Zehn Songs zur Rettung der guten Vorsätze

Geschrieben von: Ellen-Jane Austin

Der Jahreswechsel steht kurz bevor – und seien wir ehrlich: Es wird wieder nichts mit den guten Vorsätzen, oder? Es sind zu viele, wir können sie uns kaum merken - außer wir haben Lieder, die uns daran erinnern. Hier sind zehn Songs, die motivieren.

1. Im Hier und Jetzt leben - "The Time Is Now", Big Little Lions (2014)

Vorsätze scheitern oft daran, dass die Ziele zu hochgesteckt sind. Es muss immer gleich das ganz groĂźe Ding sein. Doch die glorreiche Fantasie-Zukunft beginnt einfach nie. Lassen Sie die Zukunft jetzt beginnen. "The Time is now" singt das kanadische Songwriter-Duo Big Little Lions. Es kann so einfach sein. Kleine Schritte statt groĂźer Vorhaben. So kommt man vielleicht sogar schneller ans Ziel.

2. Mehr hĂĽpfen - "HĂĽpfen hier und dort und ĂĽberall", Gummibärenbande Titelsong (1985)

Hüpfen macht wach. Hüpfen stärkt den Kreislauf. Und vor allem macht Hüpfen einfach Spaß. Bei der Songauswahl zu diesem Thema gab es ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Serien-Titelsong der "Gummibärenbande" und "Jump" von Kris Kross. Die Hymne der Gummibären macht aber mehr Laune, transportiert das Gemeinschaftsgefühl besser und ist der penetrantere Ohrwurm. Bounce, baby.
 

3. Ă–fter mit dem Rad fahren - "Bicycle Race", Queen (1978)

Während Queen 1978 das Album "Jazz" im schweizerischen Montreux aufnahm, schrieb Freddie Mercury den Song "Bicycle Race" - inspiriert durch die Tour de France, die durch den Ort fuhr. Eine Theorie besagt, dass der Song eigentlich von Mercurys Bisexualität handelt. Aber egal, ob es nun um Sex geht oder den generellen Drang, Dinge zu tun, auch wenn sie anderen nicht gefallen - der Song hebt die Stimmung. Tipp: Immer an regnerischen Tagen hören, wenn die Frage "Rad oder Auto" ansteht.

4. Die Finanzen in Ordnung bringen - "Bills", LunchMoney Lewis (2015)

Jeder ist mal genervt von der Arbeit. Und jeder hat das Gefühl, er hätte eigentlich mehr verdient: mehr Respekt, mehr Lohn. Die Wahrheit ist: Man muss arbeiten, um die Rechnungen zu bezahlen. Dass das nicht so langweilig klingt, wie es sich anhört, haben wir LunchMoney Lewis zu verdanken. Sein fröhlich-naiver Ansatz auf tanzbaren 126 Beats pro Minute bringt Elan in das nervtötende Thema Geld und Finanzen. Laut aufdrehen, und dann beschwingt und neu motiviert an die Arbeit gehen.

5. Mehr Obst essen - I Like Bananas (Because They Have No Bones), The Hoosier Hotshots (1941)

Noch ein Klassiker-Vorsatz: Mehr Früchte. Aber warum war Obst noch mal so gesund? Weil sie keine Knochen enthalten. Aha. Die komödiantische Countryband The Hoosier Hotshots brachte den Song "I like Bananas" 1941 heraus. Das Video ist ein Bananen-Imagefilm für Chiquita. Darin erfährt man, wie leicht verdaulich die Banane ist, welche Vitamine sie liefert und einiges mehr an 'unnützem' Wissen. Also, ran an die … Banane. Von einer bestimmten Marke muss die aber nicht sein.
 

6. Weniger Drogen nehmen - "Marihuana ist nicht gut", Helge Schneider (2002)

Am Multiinstrumentalisten Helge Schneider ist ganz klar ein Streetworker verloren gegangen. Niemand verpackt politisch korrekte Botschaften so musisch-eloquent und authentisch wie er. "Marihuana, dat ist Mist. Tu ma lieber die Möhrchen." Da gibt's nicht mehr viel zu sagen. Recht hat er.

7. Delegieren lernen - "Selber machen lassen", Deichkind (2015)

Wenn man will, dass etwas gut gemacht wird, muss man es selbst machen? Unsinn. Eher so: "Wenn man komplett ĂĽberlastet sein will, muss man alles selbst machen." Deichkind macht es richtig. Die Kreativ-Combo holte sich fĂĽr den Song und das Video Hilfe von Musikerkollegen. Darunter: Campino, Fettes Brot, Jan Delay, Inga Humpe, Jennifer Rostock, Kraftklub, Materia, MC Fitti und Smudo. "Do it yourself ist out." Bye, bye Burnout. Lieber selber machen lassen.

8. Weniger lästern - "Lasse Redn", Die Ă„rzte (2008)

Menschen zerreißen sich das Maul, lästern und pöbeln. Auf der Straße, im Internet, überall. Aber es sind nicht immer die anderen, die meckern, jammern und nölen. Die meisten von uns haben schon mal einen negativen Kommentar unter einem Facebook-Post hinterlassen oder hinter dem Rücken über andere geredet. Kein feiner Zug, stimmt. Deswegen: Schluss mit dem nichtigen Gerede. Lieber Musik hören!

9. Sonnencreme benutzen - "Everybody Is Free to Wear Sunscreen", Baz Lurman (1999)

Der Ratgeber-Hit, der es in einigen Ländern wie GroĂźbritannien und Kanada zur Nummer eins schaffte, basiert auf einer Zeitungskolumne in der "Chicago Tribune". Der Artikel der Journalistin Mary Schmich richtet sich primär an junge Menschen und gibt viele Tipps, wie man im Leben glĂĽcklich werden kann. Die Autorin sagt, sie sei darauf gekommen, als sie ein Mädchen beim Sonnenbaden sah und hoffte, dass sie Sonnencreme benutzt hatte - anders als sie selbst in ihrer Jugend. "Tu jeden Tag etwas, wovor du Angst hast" ist eine der Botschaften - und immer schön an die Sonnencreme denken.
 

10. Auch mal loben - "You Fckn Did It", Jason Mraz (2011)

Immer dieser Stress. Arbeit, Familie, sogar in der Freizeit, beim Sport. Durchgehend. Und so wenig Anerkennung. Niemand, der einem auch mal auf die Schulter klopft und sagt. "Du hast es verdammt noch mal geschafft!". FĂĽr dieses Jahr vergessen wir das Motto "Nicht gemeckert ist gelobt genug" und teilen unseren Mitmenschen mit, wenn sie etwas gut gemacht haben. Ab und zu kann es auch helfen, sich selbst im Spiegel ins Gesicht zu brĂĽllen: "Das hast du sehr, sehr gut gemacht". Dazu laut den Refrain mitsingen - und bloĂź das "Yeah" nicht vergessen.

 

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