17 Juni 2010 02:00
Gesundheit
Schmerzen? Lieber erstmal raus aus den Schuhen und Pause machen.
Laufen ist nicht schwer, trotzdem kann man viel falsch machen. Dann meldet sich erbarmungslos der Schmerz. Doch wer die Tipps von Medizinexperte Doc Dimeo befolgt, kann Leiden vermeiden.
Auf jeden Fall sollten Sie ...
- einen aktiven Lebensstil pflegen. „Aktiv“ bedeutet: Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, die Treppe nehmen anstatt den Fahrstuhl, frische Luft statt Flimmerkiste. Diese Aktivitäten führen nachweislich zu einer Reduktion des Risikos zahlreicher Erkrankungen. Wenn Sie aber fitter werden möchten, reicht es mit den alltäglichen Aktivitäten nicht. Leistungsfähiger werden Sie erst, wenn Sie mindestens dreimal pro Wochen 30 bis 40 Minuten Sport treiben.
- das Training in den Alltag integrieren. Unausgeschlafen, schlecht ernährt und nur durch Kaffee unterstützt zu sein, sind völlig falsche Voraussetzungen für den Sport.
- begleitende Gymnastik nicht vergessen. Wer nicht dehnt, wird naturgemäß immer steifer. Ein rundes Trainingsprogramm besteht deswegen nicht nur aus Laufen, sondern auch aus geeigneten Dehnungs- und Kräftigungsübungen.
- das Trainingspensum nur langsam erhöhen. Zu starke Belastungen führen zu kleinen Schäden, die sich zu Verletzungen addieren können. Es empfiehlt sich eine Steigerung um zehn Prozent pro Woche.
- die Elemente berücksichtigen. Bei glühender Hitze, erstickender Luftfeuchtigkeit, starkem Gegenwind oder Meteoritenhagel sind keine sportlichen Topleistungen möglich.
- eine ärztliche Untersuchung erwägen, wenn Sie ernsthaft Ausdauersport treiben möchten und älter als 35 Jahre alt sind.
- die Belastung auf die Gelenke reduzieren. Acht geben auf geeignete Laufschuhe, auf regelmäßiges, nicht zu profiliertes Trainingsgelände und auf ein Dehnungs- und Kräftigungsprogramm für die Oberschenkelmuskulatur.
- bei anhaltenden Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen.
Auf keinen Fall sollten Sie ...
- Schmerzen ignorieren. Schmerzen weisen immer auf eine Fehl- beziehungsweise Überbelastung hin. Wer trotz Schmerzen weitertrainiert, riskiert eine schwere Verletzung.
- die Schmerzgrenze überschreiten. Haben Sie zum Beispiel nach einem 45-Minuten-Training Kniebeschwerden, reduzieren Sie das Training auf 30 Minuten.
- unmittelbar vor dem Training essen. Um Magenbeschwerden zu vermeiden, empfiehlt es sich, zwei Stunden vor dem Training nichts mehr zu essen.
- bei einer Erkältung oder Grippe das Training fortsetzen. Während der Krankheit sind Leistungsfähigkeit und Anpassung an die Belastung herabgesetzt, da der Körper damit beschäftigt ist, den Infekt zu bekämpfen.
Mehr zum Thema Gesundheit:
Was tun, wenn der Schädel brummt?
Jeder vierte Fuß bricht
Zeckenbiss – was tun?
Muskelkater: So wirst Du ihn los
| Drucken | E-Mail