuvor dann aus dem Büro geflüchtet war fuhr ich freitags mit der Bahn nach Berlin. Ich war müde wegen meines chronischen Schlafdefizits, aber an Schlaf war nicht zu denken. Ausgerechnet der letzte freie Platz im ICE war an der Tür zum Großraumabteil. Durchzug über mehr als 4 Stunden. Ständig liefen andere Fahrgäste vorbei und ich verkroch mich in Schal und Jacke um den Bazillen der ständig rotzenden und hustenden Menschen um mich herum wenigstens zum Teil zu entgehen. Nur ja nicht noch krank werden. Ich verfluchte insgeheim meine Entscheidung mit der Bahn zu fahren, aber ändern konnte ich es ja nun nicht mehr. Irgendwie litt ich wohl zumindest temporär unter Hypochondrie….

In Berlin angekommen stand ich schon nach 5 min im eigenen Saft. Wer hatte denn die 20°C und Sonne bestellt? In Mainz war es mit 10°C und Nieselregen viel kälter gewesen. Das ging wirklich zu weit. Ich schälte mich notgedrungen aus meinem Kleiderzwiebelschichtsystem. Zum Glück war ich zügig im Hotel, das Zimmer schon bezugsfertig. Erstmal ab in den Hotelpool. Da dümpelte ich erstmal eine Stunde mit minimalem Kraftaufwand im Wasser vor mich hin bis ich wieder einigermaßen normal temperiert war. Danach ging es ab nach Tempelhof auf die Messe, Startunterlagen holen. An der Treppe oberhalb der Merchandising Produkte (um die sich schon die ersten shoppenden Läufer rissen) sah ich einen Mann von hinten der mir irgendwie sehr bekannt vorkam. War das Achim Achilles? Der Meister persönlich? Ich lief an ihm vorbei bis zum Ende der Treppe, drehte mich um zückte den Fotoapparat und schoss schnell ein Bild. Ja, er war es. Ich wollte hallo sagen. Aber ich war zu langsam. In der Zeit in der ich meine Kamera wieder in der Tasche verstaute hat er es irgendwie geschafft sich in Luft aufzulösen…hm.  Na, egal. Schnell Startunterlagen und T-Shirt abgeholt und noch ein paar Fotos gemacht und etwas Geld ausgegeben. Mittlerweile taten mir allerdings schon die Füße weh. Und das Gesäß zwickte auch schon wieder. Da kamen die Liegestühle der Berliner Morgenpost zur kurzen Erholung genau zur rechten Zeit. Danach noch eine Portion Pasta und mit „frischen Füßen“ dann ab in die Stadt zum Sightseeing. Und ich konnte einfach nichts auslassen. Alles was irgendwie zu Fuß zu erreichen war nahm ich mit. Es war gegen Abend auch einfach zu verlockend. Das Wetter war immer noch schön und ich schoss bei exzellenten Lichtverhältnissen ein Foto nach dem anderen. Das Ende vom Lied: um 20:00 Uhr war ich im Hotel mit heißgelaufenen und angeschwollenen Füßen die fast nicht mehr in meine Schuhe passten. Mein linker Oberschenkel fühlte sich auch nicht sonderlich gut an. Laut dem FR305, den ich aus Spaß mal hatte mitlaufen lassen, waren es wohl auch etwas mehr als 10 km die ich da zu Fuß (ohne Messebesuch) zurückgelegt hatte. Zum Glück war erst Freitag...

Am Samstag wollte ich die Füße hochlegen. Das funktionierte bis 15 Uhr ganz gut, dann hatte ich genug vom rum sitzen und mehrmaligen Kleiderbeutel ein- und wieder auspacken und marschierte mit dem Vorsatz LANGSAM UND WENIG LAUFEN los. Daran gehalten hab ich mich nicht wirklich. Aus der geplanten einen Stunde wurden drei. Aber es war doch so interessant. Da gab es schließlich die Chocolatiers Fassbender & Rausch, da hätte ich mich am liebsten in die Schokolade gelegt und alles ganz langsam absorbiert. Oder den Laden leer gekauft "g"  Na ja, ich habe hier auch mehr Geld für Mitbringsel ausgegeben als auf der Messe. Dann der Ampelmannshop…nur gucken, aber auch das muss man ja mal sehen, und, und, und. Ach es gab so viele Dinge zu sehen und auch so viel darüber nachzudenken. Auch hier das Ende vom Lied: Ich müde, dazu müde Beine, zwickender/s Oberschenkel und Gesäß. Also erstmal kalt abgebraust (gut) massiert (sehr gut) und dann getaped (die beste Entscheidung). Und dann ins Bett.

 

 

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