01 Juli 2010 02:00
Wegen extremer Wetterbedingungen endete in England ein Bergmarathon im Chaos. Läufer verbrachten die Nacht in Zelten und auf Bauernhöfen. Die britische Luftwaffe suchte die Strecke nach Vermissten ab.
Rund 2500 Läufer waren am Samstag zum "Original Mountain Marathon" im britischen Nationalpark Lake District gestartet. Dann stürzten die schlechtesten Wetterbedingungen seit 40 Jahren den Extremmarathon ins Chaos.
Heftiger Regen, Überschwemmungen und starke Winde zwangen die Starter, in Schulen und Bauernhöfen Unterschlupf zu suchen. 1700 Läufer verbrachten die Nacht in Zelten, 300 retteten sich in eine Schiefermine.
Am Sonntag startete ein Hubschrauber der britischen Luftwaffe, um auf der 80-Kilometer-Strecke nach Marathonis zu suchen. Nach Informationen der BBC konnten inzwischen alle vermissten Sportler geborgen werden.
Zwölf Menschen wurden teils mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht, so die Rettungskräfte. Ein Offizier der Luftwaffe berichtete, dass eine Teilnehmerin fast in einem überschwemmten Fluss ertrunken wäre. Andere Läufer hätten die Frau jedoch aus den Fluten ziehen können.
Der Mediziner Dr. Dirk Pajonk erklärt im Interview, welchen Gefahren die Läufer in England ausgesetzt waren.
Mehr Informationen und einen Film, den ein Teilnehmer während des Laufs gedreht hat, gibt es bei der BBC.
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