20 Mai 2011 00:00
Ernährung
Für viele ist Tofu nur ein wabbelige, nach nichts schmeckende Masse. Dabei steckt viel mehr in dem Sojaprodukt, als viele meinen, sagt Ernährungsexperte Dr. Wolfgang Feil. Tofu hält schlank, schützt vor Krebs, Demenz und: kann sogar schmecken.
Vor Jahren war Tofu den meisten Deutschen kein Begriff. Für viele Vegetarier aber entwickelte sich die weiß-wabbelige Masse schnell zu einem wichtigen Eieweißlieferanten. Man muss nur wissen, wie man ihn zubereitet. Aber was genau ist Tofu?
Tofu ist eine besonders hochwertige Soja-Quark Masse, bestehend aus Sojabohnen, Wasser und Salz, so hochwertig, dass Tofu sich einen oberen Rang in der Liste der gesündesten Lebensmitteln der Welt redlich verdient hat.
Abends sollten Sie weniger Nudeln, Brot und Kartoffeln essen, damit Sie Ihre schlanke Linie bewahren. Statt der Kohlenhydrate sollten Sie dann verstärkt Lebensmittel essen, die Eiweiß enthalten. Ein höherer Eiweißanteil führt zu einem besseren Sättigungsgefühl. Eine gute Alternative zu Fleisch stellt hier Tofu dar.
Dr. Wolfgang Feil ist promovierter Biologe und Ernährungsberater zahlreicher Spitzensportler. Zu seinen Kunden gehören die Bundesligaspieler der TSG 1899 Hoffenheim, die Triathleten Jan Frodeno und Michael Göhner sowie Langstreckler Falk Cierpinski. Hobbysportlern ist er bekannt als Autor des Bestsellers "Die Lauf-Diät". Sein neues Buch heißt: Die Lauf-Diät - Das Kochbuch: Mit neuen Rezepten & Laufplänen zur StoffwechseloffensiveDamit Tofu schmeckt, sollte dieser gut mit Ingwer, Pfeffer und Sojasauce gewürzt sein. Die Tofustückchen können angebraten und zu Gemüse und Salat gereicht werden. Auch in einen morgendlichen Stoffwechselaktivierungsdrink oder in leckere Schoko-Nachtische kann Tofu gut eingearbeitet werden.
Pflanzliches und körpereigenes Östrogen sind sehr ähnlich in der Struktur. Beide können deshalb an die Beta-Östrogenrezeptoren von Brust, Eierstöcken und Gebärmutter binden. Diese Bindung führt in diesen Bereichen zu einer erhöhten Zellteilung und damit zu einem potentiellen Krebsrisiko. Das pflanzliche Östrogen aus Sojaprodukten wirkt jedoch deutlich schwächer als das körpereigene Östrogen.
Bei einem vermehrten Tofu-Verzehr besetzt somit das pflanzliche Östrogen viele Östorgenrezeptoren und das körpereigene Östrogen findet dann nur noch wenig freie Rezeptoren. Somit wird die stärker zellwuchernde Aktivität des eigenen Östrogens unterdrückt. Folge: Isst man Sojaprodukten, sinkt das Krebsrisiko.
Mehrere wissenschaftlich Studien an Mäusen haben gezeigt, dass der regelmäßige Sojaverzehr vor Alzheimer schützt. Soja reduziert hier oxidative Schäden im Gehirn. Eine Studie mit Menschen gibt es leider noch nicht. Aber die Chance, dass Sojaprodukte Alzheimer auch beim Menschen verhindern können, stehen sehr gut. Hirn-Alterung kann auch verstärkt auftreten, wenn das Gehirn nicht trainiert wird und wenn nicht ausreichend Sport getrieben wird.
Etliche Studien haben aufzeigen können, dass Soja den Cholesterinwert senken kann. Auch haben Studien ergeben, dass Sojaprodukte, die anfänglichen Beschwerden in der Menopause reduzieren können. Einige Studien zeigten sogar, dass Tofu Knochenverlust im Alter vorbeugen kann.
Fazit: Tofu und Sojaprodukte sollten also mehrmals pro Woche auf den Tisch kommen. Die wöchentliche Menge liegt bei 300 bis 500 g pro Person. Ich empfehle, auf Bioqualität zu achten.
gefrorenes Obst nach Belieben
100 g Tofu
Gewürze (Pfeffer, Chili, Ingwer, …)
1 Becher Buttermilch
1 Banane
etwas Milch und Orangensaft
nach Belieben mit Holunderblütensirup oder Honig süßen.
Zubereitung: Alle Zutaten zusammen in einen Mixer geben und durchmixen.
(aus: Dr. Feils Buch: "Die Lauf-Diät")

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