17 Juni 2010 02:00
Die Kälte hat Deutschland fest im Griff - da ist es besonders wichtig, sich beim Sport richtig aufzuwärmen. Zwei Experten sagen, was Läufer beachten sollten.
Sportverletzungen liegen auf Platz zwei aller Unfälle, nur im Haushalt passiert noch mehr. Der Grund: "Gerade Hobbysportler wärmen sich nicht richtig auf und verlangen sich dann zu viel ab", sagt Sportwissenschaftlerin Uta Dreykluft von der Techniker Krankenkasse.
Damit der Sport mit Spaß und ohne Schmerzen abläuft, empfiehlt die Expertin ein angemessenes Training: "Zu jeder Sporteinheit gehört das Aufwärmen und danach auch das so genannte Cool-Down dazu, bei dem man sich wieder abwärmt." Zunächst bringt man den Kreislauf in Schwung, bis der Körper auf "Betriebstemperatur" läuft. Dann sollte der Sportler seine warmen Muskeln vorsichtig dehnen. Das ist auch nach dem Sport noch einmal wichtig: "So kann sich der Körper schneller wieder erholen und es kommt weniger oft zu einem Muskelkater", erklärt die Sportwissenschaftlerin.
Wer sich gerade im Winter nicht richtig aufwärmt, gefährdet seine Muskeln: Sie sind nicht geschmeidig und können schneller reißen. "Schnee und Eis verursachen beim Laufen eine ungewohnte Belastung, die schmerzlich enden kann", sagt Lauftrainer Piet Könnicke. Ein erster Warnhinweis ist ein Muskelkater am nächsten Tag. Wird der Muskel akut oder chronisch überfordert, kann es sogar zum Muskelfaserriss kommen.
Verletzungen vermeiden Sportler auch durch ein ausgewogenes Training: "Man sollte die Muskelgruppen gleichmäßig fordern. Konkret heißt das, dass beispielsweise nicht nur eine straffe Bauchmuskulatur, sondern auch ein starker Rücken den Oberkörper entlasten", so Sportwissenschaftlerin Dreykluft. Auch Trainier Könnicke empfiehlt Läufern ein begleitendes Kraft- und Stabisilationstraining.

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Laufen im Winter |
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