Erstellt von: patella
in Blogs am 16. November 2011
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Endlich ein Wettkampf, der ihre spontane Zustimmung fand.
„Triathlon auf Ameland? Da müssen wir hin.“ Für einen Ausflug auf ihre Lieblingsinsel nahm sie in Kauf, dass der Kenianer einen ganzen Tag mit Sporttreiben beschäftigt wäre. Nicht, dass er dort für eine Kurzdistanz so lange brauchen sollte, aber sie wusste genau, dass ein Wettkampftag in aller früh mit einem ausgewogenen Frühstück begann und spät in der Nacht mit einem stöhnenden und krampfgeplagten Mann im Doppelbett endete. Dazwischen würde er siebzehnmal die Tasche kontrollieren, immer wieder die Toilette blockieren und der ganzen Familie mit Verpflegungsanweisungen auf die Nerven gehen. Trotzdem. Da wollte sie hin.
„Warum sind wir da noch nie gewesen? Du weißt doch, wie gerne wir dorthin fahren. Selbst für ein Wochenende…!“
Erstellt von: patella
in Blogs am 15. Oktober 2011
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„Hast du schon gehört? Frank läuft am Sonntag seinen ersten Halbmarathon…“
„Frank? Welcher Frank?“
„Na, der Frank von Corinna.“
Erstellt von: patella
in Blogs am 28. September 2011
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Es ist drei Tage her. Aber noch immer schwirren mir die Erinnerungen an diese faszinierende Stadt im Kopf herum. Es war ein überwältigendes Wochenende. Berlin!... „Ist ein Wolke“, sagen wohl die einheimischen.
Für mich war es einfach der Wahnsinn. Zum ersten Mal war ich dort, wenn ich mal die meist betrunkenen Erinnerungen von der Stufenfahrt im Jahr 1985 außer Acht lasse. Zum einen liegen die Bilder von damals in einem Schimmer von Jonny Walker und Berliner Weiße und zum anderen hat sich in der Stadt ja einiges verändert, wenn ich das mal vorsichtig formulieren darf.
Der ICE 947 spülte mich in der Nacht auf Freitag an den Lehrter Bahnhof, wo mich ein alter Schulfreund („Der dicke Schäng“) abholte. Inzwischen gehört er zum Heer der Wochenpendler. Kleine Wohnung in der Hauptstadt und am Wochenende zurück zu seinen Lieben, wie so viele andere.
Erstellt von: patella
in Blogs am 10. August 2011
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Es war eine Mischung aus viel Stolz, etwas Erleichterung, ein wenig Wehmut und einer Menge Anspannung, die seine Vorbereitungen zur letzten Etappe begleiteten.
-Stolz, weil das Ziel bald erreicht war. Der kleine Pass mit dem niedlichen Namen „Ballino“ und vierzig Kilometer lagen zwischen den Teilnehmern und dem Ziel am Ufer des Gardasee. Die Herausforderung nahm sich bescheiden aus im Vergleich zum Jauffenpass und der Straße mit den vielen Namen, die er allesamt schon vergessen hatte.
„Passo Campo was…? Nie gehört! Da war ich nicht!“ In wenigen Kilometern würden sie die Alpen überwunden haben. Auf dem Fahrrad. Dann würden der große See in dem riesigen Talkessel vor ihnen liegen. Mit einem riesen Sack voller Erinnerungen und Eindrücken in ihrem Gepäck, trefflich geeignet zum prahlen im Kollegenkreis.
Erstellt von: patella
in Blogs am 03. August 2011
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Es fühlte sich anders an, als er wieder anfuhr. Keine halbe Stunde war vergangen, seit er den atemberaubenden Ortsschildsprint gewonnen hatte. Zwischendurch hatte er ein Eis geschleckt und die Jammereisen seiner Schwester ignoriert.
„Wir sind erst dreißig Kilometer gefahren. Uns stehen noch über hundert bevor und wir müssen noch über den Passo Carlo Campo Magno…!“
„Passo Carlo Campo Magno!“? Was sollte das denn sein? Hatte er noch nie gehört. Konnte schon nicht so schlimm sein. Erstens war er doch jetzt der Bergkönig der Gruppe und zweitens war gestern der höchste und schwerste Punkt erreicht worden. Aus langen Internetrecherchen wusste er, dass der „Passo Carlo Campo Magno“ nicht zu den legendären und schwersten Strecken in den Alpen gehörte. „Stilfser Joch“ klang furchterregend und wurde in Erfahrungsberichten sagenhaft beschrieben. Aber doch nicht diese merkwürdige Aneinanderreihung italienischer Wörter. Er hatte sich nicht damit beschäftigt. Und so war ihm nicht klar, dass ihm die Nordrampe dieses Passes nochmal 912 Höhenmeter auf 15 Kilometern bescheren würde.