03 Januar 2012 13:09
Pech für Sabrina Mockenhaupt: Deutschlands beste Marathonläuferin hat einen Ermüdungsbruch erlitten – eine Verletzung, die auch Freizeitläufer treffen kann. Wie man Ermüdungsbrüche vermeidet und im Fall des Falles den Wiedereinstieg schafft.
Rückschlag für Deutschlands beste Marathonläuferin: Sabrina Mockenhaupt hat sich nach ihrem Sieg beim Silvesterlauf von Werl nach Soest einen leichten Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen. Die 31-Jährige muss nun eine sechswöchige Pause einlegen – kein guter Auftakt in die neue Laufsaison, deren sportlicher Höhepunkt für Mockenhaupt der Olympia-Marathon in London werden soll.
Passiert ist der Ermüdungsbruch während des Trainings. Aber was genau ist hat es eigentlich mit dieser Verletzung auf sich?
Der Knochen besteht aus winzigen Strukturen namens Trabekel. Beim Laufen entstehen geringfügige Kräfte, die ohne weiteres aufgefangen werden können. Die Knochen reagieren auf diese Belastungen mit einer Anpassung: An den belasteten Stellen entstehen neue Knochensubstanz und mehr Trabekel, so dass der Knochen belastbarer wird. Wird die Beanspruchung jedoch zu groß, nehmen einige Trabekel Schaden.
In der Regel merkt man bei diesen geringfügigen Überbelastungen nichts, denn der Knochen kann sich schnell wieder regenerieren. Werden die übermäßigen Belastungen jedoch häufig wiederholt, werden immer mehr Trabekel gebrochen. Nach einigen Tagen entsteht dann ein winziger Bruch an der Oberfläche des Knochens: ein Ermüdungsbruch oder Stressfraktur. Sie macht sich durch starke Schmerzen und manchmal eine Schwellung merkbar.
Die Behandlung eines Ermüdungsbruchs besteht aus einer Ruhepause von vier bis acht Wochen. Während dieser Zeit sind je nach Lage der Fraktur andere Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren bisweilen möglich.
Ermüdungsbrüche können ausgesprochen lästig sein, wenn sie nicht richtig ausheilen. Den Wiedereinstieg ins Training sollte man daher unbedingt ruhig angehen. Wenn eine Stressfraktur ausgeheilt ist und ordentlich trainiert wurde, kann man aber auch wieder einen Marathon angehen.

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