02 November 2010 00:00
Ernährung
Bei Zimt denkt jeder sofort an Weihnachten. Achilles-Doc Wolfgang Feil aber schwört auf die gesundheitliche Wirkung von Zimt. Er verwendet es sogar in der Arthrose- und Sportverletzungs-Therapie. Hier gibt er Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Warum ist Zimt gesund?
Zimt hat mehrere hundert Substanzen, die gut sind für Ihre Gesundheit. Besonders hervorzuheben dabei: das Polyphenol MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer), welches direkt an den Insulinrezeptoren wirkt und den Blutzucker senkt. Darüberhinaus verbessert Zimt den Blutfettspiegel (Senkung der Triglycerid-, LDL-Cholesterin- und Gesamtcholesterinwerte), regt den Kreislauf an und schützt die Blutgefäße. Ich verwende Zimt darüber hinaus besonders wegen seiner entzündungs- und schmerzsenkenden Wirkung in der Arthrose- und Sportverletzungs-Therapie.
Dr. Wolfgang Feil ist promovierter Biologe und Ernährungsberater zahlreicher Spitzensportler. Zu seinen Kunden gehören die Bundesligaspieler der TSG 1899 Hoffenheim, die Triathleten Jan Frodeno und Michael Göhner sowie Langstreckler Falk Cierpinski. Hobbysportlern ist er bekannt als Autor des Bestsellers "Die Lauf-Diät" (Südwestverlag 2009). Mehr von ihm auch auf: www.dr-feil.com.Reicht es, wenn ich nur zu Weihnachten Zimt zu mir nehme?
Bei Zimt, denken wir sofort an leckeres Gebäck zur Weihnachtszeit, klar. Zimt sollten wird jedoch ganzjährig genießen.
Wie viel Zimt kann ich einnehmen?
Um den Zimteffekt zu nutzen, sollten Sie täglich mindestens einen Gramm Zimt zu sich nehmen. Ich empfehle, täglich einen halben Teelöffel Zimt zu essen. Bereits nach 40 Tagen wird der positive Effekt eintreten.
Ich habe gehört, dass Zimt schädlich sein soll. Stimmt das?
Dieser Einwand kommt in meinen Vorträgen jedes Mal. Es stimmt, dass vor Zimt gewarnt wird. Ich empfehle Zimt aber dennoch. Mit der Zimt-Warnung steht Deutschland in Europa nämlich ziemlich alleine dar – in den USA hat Zimt den Lebensmittelstatus GRAS (general recognized as safe = Lebensmittel ohne Verzehrsbeschränkung). Daher sind auch die alljährlichen vorweihnachtlichen Zimt-Warnungen vom Bundesverband für Risikobewertung (BfR) unbegründet. Von renommierten Gesundheitspublizisten, wie etwa Diabetesberater Sven-David Müller-Nothmann, wird deshalb schon seit Jahren die Rücknahme dieser Forderung gefordert – bislang leider ohne Erfolg.
Welche Inhaltsstoffe im Zimt gelten als bedenklich?
Im Zimt stecken Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Cumarine. Bei Arzneimitteln wurde nachgewiesen, dass Cumarin die Leber schädigen kann. Da sich die Cumarine aus Zimt und Arzneimitteln unterscheiden, können die Nebenwirkungen der cumarinhaltigen Arzneimittel nicht auf Zimt übertragen werden. Es gibt keine einzige Studie, die dem Zimt eine schädigende Wirkung nachgewiesen hat.
Warum wird von deutschen Behörden trotzdem vor Zimt gewarnt?
Aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage, drängt sich die Vermutung auf, dass die Zimtwarnungen der deutschen Behörde massiv durch die deutsche Pharmalobby geprägt wurden. Zimt kann nämlich zum deutlichen Einsparen von blutzuckersenkenden und blutfettsenkenden Medikamenten beitragen oder diese Medikamente ganz ersetzen.
Wie viel Zimt erlaubt mir die Behörde?
Die Obergrenze für den Zimtverzehr nach deutscher Behördenmeinung liegt pro Jahr bei ca. 600g Zimt (ganz normaler handelsüblicher Cassia-Zimt). Ein halber Teelöffel Zimt pro Tag entspricht ungefähr 1,6 Gramm. Das ist also selbst nach deutscher Behördenmeinung völlig in Ordnung.

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