20 Januar 2011 00:00
Gesundheit

An Mund und Nase friert man besonders stark – gute Cremes liefern Schutz (Foto: Archiv)
Viele Läufer kennen das: Die Kalte Luft trocknet die Haut aus und verursacht schmerzhafte Risse. Achilles-Gesundheitsexpertin Christine Richardt gibt Tipps, wie man die Haut am besten winterfest macht.
Vielen Läufern bereitet bei winterlichen Temperaturen vor allem die Gesichtshaut Probleme, da die feuchtigkeitsarme Luft die Haut austrocknet. Außerdem entfällt bei Minustemperaturen der natürliche Schutz durch das Hautfett, weil die Talgdrüsen ihre Tätigkeit einstellen. An Mund und Nase befinden sich zudem zahlreiche Kälterezeptoren – daher friert man an den Wangen und an der Nasenspitze auch besonders schnell.
Christine Richardt ist selbstständige vivesco-Apothekerin in Salzwedel und Dozentin im Fach Arzneimittellehre. Während ihres Pharmazie-Studiums hatte sie eine Vorliebe für Cross-Läufe. Heute nimmt die Freizeitläuferin an 10-km-Läufen und an Halbmarathons teil.
Doch wer ein paar Tipps befolgt, kann seine Haut schonen und auch bei Kälte uneingeschränkt trainieren:
- Am besten, man verwendet eine fettreiche Gesichtscreme. Diese gleicht die Trockenheit am besten aus. Es muss nicht unbedingt ein neues Produkt gekauft werden: man kann auch statt der Tagescreme die Nachtcreme verwenden; sie ist reichhaltiger und spendet der Haut mehr Feuchtigkeit. Generell sollte man von Tagescremes mit zu viel Wassergehalt absehen (z.B. Cremes für junge Haut). Sie sind für den Schutz gegen Kälte nicht geeignet.
- Achtung: Wer zu unreiner Haut neigt sollte allerdings trotz Kälte keine fetthaltigen Produkte benutzen. Lieber die gewohnten Cremes öfter auftragen.
- Gut eigenen sich auch Lipidgele, die stark rückfettend wirken. Sie haben den Vorteil, dass sie sich trotz des Fettgehalts gut auftragen lassen.
- Für Leute, die zu trockener Haut neigen, gibt es Cremes mit Inhaltsstoffen, die Feuchtigkeit binden: Urea (Harnstoff) und Panthenol zum Beispiel.
- Wenn Schnee liegt, verstärken dessen Reflektionen die aggressive Sonnenstrahlung. Um das Gesicht auch davor zu schützen, empfehlen sich Gesichtscremes mit integriertem Lichtschutzfaktor und höherem Fettgehalt. In der Apotheke erhält man spezielle Kälte-Cremes, die beispielsweise mit Bienenwachs einen Schutzfilm auf der Haut bilden.
- Die Lippen sind besonders empfindlich gegenüber Wind und Kälte, da sie keine eigenen Talgdrüsen haben und somit keinen schützenden Fettfilm und ausreichend Feuchtigkeit produzieren können. Daher am besten pflegenden Balsam oder Lippenstifte mit extra hohem UV-Filter verwenden.
- Wer empfindliche Atemwege hat, solltet diese mit einem Tuch oder einem Schal schützen. Einigen Läufern schmerzen wegen der kalten Luft die Bronchien. Mit einem Tuch oder Schal vor dem Mund wird die Atemluft angewärmt und die Bronchien werden nicht gereizt.
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