09 Juli 2010 02:00
Des Läufers größte Gegner sind nicht Formtief oder Verletzung, sondern: Tiere. Hierzulande ärgern wir uns über Hunde, Wildschweine, manchmal sogar Greifvögel – was aber harmlos klingt, wenn man liest, was sich anderswo abspielt.
"Mit seinem männlichen Stolz in höchster Alarmbereitschaft, begann es mich zu umkreisen" – die Polizeibeamten von Tennant Creek, Nord-Australien, hatten vergangene Woche wiederholt aufgeregte Joggerinnen am Telefon. Die Frauen fühlten sich durch ein ralliges Känguru belästigt, dass in der Nähe der kleinen Gemeinde sein Unwesen trieb, mitten im australischen Outback.
Eine Frau drehte gerade ihre morgendliche Runde, als ihr das Tier begegnete. "Es gab keinen Zweifel, was es wollte, das geile alte Ding", sagte sie der Zeitung Northern Territory News. Die Frau schrie auf das "einschüchternde" Tier ein und versuchte es mit Handbewegungen zu vertreiben. Doch das Känguru machte sich erst aus dem Staub, als Spaziergänger auftauchten. Die Polizei will die Situation nun weiter beobachten.
Australiens Läufer haben immer wieder ungemütliche Begegnungen mit den eigentlich harmlos wirkenden Beuteltieren. Erst im März war ein Jogger in der Nähe von Canberra von einem Känguru K.O. geschlagen worden und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Tödliche Messerattacke auf Läuferin im Wald
Rentner mit Walking-Stock verprügelt

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