Erstellt von: runation
in Blogs am 07. Februar 2012
Frische Bekanntschaften bringen erfrischende Einflüsse mit sich. Ja, neue liebe Menschen öffnen für vorher Unvorstellbares und Fremdes, erwärmen für bisher Belächeltes und Verachtetes. Bisweilen lässt man sich gar auf ziemlich anrüchige Praktiken der Körperlichkeit ein; treibt ungehemmt hechelnd am hellichten Tag hormon- und schweißtreibende Dinge, die einem in dieser Form ansonsten nicht einmal im Traum eingefallen wären. Kurz: Mein Neuer läuft. Und ich laufe mit. Anfangs nur unter Vorbehalt und im dunklen Walde, mittlerweile offen und überall.
VON ESRA MARIE, esra.marie@runation.org
Meine Lauferfahrung vor Paul beschränkte sich auf die Folter der schulischen Pflichtrunden. Und auf ein paar verklemmte Laufband-Kilometer im Studio; selbst das immer nur als Notlösung, wenn alle Stepper und Ergometer belegt waren - und der Pilates-Kurs überbucht. Ich bin dann ganz schnell wieder stehengeblieben. Weil ich mir einfach nicht gefiel, wie ich mich so dahinschleppte. Luft hätte ich noch gehabt, aber einfach keine Lust mehr. Die großen Spiegel an den Wänden sind brutal in ihrer naturalistischen Unbestechlichkeit. Laufend gab ich einfach kein gutes Bild ab, fand ich.