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Keine Lust? Keine Form? – Kein Problem! Wir zeigen euch einfache und praktische Tipps, wie man seiner Unlust den Mittelfinger zeigt. Schweinehund adé, hallo Fitness! Alles ein paar Klicks entfernt.

Schöner Laufen – sechs Tricks, die mich beflügeln

Geschrieben von: Ellen-Jane Austin

Laufen soll ja gesund sein. Bringt aber nichts, wenn man es nicht tut. Manchmal hat man einfach keinen Bock. Auch unsere Redakteurin Ellen-Jane kennt diese Momente der Lauf-Lustlosigkeit. Um sie zu überwinden, hat sie sich kleine Überwindungstricks überlegt, wie sie sich besser zum Sport aufrafft.

Das Laufen ist mein bester Freund. Wirklich! Aber manchmal reizt die Aussicht aufs Laufen so sehr wie eine Flasche Essigreiniger zu trinken.

Meistens gehe ich trotzdem. Nach einigen Jahren des lustlosen Trainings habe ich viele Dinge entdeckt, die es schöner machen. Auf die Einstellung kommt's an. Hier meine Top sechs:

1. Über jedes Wetter freuen (wirklich über jedes)

WetterJ

Kälte, Wind und Regen haben mich früher gerne mal vom Training abgehalten. Aber die Zeiten sind vorbei! Ich bin jetzt knallharte All-Wetter-Läuferin. Neben dem Durchziehen des Trainingsplans hat ungastliches Wetter tatsächlich noch weitere Vorteile: 

  • - Baby, it’s Shopping Time! Man braucht natürlich die passenden Klamotten und Schuhe für jede Wetterlage. Mit einer richtig guten Regenmontur zu laufen ist unerwartet großartig
  • - Mieses Wetter ist ideal für Tempotraining – schließlich will ich schneller zurück ins warme Nest
  • - Die sonst überlaufene Strecke ist wie leer gefegt – nur ich und der Weg – und wenn doch mal jemand auftaucht, grüße ich. Echte Laufhelden müssen zusammenhalten
  • - Spätestens nach dem Lauf fühle ich mich richtig gut – ich bin platt, stolz und ein bisschen beeindruckt von mir selbst. So ein Facebook-Post vom Unwetterlauf kommt jedenfalls viel cooler als das Bild einer grünen Idylle

 

 2. Dem Spaß auf die Sprünge helfen

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Seien wir ehrlich: Laufen kann ziemlich langweilig sein. Vor allem lange Läufe. Und ich meine damit gar nicht den Unterhaltungsfaktor, den man mit Musik, Podcast oder Hörbuch prima steigern kann. Ich meine die Einöde der Routine. Immer dieselbe Runde zu laufen, wird mir recht schnell fad. 

Doch dann las ich irgendwo, dass es helfen soll, rückwärts zu laufen. Nein nicht rückwärtslaufend, sondern die übliche Runde in die entgegengesetzte Richtung zu starten. Jede bekannte Weggabelung wirkte neu, ich nahm Details wahr, die mir vorher nicht aufgefallen waren. (Wobei so ein bisschen echtes Rückwärtslaufen zwischendrin auch Spaß macht, den Rumpf stärkt und die rechte, kreative Gehirnhälfte anregt.)  

Ideal, wenn man mal aus der Puste ist: Balancieren – egal ob auf einem Bordstein, einem Mäuerchen oder einer imaginären Linie – wunderbare Gleichgewichtsübung und man tut was für die Core-Muskeln. 

Auch gut: Um die Wette laufen. Wenn kein anderer Läufer zum Überholen da ist, kann es auch ein Fahrrad sein oder ein Auto, eine Ente auf dem Fluss oder die eigene Pace des letzten Kilometers. Und zack – schon hab ich Intervalltraining gemacht, ohne es zu merken. Und es hat mich davon abgelenkt, dass mir eigentlich langweilig sein sollte. 

Meine Allrounder-Geht-Immer-Geheimwaffe? Hüpfen! Im Hindernislauf über Pfützen oder einfach nur so. Ernsthaft – versuch mal zu hüpfen und dabei keine gute Laune zu bekommen. Das geht nicht! Außerdem ist es super für die Ausdauer. 

3. Farbfreude versprühen

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Wer bekommt bei einer quietsch-gelben Jacke, knall-türkisen Schuhen und porno-pinken Socken keine Lust sich zu bewegen? Ich finde ja, bunte Sachen sehen per se schon schnell aus.

Manchmal, wenn es draußen besonders grau und ekelhaft ist, ziehe ich mich an wie ein Papagei – jedes Teil eine andere Farbe. Es sieht nicht immer für alle stylisch oder hip aus, aber das ist total egal, es macht mir gute Laune.

Wer nicht ganz so bunt drauf ist, kann ja eine schwarze Hose anziehen. Mach ich auch manchmal, aber ich habe mehr Spaß, wenn ich schon beim Loslaufen weiß, dass mich entgegenkommende Läufer einfach anlächeln müssen, wenn sie mich in meinem explodierten Wasserfarbkasten sehen.

 

4. Über die kleinen Dinge freuen 

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Ich bin weder kitschig noch klassisch romantisch veranlagt, aber ich bin ein großer Freund der kleinen feinen Dinge. Wenn ein Blatt tanzend langsam vor mir zum Boden gleitet ...  Wenn die Sonne durch die Sträucher blitzt ... Wenn der kühle Regen über mein aufgeheiztes Gesicht läuft ...

… dann bin ich einfach dankbar. Dankbar, dass ich diese Augenblicke erleben darf. Dankbar, dass ich etwas für mich tue. Es gibt nichts, was mich mehr motiviert oder mir bessere Laune beim Laufen macht.

Wenn ich mal in diesem Dankbarkeitsflow bin, freue ich mich über so ziemlich alles.

Juhu, die Ampel ist grün. Juhu, da sind schon die ersten Gänseblümchen. Juhu, mein Lieblingslied läuft in der Zufallswiedergabe. Juhu, meine Schuhe sind so schön gelb. Juhu mein Fitnesstracker hat Strasssteinchen und glitzert.

5. Den eigenen Rhythmus finden

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Die verschollenen Kopfhörer – mein persönlicher Trainings-Horror! Ohne Musik zu laufen ist für mich fast undenkbar. Neulich meinte eine Freundin, sie könne nicht mit Musik joggen. Das würde ihr den eigenen Rhythmus versauen.

Hmmmm, ja. Ich glaube ich verstehe, was sie meint, aber mir hilft die Musik, den Rhythmus zu finden, den ich haben will.

Schnelle Nummern lassen die Beine fliegen, sanftere helfen beim ruhigen Lauf, nicht zu viel Gas zu geben und eine wild durchgemischte Playlist kann spielerisch zum Intervalltraining führen.

Und Musik kann so viel mehr. Die richtigen Melodien, der richtige Groove, der richtige Texte zum passenden Zeitpunkt können einen unglaublichen Auftrieb bieten. Musik kann sogar den Therapeuten spielen.

Wenn ich zum Beispiel etwas besch ...eidenes erlebt habe, höre ich „Over And Done With“ auf Single-Repeat. Der Song von "The Proclaimers" kommt rotzig daher und erzählt Geschichten unangenehmer Ereignisse, welche im Refrain mit „It’s over and done with“ (Es ist aus und vorbei) aufgehoben werden.

Einfach einen eigenen Text – muss sich nicht reimen – zum eigenen Problem erfinden, dazu singen und dann im Refrain richtig losgrölen. Ok, man wird vielleicht ab und an ein wenig schräg angesehen, aber dafür fühlt man sich danach unglaublich befreit. 

6. Zum Superhelden werden 

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Wenn mich jegliche Motivation verlässt und ich schon im Schlabber-Pulli auf dem Sofa Schokokekse vernichte, hat mein bester Freund, das Laufen, noch einen letzten Joker. Ich werde zum Superhelden!

Ich bin also schon im Schlabberpulli? Die Kekskrümel zieren meine Mundwinkel? Dann bringt es jetzt auch nichts aufzustehen – muss ich wohl zu Hause bleiben. HA! Gar nichts muss ich! Aber ich kann!

Kaum läuft „Cartoon Heroes“ von "Aqua" an, schmeiße ich mich schnell wie ein Blitz in mein Super-Helden-Outfit  – aka die Laufklamotten. Denn ich bin „Trotzgirl“!  Ich trotze dem grausigen Unwetter, den Gefahren der Dunkelheit und ja sogar dem gemütlichen Sofa! 

 

Zur Person: Ellen-Jane Austin ist leidenschaftliche Läuferin in Teilzeit, Musik-Junkie, Foodie und Redakteurin bei Achim Achilles. Wenn sie nicht als rasende Reporterin unterwegs ist, schreibt sie Songs mit einem befreundeten Pianisten oder arbeitet an ihren Buch-Projekten. Ihr erster Roman Kopfradio erschien im Sommer 2015 (Affiliate-Link). 

 

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