Erstellt von: wopper
in Blogs am 14. Juni 2010

Schon die Kleinsten dehnen sich ordentlich, vor dem Start
Traditionell drei Wochen vor dem Marathon in Hamburg, veranstaltet die LG HNF, die Leichtathletik Gemeinschaft Hausbruch – Neugraben – Fischbek, den Halbmarathon „durch das alte Land“.
Um die 700 Teilnehmer finden sich in der Francoper Strasse ein. Fünf und Zehn Kilometer Läufe runden das Programm ab.
Für mich, wie für viele anderen auch, ist dieser Halbmarathon eine Standortbestimmung, die den Trainingsfleiß des Winters offenbart. In den vergangen drei Jahren, konnte ich jeweils eine persönliche Bestzeit laufen, so dass ich frohen Mutes dieses Ziel auch in 2009 anvisierte.
Ich bewege mich am hinteren Ende, der vorderen Drittels oder so, einem Bereich, in dem noch wirklich gekämpft wird und jede Überholung, einem Sieg gleich kommt. Dort finden sich viele T-Shirts ein, die den Träger als Mitglied einer Betriebssportgruppe ausweisen. Entweder wurde dieses Jahr den Mitarbeiter der ehemaligen Landesbank die Teilnahme verboten, weil sie wahrscheinlich Geld in der Fußgängerzone sammeln müssen, oder sie trauen sich nicht mehr, ihren Arbeitgeber zur Schau zu stellen. So fand ich keine Firma, die ich jagen konnte. Der Halbmarathon führt über eine topfebene Wendepunktstrecke, gesäumt von den bekannten Apfelbaumplantagen. Viele Zuschauer finden sich unterwegs nicht. Motivatorischer Höhepunkt des Laufs, ist die Überquerung der vergleichsweise stark frequentierten Landstrasse 235, kurz vorm Wendepunkt. Das Feld ist bereits beträchtlich auseinander gezogen und so ist die Strasse längere Zeit gesperrt. Die Bewohner der alten Lands sind bekannt für ihren sportlichen Fahrstil, nicht dafür, dass viel und gerne laufen. Entsprechend ungläubig stauen sie zunächst über die bunte Läufergruppe. Mit jeder Minute Straßensperrung, fallen dann die Anfeuerungsrufe rustikaler aus.