Wann wechselt man den Trainingsplan?

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Runhalter

Eins vorweg. Ich habe mich noch nicht dazu entschieden, den Plan zu wechseln. Auf Grund einiger individueller Abweichungen stellt sich mir die Frage aber schon.

Zu den Hintergründen. Ich trainiere derzeit für meinen ersten Marathon. Ich laufe am 31.10. in Frankfurt. Ich habe mir einen Plan von Steffny rausgesucht und orientiere mich an einer Zielzeit von 4:45. Mein schnellster 10km-Lauf liegt vier Monate zurück. 53:30. Als ich in den Plan eingestiegen bin, lag meine Jahreslaufleistung bei ca. 800km.

Ich stelle mittlerweile Abweichungen zu Steffnys Plan fest. V.a. aber in den mittellangen Distanzen und den Tempoeinheiten. Da liege ich jeweils 15-30 Sekunden schneller als die "Plan-Pace" und das jeweils an der unteren Grenze des jeweiligen "Pulskorridors".

Update: Mittlerweile stand das erste Intervalltraining auf dem Plan. 3x1.000m mit 4 Minuten Trabpause, eingebettet in einen ruhigen Dauerlauf. Laut Plan sollten die Intervalle bei einer Belastung von 90% gelaufen werden. Das habe ich getan. Die Pace sollte dabei bei 6:00 liegen. Ich lief die Intervalle in 5:08, 5:13 und 4:58.

Was mich aber vom Wechseln abhält sind die langen Läufe. Da halte ich die Belastungsbereiche ein und bin jeweils ca. 5-10 Sekunden schneller. Ich schließe daraus, dass ich in Sachen Tempo und bei mittleren Distanzen schon ganz gute Grundlagen habe. Das deutet für mich darauf hin, dass die noch ausbaufähige Grundlagenausdauer das Maß sein sollte.

Man kann den Plan zwar individuell anpassen. Da ist dann aber Fingerspitzengefühl gefragt. Nur ohne Marathon-Erfahrung ist mir das zu heiß. Weswegen ich mir überlegt habe, die Länge der Einheiten etwas zu erhöhen. Je nach vorgegebener Streckenlänge 5-10% mehr.

Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Gibt es konkrete Indikatoren, die einen Wechsel zu einem schnelleren Plan - bei Steffny wären das 4:20 - nahelegen?

Kommentare (2)Add Comment
Runhalter
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geschrieben von Runhalter, September 06, 2010
Danke Ursula! Ich tendiere zu Deinem Vorschlag :-) Die kürzeren, schnelleren Einheiten orientiere ich am 4:20-Plan und leg sonst ein wenig bei der Länge drauf. Bisher habe ich auch keine Probleme und quäle mich auch nicht. Möchte nur nicht im Gefühl der Sicherheit Gefahr laufen, zu überziehen. Ich seh mal, wie ich mit dem Mix die nächsten drei Wochen zurecht komme. Übernächste breche ich eh etwas mit dem Plan, da der Halbmarathon in Karlsruhe ansteht ;-) Ich bin guter Dinge, den richtigen Mix zu finden. Der Mann mit dem Hammer steht in Frankfurt übrigens kurz vor dem Ziel: http://de.wikipedia.org/wiki/Hammering_Man ;-)
ursula
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geschrieben von ursula, September 06, 2010
Hoert sich an, als ob Du ruhig ein bisschen flexibel sein kannst. Vorgefertigte Trainingsplaene sind ja nun nicht die einzige Wahrheit, es gibt derer viele, und Du brauchst Dich nicht gaaanz fest an einen zu halten. Wenn Du bei Steffny bleiben willst, guck Dir einfach den 4:20er Plan an. Du wirst merken - der ist dem 4:45er Plan sowieso sehr aehnlich. Du kannst ja dann die schnelleren Sachen nach dem 4:20er Plan machen, die langen Laeufe im 4:45er Plan Tempo lassen. Oder Geschwindigkeiten zwischen beiden Plaenen waehlen. Insgesamt ist es sicher wichtiger, die Strecken zu machen, ob das Tempo nun 100% hinhaut, ist nicht so wichtig. Falls sich die Distanzen in beiden Plaenen unterscheiden, wuerde ich die vom 4:20er Plan nehmen, und vielleicht beim Tempo vom 4:45er oder etwas schneller bleiben. Ist alles etwas flexibel - Du bist Mensch, kein Roboter. Die Plaene sind Richtlinie, kein "Gesetz", Du kannst sie auf jeden Fall an Dich anpassen!

Viel Spass beim Training - und beim Marathon!!!
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