Der Einsteigerjahresrückblick

Erstellt von: CeeGee in Blogs

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CeeGee

So, jetzt ist es soweit. Nach einem Jahr in dem ich mich fortlaufend mehrmals die Woche laufend fortbewegte und es hin und wieder zum fortlaufen war, zähle ich mich also zu den Läufern. Noch ohne Wettkampf, aber daraufhinfiebernd im Mai einen Halbmarathon unter 2 Std. zu absolvieren.

Wie der Titel schon andeuetet möchte ich darüber berichten wie es mir im ersten Laufjahr erging, was alles gut-, was schlecht- was gar nicht ging.

Zu mir und wie ich dazu kam. Ich bin männlich, Baujahr 1974 und war immer mehr oder weniger sportlich unterwegs. Meist als Fußballer und Skaterboarder. Da wog ich noch konstant 74 Kg bei 174 cm. Bis die Kinder kamen, schon während des Studiums, das Essen meiner Frau noch besser schmeckte als das von Oma und einen passenden Wein finde ich noch zu jedem Essen. So kam es wie bei anderen auch; mein Wettkampfgewicht stieg auf knapp über 90 kg, Kontiditon und Muskulatur nahmen reziprok dazu ab.

Als Softwareentwickler haben nur die Finger viel Bewegung. Vom vielen Sitzen wird die Rumpfmuskulatur auch nicht unbedingt gestärkt, was zu starken Schmerzen in der Lendengegend führte. Ein Gymnastik Ball musste her, was tatsächlich Linderung schaffte.

Im September 2010 wechselte ich die Firma und traff auf etliche Läufer. Der Fisch stinkt ja bekanntlich vom Kopf her. So auch hier, was bei meinem Einführungstag anhand der Marathontrophäen des Geschäftsführers nicht zu übersehen war. Auch die Tatsache, dass das Ziel des Betriebsausflugs diesen Jahres der Swiss-Alpine in Davos war spricht für sich. Kollegen nahmen in allen Kategorien des Wettbewerbs teil.

Im November 2010 saß ich also in meinem bequemen Heimbüro, schlapp, Schmerzen im Rücken  der Gymnastikball war auf Dauer zu anstrengend – und verspürte den Impuls jetzt auch mal Laufen zu müssen. Also ab in den Keller, Fußballschuhe raus (die mit den kleinen Gumminoppen) und los geht´s.

Das Wetter war mies, kalt, Nieselregen, aber ich war tatsächlich 20 Minuten laufend und walkend unterwegs und fühlte mich  danach glänzend. Sofort war ich angefixt. Also ging ich, es war ein Montag, in dieser Woche jeden Tag kurz eine Runde raus. Sofort liest man sich natürlich Wissen an und das erste Ziel ist klar: 30 Minuten am Stück müssen her.

Es lief so gut, dass ich, allen Warnungen zum Trotze, gleich am Samstag 30 Minuten durchlief und dabei knapp 5 Kilometer zurücklegte. Unterhalten hätte ich mich dabei nicht können, aber ich war ja auch alleine. Wow ich hab´s geschafft.

Am nächsten Tag war ich geschafft. Der Gang ging direkt zum Orthopäden mit dem (meinem) Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall. Die Schmerzen gingen vermeintlich von einem Lendenwirbel aus und strahlten über die Hüfte bis ans linke äußere Knie aus. Das war es. Sport ist also doch Mord. Der Arzt, selbst Läufer, hatte nach Anamnese und verschiedenen Untersuchungen ein freundliches Lächeln auf den Lippen und empfahl mir es langsamer angegehen zu lassen. Dann gab er mir noch die Visitenkarte des Laufladens seines Vertrauens und entließ mich mit einem Rezept für den Physio und der Anordnung mindestens so lange zu pausieren bis nichts mehr zu spüren sei. Diagnose: starke Reizung des Tractus iliotibialis auch bekannt als Läuferknie. 

Das war die erste von 2 hartnäckigen Läuferverletzungen, die mich von da an mehr oder weniger begleiteten. Wie es weiterging und man doch stetig weiterkommt, schreibe ich nach und nach, falls es jemanden interessiert, oder auch nicht.

 

Kommentare (3)Add Comment
CeeGee
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geschrieben von CeeGee, February 01, 2012
@catcat
Ich habe mich für den MLP (Dämmermarathon) in Mannheim gemeldet.
catcat
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geschrieben von catcat, February 01, 2012
Super, dass du den Einstieg geschafft hast und dass du auch noch konstant weiter gelaufen bist. Wie das lief interessiert mich. Also ich bitte um Fortsetzung der Geschichte! Wo startest du denn im Mai zum HM?
nickeneck
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geschrieben von nickeneck, January 31, 2012
Tolle Firma! Die würde mich mal interessieren.

Ich hab es am Anfang noch toller getrieben. Ich lief in ähnlichem Zustand gleich 45min (~6km) und war für den Rest der Woche mit einem tierischen Muskelkater geplagt. Der war so arg, dass trotz prima Motivation an Laufen in der Zeit nicht zu denken war. Gehen fiel ja schon schwer.
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