Erstellt von: littlewhitepony
in Blogs am 08. Dezember 2010
Wer denkt, ein Laufband zu benutzen sei kinderleicht, der hat sich kräftig geschnitten. Einfach daraufstellen und loslaufen, das hört sich einfach an – ist es aber nicht. Das Hamsterrad für den Homo Sapiens ist vielleicht das am meisten missverstandene Fitnessgerät überhaupt. Ich selbst habe bereits zahllose Stunden auf diesem feinen Stück Technik verbracht. Und hatte viel Zeit, meine Umgebung eingehend zu studieren. Ich bin kein Experte, kein Personal Trainer und kein Laufcoach – aber ich kann einfach nicht mehr tatenlos zuschauen. Es wird Zeit, dass jemand ein paar Missverständnisse aus der Welt zu räumt. Darum mache ich jetzt den Anfang:
1. Wenn ich die Steigung auf 20% einstelle, verbrauche ich mehr Kalorien.
Dieses Missverständnis ist in meinem Fitnesstempel bei einem ganz bestimmten Typ Frau weitverbreitet. Sie kommt mit hochtoupiertem Haar und perfekt aufgelegtem Make-up aus der Umkleidekabine – umhüllt von einer Parfümwolke, die mir den Atem raubt. Gerne trainiert sie im Doppelpack mit der Busenfreundin, die das Laufband nebenan belegt.
Ihr Trainingsziel: möglichst viele Kalorien bei minimalem Zeit- und Schweißaufwand verbrauchen. Darum stellt sie die Steigung ihres Laufbandes auf 20%. Und hält vorne an der Konsole fest, damit sie nicht nach hinten umkippt – was den Steigungseffekt komplett zu Nichte macht. Dieser Typ Frau glaubt übrigens auch, dass man bei 20 Minuten Aquajogging 1200 Kalorien verbraucht.