16 Juni 2010 02:00
Läufer tragen so viel Technik durch den Park wie einst Neil Armstrong auf dem Mond. Von A wie atmungsaktiv bis Z wie Zipper: Ein kleiner Sprachführer durch das Fachchinesisch der Sportartikelhersteller.
Atmungsaktiv: Bezeichnet den Feuchtigkeitstransport und steht für die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Materials. Läufer erwarten oft Wunderdinge von atmungsaktiver Kleidung. Deshalb wird der Begriff aus Marketinggründen oft auf die Klamotten gedruckt. Davon sollte man sich aber nicht beeindrucken lassen. Denn selbst Jeans und Baumwoll-Shirt lassen sich als atmungsaktiv klassifizieren.
Base layer: Klingt aufregend nach Techno-Club, bezeichnet aber in der Regel wenig sinnliche Funktionsunterwäsche.
Elasthan: Eine besonders dehnbare Faserart, die Läufer vor allem in der Unterwäsche und in den Tights tragen.
Fleece: Hat eine hohe Isolationswirkung und bezeichnet Webpelz aus Polyester. Fleece gilt als atmungsativ, trocknet schnell und hält die Körperwärme. Lädt außerdem zum Gekuschel im Startblock ein.
Hydrophob und hydrophil: Wasser abweisend bzw. anziehend.
Kompression: Kompressionsbekleidung – zum Beispiel spezielle Socken oder Wäsche – übt sanften Druck auf verschiedene Körperstellen aus. Dadurch soll Stabilität erzeugt und die Muskelaktivität gesteigert werden.
Membran: Hauchdünne Folie aus Kunststoff, die Läufer überwiegend in ihrer Oberbekleidung tragen. Durch ihre Poren dringt zwar Wasserdampf von innen nach außen, Regentropfen perlen dagegen von außen ab.
Mikrofaser: Bezeichnet Stoffe aus besonders dünnem Garn. Mikrofasern gelten als viermal feiner als Baumwolle, dreimal feiner als Wolle und auch feiner als Seide. Ein Gramm Mikrofaser hat eine Länge von 10 km.
Smart Clothes: Darunter versteht man Kleidung mit intelligenten Funktionen. Meist sind damit elektronische Komponenten gemeint, zum Beispiel integrierte MP3-Player.
Soft Shell: Kein Begriff vom Management-Seminar, sondern Bezeichnung einer Stoffqualität, die die äußere und mittlere Bekleidungsschicht einer Jacke kombiniert. Solche Jacken gelten als besonders elastisch und platzsparend. Ihr Gegenstück sind Hard Shells, schwere Wind- und Regenjacken.
Wassersäule: Hört sich nach Kneipen-Jargon an, bezeichnet aber die Maßeinheit zur Bestimmung der Wasserdichtigkeit von Stoffen. Gemessen wird der Druck, bei dem die ersten Tropfen durchs Gewebe treten. Ab einer Wassersäule von 1,3 Metern gilt ein Stoff als wasserdicht. Kann man ja mal zum Ende einer Sauftour ausprobieren.
Windchill-Effekt: Hat nix mit bekifften Surfern zu tun, sondern bezeichnet Temperaturen, die durch Wind kälter empfunden werden als sie tatsächlich sind. Deshalb haben manche Laufjacken eine Windstoppermembran.
Zipper: Reißverschluss der Laufbekleidung. Flache, leichte, wasserdichte Zipper sind für Läufer am besten geeignet.
Silbersocken-Test – das Fazit der Leser

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