Wir befinden uns ja gerade unweigerlich in der Fastenzeit, viele haben sich Gedanken gemacht und beteiligen sich. Aber das es mich nun doppelt „erwischt“ hab ich so nicht einkalkuliert.
Mit der Schokoladenabstinenz habe ich mich arrangiert; bisher zumindest. Schon volle zwei Tage hab ich es geschafft, ohne meine geliebte Rittersport auszukommen. Und ich habe auch nicht vor, weich zu werden ;-).
Vielleicht sollte das auch alles so sein, denn sonst würde sich der Konsum in der nächsten Woche sicher als Hüftgold festsetzen.
Gestern hatte ich nämlich eine ZahnOP, auf die ich schon lange Zeit eingestellt war. Unweigerlich. Und sie sollte bereits im Januar stattfinden, war dann für den Februar angesetzt und wurde letztendlich in den März verschoben. Toll, wo doch die Wettkampfsaison am 20.3. mit dem City Lauf in Dresden für mich starten soll…
Ich bin jedenfalls aus allen Wolken gefallen, als mir meine Ärztin gestern eröffnete, dass ich jetzt mindestens eine Woche mit dem Training pausieren müsste. Sie weiß um mein Hobby, ist ebenfalls Läuferin und blickte mich überaus mitfühlend an. „Na, sehn wir mal weiter, erst einmal ziehen wir am nächsten Donnerstag die Fäden.“ **Heul** Und ich hatte das nächste Training fest für kommenden Sonntag eingeplant. Da sind schließlich 3Tage Erholungszeit um, das wird ja wohl reichen, so meine Überlegung. Pustekuchen, träum weiter…
Von mehreren Seiten wurde mir inzwischen abgeraten; lieber die Beine hochlegen und ein gutes Buch lesen. Und ich habe mich überzeugen lassen. Eine Entzündung kann und will ich nicht riskieren, Anfang April steht der Halbmarathon in Berlin an, den ich auf keinen Fall vom Rand aus erleben will.
Also werde ich hoffentlich nur die nächsten 7 Tage auf meine Schoke und die Lauferei verzichten L.
Na mal gucken, drückt mir die Daumen…
Donnerstag, Fädenzieh- und Entscheidungstag
Der 8. Tag des Verzichts bedeutete auch Termin bei meiner Zahnärztin. Heute entschied sich, ob ich grünes Licht zum Training und für Dresden bekomme oder nicht. "Seeeehr zufrieden" sei sie und "es sähe doch schon gut aus", so die Einschätzung. Naja, ich war ja auch sowas von diszipliniert, die letzte Woche. Ehrlich. :-)
Aaaaaber: sicherheitshalber empfiehlt sie mir, wirklich bis Sonntag zu warten, mit dem Laufen. :-( Und ich müsse ihr versprechen, wenn ich das geringste "Puckern" in der Wunde verspüre sofort aufzuhören. Okay, was tut man nicht alles... Ist ja in Dresden beim Citylauf über 10km auch nicht so schwierig, es geht auf drei Runden durch die Innenstadt.
Also sind wir schon bei 7+3 Tagen angelangt...
Sonntag, der Wettkampf
Ein wenig "unheimlich" war es schon für mich, nach relativ langer Laufpause gleich bei einem Wettkampf anzutreten. Und dann immer die Ungewissheit im Nacken, ob ich den Lauf zu Ende bringen kann oder mich das gefürchtete "Puckern" zwischendurch ereilen würde.
Beim Einlaufen mit Heiko war mir jedenfalls nicht so wohl, und ich entschloss mich, die Sache wirklich sehr relaxed anzugehen(-laufen). Die Strecke durch die Innenstadt von Dresden führt drei Runden über unterschiedliche Untergründe; Kopfsteinpflaster, Straßenbahnschienen, glatten Asphalt, Sand usw., alles, was das Herz begehrt. Und dann waren noch einige Richtungswechsel "eingebaut". Also weiß Gott keine schnelle Strecke. (Sogar der Sieger, Falk Cierpinski, blieb über der 30min-Marke.) Ok, alles easy, Augen zu und durch, die drei Runden ohne Beschwerden absolvieren, das war mein Ziel. Ne PB war schon gar nicht angedacht. Ungefähr bei Kilometer 4 begann das schreckliche Seitenstechen, was mich eigentlich nicht überraschte. Das Schlemmen am üppigen Frühstücksbuffet im Hotel wurde mir leider zum Verhängnis. Selber Schuld, aber die Leckereien dort waren einfach zu verführerisch. Ich gebe zu, es wurde so arg, ich musste ne Gehpause einlegen... An diesem Punkt verabschiedete ich mich von einer akzeptablen Zielzeit. (Ich wartete insgeheim schon darauf, das Heiko mich leichtfüßig überrunden würde.)
Ich habe meinen Garmin übrigens ignoriert, ich wollte es gar nicht wissen... Es zeigte sich übrigens KEIN Puckern. Kurz vor dem Ziel wartete Heiko auf mich, um traditionell für Dresden (in diesem Jahr zum 3.Mal) den letzten Kilometer als finale Motivation gemeinsam mit mir zu laufen. Trotz meiner Wehwehchen war ich gar nicht sooo langsam unterwegs, ich war ganz erstaunt, als ich meine Zeit beim Einlauf sah. Naja, so manchem flotten Läufer würde sie nur ein müdes Lächeln entlocken, aber ich war zufrieden.
Dresden erfolgreich gefinished, Mission erfüllt! :-)

geschrieben von kittymuc, March 18, 2011
geschrieben von jens, March 13, 2011
das ist alles zwiespältig, ich bin auch schon mit Wurzelentzündung gelaufen, aber da hatte der Doc auch keine Bedenken, da der Herd klein und die Lymphknoten unauffällig waren. Aber besser isses zu pausieren. dann halt Berlin! Da kommt ja eine recht illustre Truppe zusammen. Bis dahin eine schmerzfreie Zeit!
jens
geschrieben von berlifan, March 11, 2011
LG Fred & Gudrun
geschrieben von nickeneck, March 11, 2011
Nach meiner letzten Weisheitszahn-OP - jetzt bin ich sie zum Glück alle los - schön mit Nasenbluten und viehischen Schmerzen trotz dicker Tabletten habe ich die Füße auch keine 7 Tage still gehalten. Am Anfang, wenn der Puls hoch ging, war es zwar noch eine ganze Weile unangenehm, aber das wars dann auch schon.
Allerdings weiß ich auch nicht, was für eine OP du hattest und jeder reagiert ja anders. Wenn sie dir etwas "eingebaut" haben, was noch festwachsen soll, würde ich lieber artig sein.
Gute und schnelle Besserung!
geschrieben von catcat, March 11, 2011













das Renen wird sicher super, der Trainer hat recht: Du gehst ja sehr ausgeruht an den Start!
Ich freu mich, dass Du wieder ran darfst und wünsche weiter gute Heilung!
Liebe Grüße