Erstellt von: lurch
in Blogs am 18. September 2011
Ich bin ja bekannt dafür, dass ich für jeden Spaß zu haben
bin. 720km. Für`s Frodo-Versägen im Saarland, um dort 500m in der Saar zu
Schwimmen (siehe Olympiasieger-Besieger-Staffel). Für`s Einzelzeitfahren im
Hirschbachtal bei Eschenbach waren es 920km, hier immerhin für 20km Racetrack, und
jetzt also 460km ins Frankenland, um dort beim Triathlon in Feucht – ja die
Stadt heißt wirklich so - zu sehen, was so geht für den Lurch.
Um es Vorweg zu nehmen: ich hab wieder mal einiges an
Erfahrungen dazu gewonnen Der Reihe nach: In Insiderkreisen ist er auch als
Häusiman bekannt. Benannt nach Thomas Häusinger, dem Vorsitzenden des R.C.RadlExpress
und Ausrichters der Veranstaltung. Der Triathlon ist eine Veranstaltung des
Vereines und nur mit einer Einladung kann man daran teilnehmen. Da trifft
es sich gut, dass mein Freund JC Schaal als Exilwestfale dort unten lebt und so
gaaaanz nebenbei letztes Jahr die Veranstaltung gewonnen hat. Er war mein
Leumund als es um meine Einladung ging. Den braucht man auch, denn die Franken
stehen, anders als zum Beispiel die Ruhris oder die Berliner, Neuem nicht von
vorne herein offen gegenüber. Er stellte Quartier - und ich muss sagen, sowas von „all inclusive“
hab ich noch nicht gehabt. Hierfür schon mal ein fettes Danke. Kost, Betreuung
und Logis waren einfach spitze. Wie Anja das mit dem kleinen Carlo auf dem Arm hin bekommt ist mir echt ein Rätsel.
Kurz nach meiner Ankunft schwangen wir uns auf die Räder, JC
wollte mir einen Teil der 28km Radstrecke zeigen. Ganz locker versteht sich und
bei den anstehenden 36°C eine willkommene Abwechslung nach der nervigen
Autofahrerei. Nun, was in der Ausschreibung als „reizvolle Strecke“ beschrieben
war trieb mir schon beim lockeren Radeln die Milchsäure ins Ohrläppchen. Die „leichten
Hügel“ sind steile Rampen, die meinem doch recht massivem Körper alles
abverlangtem. Dazu merke ich noch bescheiden an, dass ich dieses Jahr absolut
wenig Kilometer mit dem Rad unterwegs war, leider, denn das D6 ist einfach schön zu fahren, aber
eine Zahnwurzelentzündung hat mich alleine 13 Wochen beschäftigt und das Training
mehr als einmal über den Haufen geschmissen. Egal, meine Oberschenkel sagten
mir jedenfalls schon beim Einradeln, dass ich mir für`s Rennen besser andere
Beine besorgen sollte. Nach 14km hatte ich genug gesehen um zu wissen, dass es
am Samstag definitiv kein Spaß werden würde.