01 Juli 2010 02:00
Drama beim Detroit-Marathon: Drei Läufer starben am Sonntag auf der Halbmarathon-Distanz. Mögliche Ursache: Temperaturen jenseits des Gefrierpunkts.
Seine Familie ist sich sicher: Daniel Langdon war gut vorbereitet für den Halbmarathon. Der 36-Jährige, Vater von drei Kindern, war kein Laufanfänger, als er zusammen mit über 19.000 anderen Läufern an den Start des diesjährigen Detroit-Marathons ging. Doch das Rennen nahm einen schrecklichen Lauf.
Langdon brach um kurz nach neun Uhr an einer Verpflegungsstation zusammen. Kurz darauf war der Bauarbeiter tot, berichten die "Detroit News". "So weit wir wissen, war er bester Gesundheit", sagte Langdons Schwiegervater gegenüber der Zeitung. Doch jetzt ist Langdon einer von drei Toten, die einen Schatten auf die amerikanische Läuferszene werfen.
Um 9:17 Uhr lief Jon Fenlon ins Ziel – wenige Augenblicke später kollabierte der 26-Jährige und starb. Eine Minute zuvor war Rick Brown zusammengebrochen, zwischen Kilometer 17 und 18 schlug er mit dem Kopf auf den Asphalt. Im Krankenhaus erlag der 65-Jährige kurz darauf seinen Verletzungen, berichtet CNN.
"Das Geräusch, als er auf den Boden krachte, war grauenhaft", sagte eine Augenzeugin den "Detroit News". Es habe gewirkt, als hätte der Mann zuvor einen Herzinfarkt gehabt. Die Temperaturen lagen zum Start des Rennens bei minus zwei Grad. Die Rennärztin schloss daher Unterkühlung als Todesursache nicht aus. Mit ihrem Team hatte sie versucht, die kollabierten Sportler wieder zu beleben. "Wir haben getan, was wir konnten", sagte sie den "Detroit News".
Bereits 1994 war beim Detroit-Marathon ein Läufer gestorben. Ein Sprecher der Veranstaltung sagte, man plane zwar vorerst keine Änderungen in der Organisation des Wettkampfs, werde sich aber mit Medizinern beraten.

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