18 März 2011 00:00
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Lauftraining bei Infekt: ja oder nein? Hüstelnde Läufer, die sich derzeit für einen Wettkampf vorbereiten, beschäftigt diese Frage. Dr.med. Matthias Krüll, Rennarzt beim Berliner Halbmarathon, erklärt, warum und wie lange man pausieren sollte.
Jeder Läufer kennt das: Der Hals schmerzt, ein Husten setzt sich fest, aber so richtig krank fühlt man sich noch nicht. Doch ob "nur“ ein leichter viraler Infekt oder vielleicht doch "mehr“ dahintersteckt, sollte in den letzten Vorbereitungswochen vor einem Halbmarathon unbedingt ärztlich abgeklärt werden, rät Dr. med. Matthias Krüll vom SCC EVENTS Medical Institute. Verschleppte Infekte sind häufige Ursachen von ernsten Komplikationen bis hin zu Todesfällen, die auch bei Halbmarathon-Veranstaltungen immer wieder auftreten, denn auch diese Streckenlänge stellt für Breitensportler eine intensive bis maximale Belastungen dar.
Sicherheit geht jetzt vor: Bei leichter Schnupfnase sollten Läufer lieber drei bis vier Tage pausieren. In diesen Tagen merkt man, ob sich noch Husten, Gliederschmerzen oder gar erhöhte Temperatur und Fieber dazu gesellen. Sollte das der Fall sein, dann bedeutet dies auf jeden Fall zehn bis 14 Tage Trainingspause. Man muss zwar bei Nichtbeachtung nicht gleich mit dem Allerschlimmsten rechnen, das heißt einer aus einem viralen Infekt entstehenden (mitunter vor allem bei hoher Trainings- und Wettkampfbelastung lebensgefährlich verlaufenden) Herzmuskelentzündung.
Häufig genug entwickelt sich durch das geschwächte Immunsystem aber eine hartnäckige Bronchitis mit weiteren Komplikationen, die ein Lauftraining oder gar eine Wettkampfteilnahme nicht zulassen. Aus diesem Grunde sind Pausen während der Infektphase zwingend geboten. Der Trainingszustand wird sich auch durch eine kurze Pause von zehn bis 14 Tagen nicht groß verschlechtern und der Ausfall von vier, fünf Trainingseinheiten in diesem Zeitraum wird sicher nicht ausschlaggebend sein für einen Erfolg beim Berliner Halbmarathon.
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