09 Juni 2010 02:00
Piyush Gudka lief bereits Marthons in der ganzen Welt, im Herbst startet er in Frankfurt (Foto: Commerzbank Frankfurt Marathon).
Der Inder Piyush Gudka wuchs als kleiner Junge in Kenia auf und hatte lange nichts mit Laufen am Hut. Jetzt hat er bereits mehr als 20 Marathons gefinisht, im Herbst startet er beim Frankfurt-Marathon.
Hallo Piyush! Erzähle uns über Deine Entwicklung zum Marathonläufer. Welche Motive hattest Du?
Piyush Gudka: Ich war vom jungen Alter an eine sportliche Person, aber die Art der Ausdauer, die man für das Marathonlaufen benötigt, war für mich eine große Herausforderung. Mich motivierte, wie es Menschen schafften, eine längere Strecke ohne größere Schwierigkeiten zu absolvieren. Direkte Vorbilder hatte ich nie. Ich lebte zwar in Kenia, wo die besten Mittel- und Langstreckenläufer der Welt herkommen, aber sie leben und trainieren auf dem Hochland. Als ich nach Großbritannien gezogen bin, hatte ich eine weitere Erfahrung, die mich stärker gemacht hatte. Es war der Winter. Ich hatte noch nie zuvor so etwas erlebt. Das Laufen in kurzen Hosen in der Kälte war zunächst schwierig, motivierte mich aber sehr. Der Langstreckenlauf kam durch Zufall, als ich 38 war. Ein sehr guter Freund, Adrian Jones, ermutigte mich, einen Marathon zu laufen und mein Schicksal war es, den London-Marathon im Jahr 1994 zu laufen. Es war ein einmaliges Erlebnis.
Was ist das Einzigartige für Dich am Marathonlauf?
Mir gefällt die Tatsache, dass der Marathon ein Rennen ohne Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Vorurteilen, Nationalität und Hass ist, wo jeder als Gleichberechtigter startet und als Sieger beendet. Marathon ist die einzige Sportart der Welt, wo jeder Teil in einem Rennen mit der Elite laufen kann - es ist ein Ereignis für alle, die Elite, die Breitensportler, die Sponsoren oder die Charity-Partner. Es gibt so viel Kameradschaft während der gesamten Veranstaltung.
Du bist bereits Marathons überall in der Welt gelaufen ...
Es gibt für jeden dieser Marathons verschiedene Gründe: 16-mal in London, New York 1994 und Florenz 2008 jeweils zum 25. Jubiläum, Berlin 2008 zum 35. Jubiläum, Boston 1996 zum 100. Jubiläum. Für Dublin 2005 bereitete ich eine Frau aus Irland auf ihren ersten Marathon vor. In Sao Paolo, Gold Coast, Chicago, Amamgasaki, Cape Town und London bin ich in weniger als elf Monaten die bekanntesten Marathons aller sechs Kontinente gelaufen.
Jetzt läufst Du in Frankfurt. Warum?
Ich habe sehr viel über den sehr gut organisierten Marathon gelesen und die Möglichkeit, über einen roten Teppich in die Festhalle einzulaufen. Das ist das außergewöhnliche Highlight des Frankfurt-Marathons. Ganz ehrlich, ich konnte nicht bis zum 30. Jubiläum im nächsten Jahr warten, deshalb muss ich bereits diesen Oktober kommen, um diesen tollen Zieleinlauf erleben zu können.
Als welchen Läufertyp würdest Du Dich bezeichnen?
Meinen ersten Marathon lief ich in 3:49 Stunden. Ich hätte bestimmt einen Marathon unter drei Stunden absolvieren können, aber meine Hingabe als Trainer an der Beteiligung und Führung so vieler Menschen wie möglich in diese wunderschöne Freizeitbeschäftigung war weit größer. Daher würde ich sagen, dass ich wahrscheinlich ein guter Motivator bin und die Menschen ermutigen kann, ihr wahres Potenzial zu verwirklichen. Meine Erstläufer sagen über mich, dass ich hart und anspruchsvoll bin, da ich oft sehr anspruchsvolle Strecke auswähle. Jedoch sind sie die Ersten, die nach dem Überqueren der Ziellinie mich umarmen und mir danken wollen.
Abschließend möchten wir etwas über Deine Motivations-Tipps erfahren.
Die Leute haben alle unterschiedliche Weisen, sich während eines Marathons zu motivieren. Meine Marathonmotivation lautet: PEACE.
Participating in the race - Die Teilnahme am Rennen
Enjoying the fantastic atmosphere – Die fantastische Atmosphäre genießen
Accomplishing “mission impossible” – Die "Mission Impossible" vervollständigen
Collecting lots of money for charities - Viel Geld für wohltätige Zwecke sammeln
Endurance achievement of a lifetime – Das Lebenswerk Ausdauer
"Wir Läufer sollten unser Glück teilen"

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