Erstellt von: nickeneck
in Blogs am 11. Dezember 2011
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Heute war so schönes Wetter, da musste man ja einfach laufen gehen! Außerdem standen ja 1,5h ruhiges Laufen auf dem Plan. Also ging es 10Uhr raus in die Sonne und ab auf den Berg.
Kurz bevor ich oben ankam, machte irgend etwas links neben mir im Gebüsch mächtig Radau. Mein erster Gedanke war, dass da jemand durchs dichte Gesträuch neben mir her rennt. Das wäre allerdings zu dämlich gewesen. Für ein Reh war es zu laut, die bewegen sich eher grazil und lautlos. Plötzlich war es wieder still. Ich lief noch ein paar Meter weiter, blieb dann aber doch stehen um mal genauer zu schauen. Ich hatte mich gerade umgedreht als es wieder los ging. Plötzlich brach mein mysteriöser Begleiter aus dem Gebüsch heraus und blieb ein paar Meter - die, die ich noch weiter gelaufen war - vor mir auf dem Weg stehen. Mir wurde schlagartig etwas unbehaglich. Da stand ein Wildschwein vor mir! Ein echtes lebendiges und ohne Zaun davor!
Ich stand da und das Schwein stand da und keiner wusste so recht was er mit dem anderen anfangen sollte.
Zum Glück wollte es dann nichts weiter von mir wissen und machte sich aus dem Staub. Ich war ziemlich erleichtert und lief weiter.
Erstellt von: nickeneck
in Blogs am 06. November 2011
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...eine an die ich mich wohl gern erinnern werde.
Heute früh war ich ja schon sehr nervös und die letzte Woche musste ich ständig an den heutigen Lauf denken. Wahrscheinlich der letzte für 2011, aber auf jeden Fall der letzte in der Cupwertung.
Stand der Dinge vor dem Lauf war Platz 3 in der AK-Wertung mit 2 Punkten Rückstand auf Platz 2 und Platz 9 in der Cup-Gesamtwertung wo nach vorn scheinbar alles gegessen war.
Für die AK bedeutete dies, bei dem angedeuteten Nichtantritt des Konkurrenten reicht mir Platz 3 um punktgleich zu ziehen und dank einer besseren Bilanz beim direkten Vergleich mit 3:2 "vorbeizuziehen". Na ja, Platz 3 läuft sich nicht von allein, schon gar nicht bei diesem traditionell gut besuchten Lauf. Um die Meldeliste habe ich also einen großen Bogen gemacht. Ich wollte mir ja nicht die Motivation und den Lauf schon vor dem Start versauen in dem ich mir eine sich selbst erfüllende Prophezeiung fabrizierte.
Mich traf fast der Schlag, als mein Konkurrent frohen Mutes, gut gelaunt und recht fit ausschauend aufkreuzte. Verflixt, meine ganze Rechnung brach wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Also nix Platz 3! Druck bis zum bitteren Ende war angesagt. Bei einem Lauf, an den ich nicht besonders schöne Erinnerungen aus dem Vorjahr hatte! Es war mein schlechtester Lauf im vergangenen Jahr.
Erstellt von: nickeneck
in Blogs am 25. Oktober 2011
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Heute stand eine ganz witzige Einheit auf dem Plan. D.h eigentlich war die gestern schon dran. Aber einen Tag nach dem Wettkampf schon wieder eine schnelle Einheit, das ist gar nicht gut! Also habe ich den Plan kurzerhand einen Tag nach hinten verschoben. So passt auch gleich alles zum nächsten Lauf am 6.November.
Genau genommen waren es nur 1000m-Intervalle in steigendem Tempo, beginnend beim 10km-Renntempo. Der nächste Intervall sollte immer 3 Sekunden schneller sein als der vorhergehende.
Zur Motivation hat sich der Trainer aber etwas einfallen lassen. Wenn man das Tempo nämlich nicht mehr schafft war Schluss und man wurde dementsprechend in eine Kategorie eingeordnet. Die ersten waren natürlich nicht besonders schmeichelhaft!
Hier mal ein kurzer Überblick:
Erster 1000er in 3:48
1 Steigerung: Fettkloß
2 Steigerungen: Sanftjogger
3 Steigerungen: Holgersliebling
4 Steigerungen: Bestenlistenstreber
5 Steigerungen: Asphaltaufreißer
6 Steigerungen: Kampfschwein
Wer will schon gern ein Fettkloß sein? Ich nicht!
Wegen der Messungenauigkeit und weil meine Strecke leider nicht ganz flach war, habe ich mir eine Sekunde Tolleranz eingeräumt.
Erstellt von: nickeneck
in Blogs am 23. Oktober 2011
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Der 3. Wettkampf nach dem Berlinmarathon – also nur ein Wochenende „Pause“ - und ich habe richtig Spaß. So könnte das noch eine Weile weiter gehen! Ein Wunder ist das aber auch nicht, denn ich bin so schnell wie nie zuvor und die persönlichen Streckenbestleistungen purzeln eine nach der anderen gleich um mehrere Minuten. Dass das in der AK-Cupwertung wahrscheinlich trotzdem nicht reicht, stört mich zwar schon, aber bis jetzt habe ich mir die klitzewinzige (eigentlich nur theoretische) Chance erhalten. Das heißt, ich muss nun doch zum letzten Lauf im Cup antreten. Vorher aufgeben geht nicht! Mein Kampfschweinchen fletscht schon die Zähne!
Neben meinen neuen Streckenrekorden gab es aber auch noch andere ungewöhnliche und unerwartete Vorkommnisse. Zu aller erst waren da ein paar Temperaturrekorde. Bei so einer Schweinekälte wie den letzten beiden Wochenenden bin ich noch nie einen Wettkampf gelaufen. Vor einer Woche 3°C und heute waren es wohl sogar nur 0°C. Nach einem km „Warmlaufen“ war von Wärme noch nix zu merken. Erst gegen Ende des 2.km kam ich langsam auf Betriebstemperatur. Anschließend in zwar langem aber dafür hauchdünnen Oberteil und kurzer Hose an den Start zu gehen, hat schon einige Überwindung gekostet, war aber am Ende die richtige Wahl. Auf der ersten Hälfte der 13km ging es nämlich fast nur bergauf. Gefroren habe ich da jedenfalls nicht. Auf der restlichen Strecke auch nicht. Wie auch? Ich war die ganze Zeit am Anschlag und die Sonne gab sich langsam viel Mühe wenigstens ein bisschen Wärme zu verbreiten.
Erstellt von: nickeneck
in Blogs am 04. Oktober 2011
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Ich war ja auch in Berlin. War auch schön dort. Wieder ein tolles Publikum – obwohl ich den Eindruck hatte, dass es letztes Jahr noch enthusiastischer war. Ob das trotz oder gerade wegen dem miesen Wetter so war? Keine Ahnung! Die Organisation war sowieso wieder super! Muss ja auch, bei diesen Massen! Dieses mal durfte ich auch aus Block B starten. Die Profis sieht man von da allerdings auch nicht und eng geht es trotzdem zu. Nach dem Lauf bekam ich auch eine prima Massage ohne großartig warten zu müssen. Also eigentlich ein toller Tag.
Nur eines war störend, und zwar sehr. Meine Endzeit war zum ersten mal langsamer als im vorhergehenden Marathon. Damit ist meine Serie im 5. Lauf leider gerissen. Obwohl die Zeit trotzdem ordentlich ist und die Ursachen alle bekannt sind – ich brauche also nicht rumgrübeln woran es lag – hat mich das doch sehr gewurmt. Genau eine Woche lang! Dann hat es mich geritten schon beim nächsten Lauf anzutreten. Na ja, so recht freiwillig war es nicht. Es ist nämlich ein Cup-Lauf und wenn ich da nicht abgehängt werden will, muss ich noch jede Gelegenheit nutzen um ein paar richtig gute Ergebnisse hinzuknallen. Das geht ja leider nicht auf Bestellung. Die Konkurrenz hat meine Abwesenheit durch die Marathonvorbereitung jedenfalls fleißig genutzt und mangels geeigneter Gegner die maximal möglichen Punkte abgeräumt.
Wie auch immer, es ging mir dieses mal jedenfalls zu gut um nicht zu starten. Kaum physiologische Probleme nach dem Marathon. Überzeugt von meinem Fitnesszustand war ich allerdings nicht, so kurz nach dem berliner Event. Entsprechend wurde vor dem Start auch lieber tief gestapelt.