16 Juni 2010 02:00
Manche Langstreckenläufer weisen Blutwerte auf, die Mediziner sonst nur bei Herzinfarktpatienten messen. Das haben australische Wissenschaftler herausgefunden.
Das Blut von Marathonläufern kann nach dem Zieleinlauf Konzentrationen eines Muskelproteins enthalten, wie sie auch bei Herzinfarktopfern vorkommen. Allerdings bestünde für Ausdauersportler kein Gesundheitsrisiko durch die erhöhten Spiegel des Proteins Tropinin, so die Forscher in ihrer Studie im Medical Journal of Australia: “Offenbar ist es bei gesunden und sportlich aktiven Menschen nicht ungewöhnlich, dass der Herzmuskel nach einer verstärkten Beanspruchung Troponin freisetzt.”
Die Mediziner von der University of Western Australia in Perth hatten 92 Startern beim Perth Marathon 2007 Blut abgenommen. Ihre Analyse ergab, dass im Ziel jeder dritte Läufer einen Troponin-I-Spiegel aufwies, der bei weniger als einem Prozent der gesunden Bevölkerung gemessen wird. Werte, die auch schon beim Boston Marathon 2002 gemessen wurden.
Die Wissenschaftler erklären sich die erhöhten Troponinspiegel dadurch, dass einige Läufer während des Rennens womöglich zu wenig getrunken hatten. Dadurch waren ihre Nieren, die das Protein verarbeiten, in ihrer Funktion eingeschränkt.
Wie gefährlich ist Laufen, Herr Bloch?
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