Startschuss in den Frühling
Erstellt von: berlifan
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am 22. März 2011
Der zweite Wertungslauf im Straßenlaufcup M-V der Saison führte uns am 20.03.2011 zum mittlerweile bereits 20. Neubrandenburger Frühlingslauf des SV-Turbine . Ehrlich gesagt, hatte ich schon bezüglich meiner Marathon-Vorbereitung für den 17.April auf dem Darß ein etwas schlechtes Gewissen: mir fehlen noch die „Langen Läufe“, d.h. 30 km +… :-( .
Also nutzte ich dem Freitagnachmittag für meinen ersten 30er der Saison und, siehe da, es lief auch ganz gut. Bezüglich der heutigen Form war ich mir nun allerdings nicht ganz sicher, ob es noch für eine annehmbare Zeit reichen würde.
So setzten wir uns dann kurz vor Acht in Richtung Neubrandenburg in Bewegung. Viel ist um diese Zeit am Sonntagmorgen auf der A20 glücklicherweise nicht los und so erreichten wir bei frischen 1-3°C und bewölktem Himmel kurz nach Neun Neubrandenburg. Wer Neubrandenburg kennt, der weiß, dass eine Ringstraße um den alten Stadtkern führt und nur in eine Richtung befahrbar ist. Das hieß: Wer die richtige Abfahrt verpasst, fährt einfach noch eine komplette Extra-Runde ;-) . Das passierte mir natürlich nicht, kenn mich schließlich so halbwegs in Neubrandenburg aus.
Im letzten Jahr waren auch noch Jana und Matze dabei, die dieses Jahr leider beide verhindert waren. Matze ist auf Dienstreise in den USA und Jana musste sich um Pino kümmern.
Gudrun wollte die Gelegenheit nutzen, unsere neueste Errungenschaft, eine Canon 7D, einem ersten „Härtetest“ zu unterziehen. Auch Frau (nicht nur Mann) braucht mal halt wieder neues technisches Spielzeug ;-). Ich indessen schaute mich erst mal in der Sporthalle nach den Sportfreunden des SV Post Telekom um. Schon erblickte ich Horst, der mir mit meiner Startnummer in der Hand entgegen kam! Mal wieder perfekt getimet! Auch Andrè vom SC Laage konnte ich gleich in der Halle begrüßen. Er kam gleich auf mich zu und sagte „Dein letzter Bericht kam zu spät!“. Das war harte Kritik. Klar, diesmal hatte ich meinen Bericht erst am Donnerstag im Netz („unser“ Darwineum lässt andere Sachen manchmal in den Hintergrund rücken). Aber immerhin waren zumindest die Bilder schon am Montag da. Ich gelobte Besserung und freue mich schon auf dem kommenden Samstag in Laage! Nachdem ich noch einige weitere
Bekannte begrüßet hatte, wurde es langsam Zeit, sich etwas einzulaufen. Heute hatte ich jedenfalls das erste Mal das neue, offizielle Shirt des SV Post Telekom Schwerin übergestreift! Allerdings verzichtete ich bei den niedrigen Temperaturen darauf, in kurzen Klamotten zu laufen und zog stattdessen lieber noch eine dicke Laufjacke unters Shirt ;-) .
Gudrun hatte gerade Kamera und Video in Position gebracht und schon ging Punkt 10.00 Uhr für die genau 200 Starter die Post über die 15 km Distanz ab. Neben den Sportsfreunden aus M-V waren auch Starter aus Brandenburg, Berlin und Hamburg vertreten.
Während vorne abgesprintet wurde, startete ich den Rundkurs bewusst etwas verhaltener und suchte zunächst mal Gudruns Kamera ;-) . Abgemacht war die rechte Seite des Feldes (aus Läufersicht gesehen). Klappte diesmal auch ganz gut: Ein Winken in die Kamera und weiter gings.
Wie ich noch aus dem letzten Jahr in Erinnerung hatte, folgte nach der Brücke entlang der Küste des Tollensesees hügliges, kräftezehrendes Gelände. Glücklicherweise geht es dort, wo es bergauf geht auch irgendwann mal wieder bergab. Aber auch diese Abschnitte sind nicht zu unterschätzen: einfach „freilaufen“ ist da auch nicht drin. Nach den ersten drei hügeligen Kilometern liefen wir entlang des „Gatscher Damms“ am Straßenrand einer alten Kopfsteinpflasterstraße. Da dieser Abschnitt recht flach war, konnte ich hier relativ schnell mein Tempo finden. Die Kilometrierung passte nahezu perfekt. Meine Garmin gab ihr Signal fünf bis zehn Meter neben dem jeweiligen
Kilometerschild ab. Ab Kilometer 6 führte die Strecke wieder auf Waldwegen lang und das Gelände wurde wieder etwas hügeliger, aber es war auch etwas unebener und rutschiger. Die frische Waldluft jedoch war einfach herrlich!
Erstaunlicherweise konnte ich mich noch recht gut an die Strecke aus dem Vorjahr erinnern. Allerdings kam es mir so vor, als wenn ich mich im letzten Jahr hier etwas mehr quälen musste. Ein Läufer sagte noch zum Streckenposten: „jetzt geht der Spaß erst richtig los!“. So viele Berge (auch wenn es keine Tausender sind) mag man gar nicht im „Flachland“ vermuten… Tipp: Wer es auch mal ausprobieren möchte, hat in diesem Jahr eine weitere Chance und kann sich mal am Tollenseseelauf probieren :-)
Auf halber Strecke, unweit des Forsthauses bei Neu Rhäse, kam endlich ein
Verpflegungspunkt mit Tee und Wasser in Sicht. Ich mischte mir Tee und Wasser und hatte so ein angenehm temperiertes Getränk. Also auf in den zweiten Abschnitt, zunächst mal in Richtung Neuendorf. Und immer wieder bergauf und bergab durch den Wald…
Nach Neuendorf (ungefähr bei km 11) ging es weiter in Richtung Broda, wiederum durch Wald. Streckenweise war es jetzt ein reines Bergabrennen und ich hatte jetzt mit Abbremsen zu tun. Nachdem der Kulturpark in Sichtweite war, wusste ich: Das Ziel ist nicht mehr weit! Einmal noch über die Brücke laufen und dann ins Ziel im Jahnsportpark sprinten. Anscheinend hatte ich heute alles richtig gemacht, denn ich konnte auf den letzten zwei Kilometern noch mehrere Läufer überholen.
Meist werde ich sonst zum Schluss überholt :-/. Ich die letzten Kilometer im 4:50 –er Schnitt bis ins Ziel, konnte also nochmals Tempo zulegen :-).
Nach 1:18:51 offizieller Zeit hatte ich das Ziel nach genau 15 km anspruchsvoller Strecke erreicht. Horst , die gute Seele des SV Post Telekom, machte noch schnell im Ziel ein Foto und sagte „Dich hatte ich noch gar nicht erwartet!“. Na, was sollte denn das heißen?
Von Gudrun war zu dieser Zeit weit und breit nichts zu sehen. Wie ich dann nach dem Duschen und Umziehen mich wieder draußen umsah, kam plötzlich Gudrun aus der Ferne an. Sie stand an der Fußgängerbrücke am Oberbach, der in die Tollense mündet und fotografierte die Läufer.
Ich war offensichtlich derart auf meinem Endspurt konzentriert, dass ich sie nicht an der Brücke wahrgenommen und gar nicht bemerkt hatte, dass sie mich beim Brückenabstieg fotografierte ;-) .
Im Anschluss machten wir uns noch zu einem Stadtrundgang entlang der vier Tore (Neubrandenburg trägt auch als Beinamen „Vier-Tore-Stadt“) auf, bevor es wieder in Richtung Heimat nach Rostock ging.
Zu Hause kramte ich gleich mal meine Urkunde aus dem letzten Jahr hervor. Erfreulicherweise konnte ich sogar eine Verbesserung meiner Zeit um 1:35 min feststellen. Ich konnte also mehr als zufrieden mit dem Ergebnis sein!
Ach so, Sieger gab es natürlich auch! Carmen Sievert vom Greifswalder SV siegte bei den Damen in 58:03 min und Chris Gerdel vom SC Neubrandenburg bei den Herren in 49:49 min. Sarah Hildebrandt siegte in 20:02 und Danny Friese in 16:48 min über die 5 km Distanz, beides Triathleten vom SC Neubrandenburg.
Mehr Bilder gibt es bei sprintefix.de
Und die kompletten Ergebnislisten sind bei your-sports zu finden. Da kann man sehen, dass ich mich im Vergleich zu den Anderen auch ganz gut geschlagen habe :-).
Das Video zum Lauf gibt es auch :-)

geschrieben von littlewhitepony, March 22, 2011
geschrieben von barbarine, March 22, 2011
geschrieben von otti, March 22, 2011










