Support auf den Spuren der Vergangenheit

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barbarine

Nach einigem Überlegen und regem Austausch mit Fred stand sie irgendwann, die Anmeldung zum Burgenlauf, und zwar für Heiko, Fred, Jana und Freund Matze.

 

 

Datum: 8. August 2010


Strecke
: 23,9km

 

Wo: von der Burg Penzlin zur Burg Stargard, Nähe Neubrandenburg (Meck.-Pom.)

 

Da ich hohe Temperaturen beim Laufen nicht mag und mir die Strecke einfach zu lang war, gab es für mich nur eine Möglichkeit zur Teilnahme: die mit dem Drahtesel… Da Gudrun ja sowieso bei Freds Läufen den so genannten „Klappradsupport“ leistet waren wir also zu zweit mit den Rädern unterwegs.

 

Treffpunkt mit Gudrun und Fred war morgens um halb acht an der Burg Penzlin, zum Fahrradabladen bzw. Klappradaufbau. Die Männer sind danach weiter zur Burg Stargard, Autos dort abstellen und Startnummern holen, um dann mit dem eigens eingerichteten Shuttlebus nach Penzlin zurückzukommen. Wir Frauen hatten derweil Zeit, das in der Burg Penzlin befindliche Hexenmuseum unter die Lupe zu nehmen. Der Start sollte schließlich erst um zehn erfolgen. Das Museum hatte auf dieser Miniburg um acht natürlich noch nicht offen, aber Gudrun „bequatschte“ einfach mal die Putzfrau, die uns schließlich einließ, natürlich nicht ohne die fünf Euro Eintritt zu kassieren. ;-)



Gudrun und ich vor dem Start 


Um halb zehn trudelten dann die Männer und Jana ein, pünktlich um zehn  erfolgte der Startschuss. Ja und was soll ich sagen, ich hatte mich mit so einem tollen Blick auf das Startfeld zum Fotografieren postiert, aaaaber: still ruht der See, der Fotoapparat hatte keine Sprechstunde: Akku alle!! Na toll!! Heiko hatte noch eine Kamera am Mann, also nüscht wie hinterher und diese ihm abgenommen! Aber so schnell ging das dann doch alles nicht, wir hatten mit vielen Hindernissen zu kämpfen, die ich jetzt nicht aufzählen will. Das Ergebnis war jedenfalls: wir kamen erst kurz vor halb elf mit den Rädern von der Burg weg. Von den Läufern war natürlich kein Zipfelchen mehr zu sehen, und wir mussten Leute nach dem Weg fragen, weil wir den natürlich nicht kannten. Bei Kilometer 5 hatten wir endlich das Besenfahrrad mit dem letzten Läufer erreicht, zu dieser Zeit aber auch schon einige Berg- und Talfahrten hinter uns. Nee, die Strecke war nicht einfach, wenn man das ständige Auf und Ab nicht gewöhnt ist. Ich hab nur immer wieder über Gudrun gestaunt, wie die abgezischt ist, alle Achtung. So eine hohe Trittfrequenz auf einem Minifahrrad ist rekordverdächtig! Und dann noch der Straßenbelag. Da war alles mögliche dabei: Kopfsteinpflaster (war am schwierigsten zu befahren), Sandwege, Asphalt, Gras, Waldwege, Geröll usw. Nein, keine bequeme und glatte Strecke sondern durchaus auf Burgherren und Burgfräuleins Spuren der Vergangenheit…



Die Laufgemeinschaft

So bei Kilometer 9 hatten wir endlich „unsere“ Läufer eingeholt, an einem ziemlich steilen Anstieg, an dem wir (Asche auf mein Haupt) absteigen mussten, zum Hochschieben. Ein Mountainbike wäre sicher sinnvoller gewesen, aber hinterher ist man ja immer schlauer. Und die Läufer waren natürlich schneller den Berg hoch –hmpf-! Also wieder hinterher gedüst und eingeholt. Matze war unter den ersten Läufern und längst nicht mehr in Sicht, aber Fred, Heiko und Jana liefen nebeneinander. Das war für uns als Radbegleitung einfacher unter einen Hut zubringen; so mussten wir nicht dauernd von Einem zum Nächsten flitzen. Ich entschied mich daraufhin, ständig neben den Dreien her zu fahren. Ich hoffe, dass dies einen unterstützenden Effekt hatte! Gudrun war mal hier, mal da unterwegs und kümmerte sich um die Dokumentation der Strecke. Ich hatte Heikos Kamera übernommen und konnte zum Glück auch genügend knipsen.



Der Randstreifen lief sich besser... (hier kurze Auflockerung der Laufgemeinschaft)

Als das Ziel nicht mehr weit war entschieden wir uns, mit den Rädern vorzufahren, um für Bilder und einen Film vom Zieleinlauf unserer Leute zu sorgen. Gesagt, getan. Wir rasten um die Wette, schneller ging nicht. Als wir endlich an der Burg Stargard eintrafen, meinte Gudrun zu mir, sie hätte gerade aus der Ferne eine Ansage vom Zieleinlauf von Heiko gehört. Häh? Wie?? Wie geht das jetzt? Die anderen hatten wir doch weit hinter uns gelassen?! Die konnten doch unmöglich vor uns im Ziel angekommen sein! Das sollte stimmen? Es ging ganz einfach: wir waren unbewusst einen Umweg gefahren und von der falschen Seite an die Burg herangekommen. Unser Weg war nicht der Zieleinlauf! Wieder so eine Pleite, davon hatten wir an dem Tag wirklich schon genug, und das war die Krönung. Glücklicherweise waren auch Mutter und Bruder von Fred vor Ort, die den Einlauf von Matze, Heiko, Fred und Jana im Bild festgehalten haben. Somit war unser Support beendet, und ich habe mir geschworen: diese Strecke begleite ich nicht noch mal per Fahrrad!



Der Zieleinlauf in Stargard (hinten unter dem Bogen in "blau" kommt noch ein Läufer)

Es war wieder sehr nett, Fred und Familie zu treffen, eine lockere und fröhliche Runde. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Zusammentreffen in Berlin im September, da werden wir natürlich Fred mit vollem Einsatz beim Marathon unterstützen!!!


Des Rätsels Lösung! Gudrun in voller "Montur" :-)

Hier der Bericht aus Heiko´s "Läufersicht"

Kommentare (4)Add Comment
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geschrieben von deelux68, August 11, 2010
wow, 3 berichte von 1 lauf! ihr seit echt genial! wobei fred, deine berichte kônnten in jeder touri-brochûre stehen... kompliment ihr 3!
barbarine
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geschrieben von barbarine, August 10, 2010
@ Fred: nächstes Jahr geht der Lauf ja von Stargard nach Penzlin, ich weiß nicht, ob das besser ist ;-). Aber ich hab ein Jahr Zeit, zu überlegen. Und wie das so ist, mit der Zeit verklärt sich der Blick und das Positive überwiegt...
@ Gira: mit dem Trainingseffekt hast Du wirklich recht, schon allein wegen der ungewohnten Belastung durch die Anstiege, egal ob per Pedes (wie Fred so schön schrieb) oder per Rad!+++Danke!!:-)
girasole
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geschrieben von girasole, August 10, 2010
Ich schreib jetzt nur hier, das gilt aber für alle Supertalente beim Burgenlauf: Tolle Sache! Klingt nach richtig viel Spaß - trotz diverser Pannen. Und Trainingeffekt hatten wohl alle Teilnehmer ausreichend, auch die mit Rad.

Und noch alles Gute zum Hochzeitstag nachträglich.
berlifan
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geschrieben von berlifan, August 09, 2010
Also Juliane, dann auch nächstes Jahr per pedes? Übrigens hast du uns auf dem Rad super unterstützt! Insbesondere die letzten km hatte ich doch schon etwas zu kämpfen ;-).
LG Fred&Gudrun
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