Erstellt von: oppelnhoppel
in Blogs am 21. Juli 2010
Nachdem ich so lieb aus der Community gebeten wurde: Hier nun mein erster Laufbericht : Halbmarathon beim 7. Gegen den Wind Lauf in Sankt Peter-Ording
Ich hatte zum ersten Mal bei diesem Lauf gemeldet, ihn quasi auf dem Weg nach Sylt „mitgenommen“. Ich hatte nicht speziell auf HM trainiert und wollte einen kleinen Formtest vor Beginn der Vorbereitungswochen für den Berlin Marathon. Ein Angriff auf die PB kam wegen der Hitze nicht in Frage, wollte einfach ein vernünftiges Tempo laufen.
Ankunft in Sankt Peter-Ording zwei Stunden vor dem Start, und der sollte zur schönsten Mittagshitze um 13:15 stattfinden. Schon jetzt brannte die Sonne auf die Zeltstadt am Sportstrand wo sich sonst die Kitesurfer tummeln, kein Wölkchen am Himmel. Startunterlagen abgeholt, einen Rucksack als Giveaway entgegen genommen. Der Veranstalter verzichtet dafür auf Medaillen etc., geehrt werden immer nur die ersten drei jeder Altersgruppe.Vor dem Start noch schön am Strand entspannt und ein wenig warmgelaufen. Ein Gel verdrückt und noch eins am „Mann“ verstaut. Die Sonne brannte… Knapp 200 Starter hatten für den HM gemeldet. Es sollten drei Runden á 7km gelaufen werden und schon vor dem Start labten sich alle am angebotenen Wasser oder wässerten ihr Caps. Ich, wie immer ohne Mütze, habe erstmal einen Becher über dem Kopf geleert. Start im tiefen Sand am Strand, alle taumelten umher und versuchten Tempo aufzunehmen. Dies gelang aber erst als man den festen Boden an der Promenade erreichte. Ingesamt sollten 1,4km im Sand, 10km auf der Promenade und dem Deich, 8,4km im Wald und 1,2km auf dem Holzsteg zum Strand gelaufen werden. In der ersten Rund die Strecke kennengelernen. Außer auf den Waldwegen überall pralle Sonne, drei Verpflegungsstationen und im Wald ging es sehr profiliert über Stock und Stein. Die Cracks schossen davon und ich startete wie immer zu schnell. Kann im Wettkampf einfach nie vernünftig und ruhig starten, lass mich nur zu gerne von der Wettkampfstimmung anstecken. Versuchte einen 5:10 Schnitt und beschloss ihn, solange es ging, zu halten um am Schluss dann langsam zu sterben. Erste Runde alles locker, immer brav getrunken und Wasser über den Kopf gekippt. In der zweiten Runde wurden ein paar Leutchen eingesammelt, aber es wurde hart und härten, die Strecken durch den Sand am Wendepunkt am Start waren der Hammer. Vor der letzten Runde dann die „aufmunternden“ Worte des Moderators: „Da kommt der Stefan, sieht schon recht müde aus, hat aber noch einen schönen langen Schritt, lauf, nur noch 7km dann bist du durch“. Na herzlichen Dank. Sah aber auch aus wie ein begossener Pudel weil ich mich an jeder Tränke duschte. Wer nach 1:40 Std. noch nicht die dritte Runde begonnen hatte, wurde aus dem Rennen genommen - Hitze zu heftig. Da gab es dann einige lange Gesichter, wurde mir hinterher berichtet. Den Cut hatte ich also schon mal überlebt, aber in der zweiten Runde hatte ich auf mein Gel verzichtet, wollte das klebrige Zeug nicht im Mund haben und musste nun in der letzten Runde dafür büßen. Konnte mein Tempo immer seltener halten und litt an den Steigungen im Wald. Auf den letzten 3 km ließ ich mich dann von einem Mitläufer ziehen bis er sich beschwerte. „Lauf endlich vor, zieh du mich mal“. Ok, ok ich gab mein Bestes aber er konnte dann bald nicht mehr folgen, hat mich damit aber zum Endspurt gepusht.;))