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Dehnen schützt nicht vor Verletzungen

Geschrieben von: Frank Joung

Am Dehnen scheiden sich die Geister. Die einen halten es für gänzlich unverzichtbar, die anderen für total überflüssig. Und jede der Parteien kann aus einem großen Fundus an wissenschaftlichen Studien schöpfen, die ihre jeweilige Position untermauern.

Jetzt sorgt eine weitere Studie aus den USA für erneute Diskussionen. Im Auftrag des amerikanischen Leichtathletikverbands USATF haben Forscher 3000 Läufer drei Monate lang beobachtet. Eine Gruppe hat sich vor dem Laufen gedehnt, die andere Gruppe nicht. Das Ergebnis: Dehnen schützt nicht vor Verletzungen.

Es kommt darauf an, was ein Läufer gewöhnt ist

Doch was zunächst so eindeutig klingt, ist dann doch etwas schwammig: Denn die Wissenschaftler fanden auch noch heraus, dass es auch darauf ankommt, was der Läufer gewöhnt ist. Das Verletzungswahrscheinlichkeit verdoppelte sich nämlich dann, wenn Athleten plötzlich aufhörten, ihrer regelmäßigen Dehn-Routine nachzugehen. Demnach hat Alan Roth, Leiter der Studie, folgenden einfachen Rat für Läufer: "Wenn Sie sich vor dem Laufen immer dehnen, sollten Sie es weiterhin tun."

Überraschend war auch, dass Aspekte wie Alter, Geschlecht, Laufleistung, Lauferfahrung, Beweglichkeit oder Aufwärmpraxis keinen bedeutenden Einfluss auf das Verletzungsrisiko hatten. Lediglich Gewicht und Vorverletzungen – und eben die normale Dehn-Routine – hatten einen Ausschlag.

Dehnen bleibt also weiterhin eine Glaubensfrage.

 

 

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