Achim Achilles empfiehlt:Keine Ausreden: Die besten Tipps, Tricks und Regeln für den sicheren Winterlauf. |
21 Juni 2010 02:00
An alle Lauf-Novizen: Es wird Zeit, sich zu kleiden wie ein Läufer, findet Anfänger-Versteher Piet Könnicke. Er gibt Tipps für den ersten Einkauf im Laufladen und macht Mut für die nächste Trainingsrunde.
Drei Mal warst Du nun schon unterwegs. Laufen! Fühlt sich doch gar nicht so schlecht an, oder? Falls Du nun daran denkst, dich nicht nur regelmäßig zu bewegen wie ein Läufer, sondern dich auch wie ein Läufer einzukleiden –hier sind ein paar Tipps für den Einkauf.
Wichtig sind gute Schuhe. Es gibt unterschiedliche Lauftypen – allein Gewicht und Körpergröße bestimmten zum Teil, wie ein Laufschuh beschaffen sein sollte. Hinzu kommt die Fußstellung, das heißt, wie man beim Laufen den Fuß aufsetzt – eher nach innen oder nach außen, mehr auf dem Vorfuß oder eher auf der Ferse. Eine Laufbandanalyse in einem guten Sportgeschäft gibt da ausreichend Aufschluss. Und ein guter Verkäufer weiß, zu welchem Modell er raten soll. Es hilft auch, ein altes Paar Schuhe mitzunehmen, denn anhand des Abriebs der Sohle lässt sich bereits erkennen, was gebraucht wird. Und: Laufschuhe müssen passen, die Optik ist – okay, nicht ganz unwichtig – aber zweitrangig.
Beim Kauf der Laufsachen solltest Du bedenken, dass das Frühjahr vor der Tür steht. Also sind Shirts, Tights und Jacken für die Übergangszeit nicht verkehrt. Bei der Erfahrung der vergangenen Wochen mit Schnee, Eis und Minusgraden denkst Du vielleicht eher an eine Winterausrüstung; das ist auch nicht verkehrt – es lohnt sich aber, schon jetzt auf Schnäppchenjagd zu gehen. Zahlreiche Anbieter haben bereits reduzierte Angebote im Sortiment.
Aber egal ob Winter oder Frühjahr – wenn Du dich entschlossen hast, fürs Laufen Geld auszugeben, achte darauf, Funktionskleidung zu kaufen. Atmungsaktive, wind- und wasserabweisende, Schweiß transportierende Laufsachen sind einfach angenehm zu tragen und sorgen für ein gewisses Wohlbefinden beim Laufen.
So manch erfahrener Läufer hat sich gescheut, bei Dunkelheit, Schnee und Kälte zu laufen. Es kostete in den vergangenen Wochen durchaus Überwindung, rauszutreten und den widrigen Bedingungen zu trotzen. Wenn Du trotz allem tapfer unterwegs warst – vielleicht fluchend, zweifelnd und nach dem Sinn fragend –, dann sei dir hier versichert: Es hat sich gelohnt und wird sich auszahlen. Denn im Winter werden Athleten gemacht. Gehe also mutig die nächste Einheit an.
Das Ziel: 40 bis 45 Minuten laufen mit einer leichten Endbeschleunigung! Wenn Du auf deiner inzwischen vertrauten Runde unterwegs bist, dann mache die erste halbe Stunde nichts anders als bisher. Laufen ist Routine! Laufen ist eine Konstante, an der man sich festhalten kann! Die Standardrunde ist eine Vertraute in einem abwechslungsreichen Alltag! Das solltest Du dir bewusst machen und genießen.
Die letzten fünf Minuten deines Tagespensums forderst Du dich dann etwas mehr: Erhöhe mit Gefühl das Tempo, halte dieses und finde dabei einen guten Rhythmus. Erschrecke nicht, wenn der Atem etwas schneller wird und der Pulsschlag kräftiger – schließlich läufst Du ja auch flotter. Fühle dich gut dabei und beende deine Runde in höherem Tempo, als Du es bisher getan hast.
Auf geht's auf die zweite Runde!

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