13. März 2012:
Jetzt liegt der erste Trailwettkampf schon hinter mir. Am Samstag war die Premiere vom Salland Trail, ein 50 km-Lauf in der Nähe von Nijverdal. Und wer hier jetzt denkt, die Niederlande sind total flach, der hat sich geirrt. Am Ende waren es rund 500 Höhenmeter durch ein sehr schönes Wald- und Heidegebiet.
Ein paar Fotos lege ich noch die Tage nach....
Und sonst? Ich gewöhne mich ans Trail laufen. Man ist ein ganzes Stück langsamer unterwegs, hat aber viel mehr von der Natur. Am Anfang haben meine Beine auch ganz schön gemeckert über die neue Art der Belastung. Aber mittlerweile geht's gut. Knie und Fußgelenke müssen definitiv mehr arbeiten beim Trail laufen, dafür ist es schonender für die Knochen und man ist auch weniger fußlahm.
Allerdings braucht man auch mehr Material. Andere Schuhe sowieso, aber mittlerweile bin ich auch nur noch mit meinem heißgeliebten Nathan-Trinkrucksack unterwegs, besitze eine Petzl für die Nachtläufe und diversen anderen Schnickschnack wie Gaiters. In Bochum gibt es offenbar einen Laden speziell für Trail und Ultra - da muss ich demnächst unbedingt mal hin.
Ansonsten liege ich momentan bei rund 90 Wochenkilometern.
Und freue mich auf den nächsten Wettkampf, den Connemarathon in Irland ;-)
1. Februar 2012:
Ist ja schon wieder eine Weile her, dass ich mein Projekt "100 Meilen" gestartet habe. Inzwischen bin ich schon ein ganzes Stück weiter in meinen Vorbereitungen.
Die für mich beste Nachricht der letzten Woche war jedoch, dass ein Freund aus Schottland für mich als Pacer ab Meile 50 mitlaufen will. Jemand besseres als Ben kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Kennengelernt haben wir uns vor 2 Jahren bei einem Lauf quer durch die Highlands, wo er einer der Führer war. In den Tagen damals habe ich so viel von ihm lernen können, über Trail laufen, Material usw.
Dass er mir jetzt beim NDW100 beistehen wird, ist echt ein wahr gewordener Traum. Ich vertraue seiner Erfahrung und seinem Können blind (er ist übrigens auch engagierter Nacht-Orientierungsläufer - scheint irgendeine besondere Nische im Trailsport zu sein). Da kann ja schon fast gar nichts mehr schiefgehen.
Meine Trainingsläufe habe ich auch schon ausgesucht.
Angefangen hatte es mit einem Strandmarathon hier in Den Haag, organisiert von den Hague Road Runners, wo ich auch Mitglied bin.
Jetzt stehen bis zum August noch an:
10. März: Salland Trail (50 km), Niederlande
1. April: Connemarathon (63,5 km), Irland
14. April: Castricum Ultra (60 km), Niederlande
28. April: Harzquerung (51 km), Deutschland
12. Mai: Eemmeerloop (50 km), Niederlande
3. Juni: Comrades (89 km), Südafrika - Juchhu! Zum dritten Mal. Freue mich schon riesig.
29./30. Juni: Lappland Ultra (100km), Schweden - Laufen in der Mitternachtssonne und Generalprobe for NDW100
Wäre ja toll, wenn hier jemand aus dem Forum auch bei dem einen oder anderen Lauf angemeldet wäre.
Bisher bin ich auch mit dem Training recht zufrieden. Ich fühle mich mit jedem Tag fitter. Das Gewicht geht auch langsam runter.
Aber natürlich bin ich vorsichtig. Ich will ja nicht noch einmal so einen Ermüdungsbruch erleben wie letztes Jahr. Das heißt, ich laufe so, wie ich mich wohl fühle und höre auf meinen Körper. Mache brav Yoga und Krafttraining als Unterstützung.
22. November 2011:
So, jetzt ist es definitiv. 2012 will ich einen 100miler laufen. Und sehr wahrscheinlich wird es dieser hier: www.centurionrunning.com/north-downs-way/ndw100
Nachdem dieses Jahr für mich so schlecht angefangen hatte - einige von euch erinnern sich vielleicht noch an meinen Ermüdungsbruch - war ich ja doch bei Comrades an den Start gegangen und habe tatsächlich die 87 km fast ohne Training in sub12 ausgelaufen. Bei einem informellen Treffen der internationalen Läufer zwei Tage vor dem Start von Comrades, sagte der Renndirektor in einer kurzen Ansprache, dass er jeder Jahr wieder aufs neue erlebt, wie sehr dieser Lauf die Menschen verändert. Jeder ist am Ziel ein anderer Mensch als er am Start war. Ich kann das für mich nur bejahen. Ich habe dieses Jahr gelernt, dass ich offensichtlich wesentlich härter bin (physisch und mental) als ich selbst von mir dachte und meine Grenzen noch nicht erreicht sind.
Und so kam dann irgendwie ganz logisch der Gedanke, wenn ich Comrades mit so wenig Training auslaufen kann, dann schaffe ich 100 Meilen mit guten Training bestimmt.
Aber welcher Lauf sollte es werden? Die meisten der 100miler gibt es in den USA und sind hammerharte Trailläufe im Gebirge, vergleichbar dem Ultra Trail Mont Blanc hier in Europa. Da traue ich mich (noch) nicht ran. Von der Zeit sollte es ja auch passen. Irgendwann im Sommer, wo man möglichst viel Tageslicht hat, denn ich gehe davon aus, deutlich mehr als 24 Std. zu brauchen. Tja, und dann wird die Auswahl doch recht dünn.
Also habe ich mit diversen Organisatoren von den verschiedenen 100 Meilen Rennen (meist in UK) Kontakt aufgenommen und mir zusätzliche Info eingeholt. Der NDW 100 kam da doch als der beste für den Einstieg in diese Distanz raus.
So, und jetzt geht's erst richtig los:
1. Trainingsplan machen
2. Rennen aussuchen, die als Training gelaufen werden (Comrades 2012 ist schon definitiv)
3. Alles an Info sammeln zu Ausrüstung, Ernährung, Zusatztrainings etc., was irgendwie hilfreich sein kann.
4. Eine Crew suchen. Mindestens zwei Leute mit Marathonerfahrung minimal, die mit mir durch die Nacht laufen können und an den Versorgungsposten für mich da sind. Und vor allem, die mich ertragen und motivieren weiter zu machen, wenn ich (a) irgendwann anfange vor Müdigkeit zu halluzinieren oder (b) einfach nur aus Erschöpfung unausstehlich werde.
*hach* - endlich wieder ein richtiges Ziel vor Augen.

geschrieben von actea28, February 01, 2012













17. März: Nobressart
14. April: Zuckerspiel
12. Mai: Rennsteig
und noch allerhand dazwischen
Vielleicht klappt:
28. April: Harzquerung (51 km), Deutschland, ist aber ein bischen knapp vor dem Rennsteig
Ein Pacer ab km50 ist vermutlich absolute Spitze. Und dann noch einen Profi der weiss, wann er reden und wann er wirklich lieber schweigen sollte...