Erstellt von: compania
in Blogs am 19. Februar 2012
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Nachdem ich vor Kurzem euphorisch berichtet habe, dass ich im Rahmen einer „post-grippalen Ernährungsumstellung“ Kaffee und Süßigkeiten tapfer widerstehe, will ich nun aber auch so ehrlich sein, von meinem Einbruch zu schreiben. Nach fast vier Wochen!
Der „Todesstoß“ für meine guten Vorsätze bzw. Selbstkontrolle: Halsschmerzen!! Nein, nicht schon wieder, schoss es mir durch den Kopf! Jetzt, da ich gerade wieder fit bin! Jetzt, da ich mich so quäle für meinen gesunden Darm, mitten in der Behandlung. So bin ich nach Feierabend total frustriert nach Hause und habe „aus Protest“ erst einmal einen großen Kaffee getrunken und ein Stück Käsekuchen gegessen! Am nächsten Tag war ich richtig dick erkältet, ein böser Husten hatte mir in der Nacht den Schlaf geraubt. Ich musste wieder das Bett hüten, Wärmflasche, dicker Schal, ein gutes Buch (Marathon Woman!) und Ingwer-Wasser inklusive – und Schokolade und Kekse! Egal, wenn es mir schon schlecht ging, dann auch richtig (ja ich weiß, sehr erwachsen!)!
Doch dann machte ich eine tolle Erfahrung: der Verlauf des Infektes war weitaus schwächer als der der vergangenen. Ich habe ja wirklich eine blöde Infekt-Geschichte: Häufigkeit und Dauer waren ungewöhnlich hoch, jeder Nieser, jedes Hüsteln hat mich in den letzten 5 Jahren stets für 4 bis 5 Wochen aus der Bahn geworfen und an meinen Kräften gezehrt. Und dieses Mal? Ich habe mich in 5 Tagen erholt, fühlte mich fit, nicht ausgezehrt. Kann das sein? Gibt es da einen Zusammenhang mit meiner Darmsanierung? Ich will das glauben – und hake den Einbruch ab und knüpfe an meine darmsanierende Ernährung wieder an. Ist zwar ärgerlich, weil sich die Aktion jetzt mindestens um 4 Wochen verlängert – aber dafür muss ich wohl selber die Verantwortung übernehmen. Es ist natürlich sehr schwer, die Kurve wieder zu kriegen, denn es hat ja auch seinen Reiz, locker zu lassen, aber zum einen möchte ich wieder das super Gefühl haben, dass ich in der zuckerfreien Zeit hatte (tolle Haut inklusive) – und zum anderen bin ich inzwischen überzeugt, dass dieser Ansatz wirklich was bringt!
Erstellt von: compania
in Blogs am 15. Februar 2012
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Kurz vor Weihnachten ist auf dieser Seite das Buch "Marathon Woman" von Katherine Switzer vorgestellt worden. Ich verschlinge es derzeit! Ein tolles Buch. Für das Werk spricht, dass die Autorin Journalistin ist und wirklich schreiben kann. Indem sie ihre eigene Geschichte erzählt, zeichnet sie auch ein Bild, ja fast ein Sittengemälde, vom Amerika Ende der 60, Anfang der 70er! Super interessant! Und ihre Geschichten vom Laufen, ihre Höhen und Tiefen, all das, was ihr das Laufen gibt, Selbtsbewusstsein, Ruhe, Frieden, Freude etc. - das kennen wir alle, und daher macht es umso mehr Spaß, dieses Buch zu lesen und dann, in Gedanken bei einem Strand-, Stadt- oder Waldlauf einzuschlafen und sich schon darauf zu freuen, die Laufschuhe zu schnüren!
Erstellt von: compania
in Blogs am 29. Januar 2012
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Nachdem das vergangene Laufjahr mit der Absage des Silvesterlaufs für mich nicht so endete, wie ich mir das vorgestellt hatte, startet das neue Laufjahr super. Ich bin heute morgen im Rahmen der Hammer Serie 10 km gelaufen - und habe mein Ziel von 60 Minuten um über eine Minuten unterlaufen! Die Uhr war noch nicht auf 00:59! Das habe ich nicht erwartet.
Als der Wecker klingelte, dachte ich nur, wie bescheuert ich denn sein müsse, um jetzt 40 km zu fahren, um dann 10 zu laufen. Es war so düster, sah so kalt aus (was es auch war) und mein Bett war so wunderbar "muckelig". Aber zum Glück war ich angemeldet und verabredet, so dass es kein Zurück gab.
Als mir meine Freundin, die ich versprochen hatte abzuholen, die Tür öffnete, war ich beruhigt, dass sie sich auch nicht top fühlte. Sie war gestern "versumpft", sah ziemlich fertig aus und trug bei minus 3 Grad Tights! Handschuhe und Mütze hatte sie dann auch vergessen, der Gedanke, Klamotten zum Wechseln mitzunehmen war ihr nicht gekommen und zum frühstücken war auch keine Zeit mehr gewesen! Dagegen war ich doch top vorbereitet!
Im Hamm war es leider auch nur ein halbes Grad wärmer und total trübe. Aber wie es dann so ist: die Atmosphäre bei solchen Veranstaltungen macht einfach Lust, endlich waren wir wach! Der Lauf hat dann großen Spaß gemacht, die Bedingungen ideal, ich war von Beginn an immer ganz knapp unter 6 Minuten/km, ab km 7 merkte ich, dass ich noch Reserven hatte und habe eine Schüppe drauf gelegt, die letzte Runde im Stadion dann am "Limit", ich konnte gar nicht glauben, was ich auf der Uhr sah!
Also, so kann das Laufjahr weiter gehen!
PS: Meine Freundin sollte sich immer so "vorbereiten", denn sie lief bereits nach 52 Minuten durchs Ziel!
Erstellt von: compania
in Blogs am 26. Januar 2012
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Tag 13 ohne Weißmehl, Milchprodukte, Nüsse, Zitrusfrüchte, (Einfach- und Zweifach)Zucker und Kaffee! Leute, ich bin teilweise die Wände hoch gegangen. Letztes Wochenende, also nach einer Woche, hatte ich eine heftige Krise: Ich war müde, deprimiert, hatte Wahnvorstellungen von Schokolade und lechzte nach Kaffee! Erschwerend hinzu kam, dass M ein neues Käsekuchen-Rezept ausprobiert hat, so dass es im Café nach frisch Gebackenem duftete – und ein Kuchen in der Auslage war, dessen Anblick schon zum Dahinschmelzen war. Ich war nahe dran, aufzugeben, so nach dem Motto: „ach, dann fange ich Montag wieder an“, aber mir war klar, dass ich eine Woche später wieder an genau dem gleichen Punkt stehen würde! Also Laufschuhe an und durch den Regen rennen, dicke Jacke an und spazieren gehen, Musik an und auf die Rolle setzen, staubsaugen, Bad putzen etc.
Ich habe es dann durchgestanden und mal wieder erfahren, was ich alles mit Willenskraft schaffen kann. Und das Beste: ich wurde jetzt belohnt, und zwar bei meinem morgendlichen Blick in den Spiegel. Während mir die letzten Monate nach dem Aufstehen meist so etwas wie „tja, der Lack ist ab“ durch den Kopf schoss, fragte ich mich gestern: „Wo sind denn meine Augenringe?“ Auch bei näherer Betrachtung fand ich sie nicht! Also, wenn das keine Motivation ist!
Erstellt von: compania
in Blogs am 13. Januar 2012
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Im letzten Jahr habe ich an dieser Stelle mehr über Infekte und Wiedereinstiegsphasen berichtet, als übers Laufen: Ich habe mich von Erkältung zu Grippe zu Infekt zu schwerer Erkältung gehangelt, 3 x Antibiotika inklusive. Und 2010 war auch nicht viel besser!
Auch wenn wir uns alle einig waren und sind, dass es Schlimmeres gibt, so reicht es mir doch. Zum einen muss ich achtsamer sein: weniger stressen (lassen), Training nicht übertreiben, Regeneration nicht vergessen. Zum anderen muss aber grundsätzlich etwas passieren. Selbst wenn ich wieder im leichten Training bin, ich fühle mich einfach nicht gut! Und so bin ich bei einem Heilpraktiker gelandet, der sich auf das Immunsystem spezialisiert hat. Mir war schon klar, dass es in Richtung Darmsanierung gehen würde, denn was 5 x Antibiotika in 18 Monaten für die Darmflora heißen, konnte ich mir vorstellen – und die Bedeutung eines gesunden Darms für das Immunsystem ist hinreichend bekannt.
Ok, machen wir es kurz: es gibt nun eine „schwarze Liste“ mit Lebensmitteln, die tabu sind – für 3 Monate. Dazu gehören zahlreiche Milchprodukte – kein Problem, lege sowieso vegane Tendenzen an den Tag. Weißmehl – ok, Vollkorn-Produkte mag ich tatsächlich lieber. Zucker – logisch! Wird schwer, weil Wissen und Handeln beim Thema Süßkram nicht immer deckungsgleich sind. Aber das ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Doch jetzt kommt es: KAFFEE!!!! Ich werde wahnsinnig! Kaffee ist eines meiner Lebens-Elixiere und hat eine enorme emotionale Bedeutung für mich! Schließlich hat M doch eine Café Bar! Natürlich mein Lieblings-Café, und dies nicht nur wegen des hochwertigen (und leckeren) Kaffees, sondern auch wegen des umwerfenden Baristas;-)! Wie unglaublich gut ist eine große Tasse perfekt zubereiteten mexikanischen Kaffees nach einem sonntäglichen Nüchternlauf! Oder eine mit Liebe zubereitete Tasse, wenn einem an einem trüben Samstag das graue Wetter aufs Gemüt schlägt! Oder ganz einfach seine Kaffee-Mischung, die mir durch müde Stunden im Büro hilft! Wow, liebe Leute, das kann der beste Tee nicht leisten! Aber ich ziehe das durch – am Wochenende geht es los!