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Sportausreden: "Ich habe keine Zeit" – Die große Kunst der kleinen Laufschritte

Geschrieben von: Frank Joung

"Ich würde ja laufen. Aber ich habe leider keine Zeit." Nein, der Klassiker unter den Ausreden gilt nicht. Es reicht schließlich aus, mit kleinstem Zeitbudget anzufangen. Wie aus Ausreden gute Gründe werden. Heute: Wie man die Zeit für Sport findet.

Bahn-Chef Rüdiger Grube sagte in einem Achilles-Interview, dass er mindestens zehn Kilometer laufe - täglich. Top-Manager wie er haben schon mal eine 80-Stunden-Woche. Erstaunlich, dass es beruflich derart stark eingespannte Menschen schaffen, täglich zu joggen. Trotzdem bedienen sich viele Sportmuffel beim Entschuldigungsklassiker.

Ausrede: Ich habe keine Zeit.

Die Zeit ist da. Für jeden. Man muss sie sich nur nehmen. Das klingt nach Motivationsworkshop und Zeitmanagement-Seminar von der Volkshochschule, aber seien wir ehrlich. Wer zu faul zum Joggen ist, ist natürlich erst recht faul, wenn es ums Organisieren des Jogginglaufs geht.

Bei allen Veränderungen gilt: lieber klein anfangen statt Großes vorhaben. "Denn jeder Neuanfang verursacht neue Schmerzen. Bleibe ich dran, dann hilft die Macht der Gewöhnung schon bald, die Anstrengung leichter zu ertragen", sagt Psychologe Volker Kitz. Er rät, lieber fünf Minuten Sport zu treiben als gar keinen. Steigern könne man immer noch.

"Die Kunst der kleinen Schritte bewirkt sehr viel." Wenn Menschen das Gefühl haben, ihr Leben im Griff zu haben, stärke das ihre Selbstwirksamkeit. Vereinfacht kann man sagen: Wer für sich sorgt, ist zufriedener. Es gebe nur ein winziges Hindernis auf dem Weg dorthin, meint Volker Kitz. "Man darf keine Angst haben, dass der Schritt zu klein sein könnte."

Wenig Zeit - kein Problem

Und noch etwas: Nie waren die Angebote so groß, in kurzer Zeit Sport zu treiben. Wenn nicht draußen im Wald, dann wenigstens im heimischen Wohnzimmer. Für Unmotivierte: Auf YouTube gibt es unzählige Fitnessvideos zu Sit-ups, Kniebeugen oder Liegestützen.

Sie dauern meist keine zehn Minuten. Selbst Smartphones helfen beim Sport. Für die App "7 Minute Workout" etwa braucht man nur einen Stuhl, eine Wand und eine Matte - und eben sieben Minuten. Neuester Boom: Aktivitätstracker - Armbänder oder Uhren, die die Alltagsbewegungen in Punkte oder Prozente umrechnen. Manche GPS-Uhr meldet sich sogar von sich aus bei zu viel Passivität: "Zeit für Bewegung" steht dann auf dem Display.

Das Motivierende von Activity Trackern ist die unterschwellige Botschaft: "Integriere den Sport in den Alltag." Wer regelmäßig Fahrstühle und Rolltreppen meidet und stattdessen beschwingt die Stufen hochläuft, sammelt Punkte für Körper und Geist. Netter Nebeneffekt: Am Ende des Tages hat man sogar einen Beweis dafür, dass man aktiv war.

Guter Grund: Klein anfangen statt Großes vorhaben.

 

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