Achim Achilles empfiehlt:Keine Ausreden: Die besten Tipps, Tricks und Regeln für den sicheren Winterlauf. |
26 Juli 2010 02:00
Schmerzen sind immer ein Zeichen dafür, dass etwas in Ihrem Körper nicht stimmt, also ernst zu nehmen. (Foto: Martin Walls / www.sxc.hu)
Wer viel trainiert, verlangt seinem Körper einiges ab. Meistens reagiert dieser mit Muskelkater. Aber was, wenn der Schmerz nicht nachlässt? Klemmbrett Karraß erklärt, wie man Schmerzen unterscheidet.
Eigentlich soll Ihnen beim Erlebnis Ausdauerlauf nichts wehtun. Locker und leicht sollen Sie über weichen Fichtennadelwaldboden schweben. Das gilt für den Einstieg in Ihre Laufkarriere wie für Ihre vielleicht schon anspruchsvolleren Einheiten.
Jens Karraß weiß, wie es sich anfühlt, wenn jeder Schritt eine Qual ist. Früher war Karraß Deutscher Meister über 10.000 Meter, Bestzeit 27:53 Minuten. Heute bietet er mit seiner Firma jk running Lauf- und Fitness-Training an und macht Berliner Prominente wie Politikerin Brigitte Zypries oder Fernsehmoderatorin Caroline Beil flott. Auf Achim-Achilles.de gibt Klemmbrett-Karraß regelmäßig Trainingsratschläge und Fitness-Tipps.Was aber, wenn es in Training und Wettkampf mal schmerzt? Keine Panik, lernen Sie, gute und böse Schmerzen zu unterscheiden. Ganz wichtig: Schmerzen sind immer ein Zeichen dafür, dass etwas in Ihrem Körper nicht stimmt, also ernst zu nehmen.
Wenn Sie schon länger laufen, wissen Sie, dass immer dann, wenn Sie eine neue Stufe erklimmen – das heißt länger oder schneller laufen als zuvor – am nächsten Tag die Beine schwer sind. Diese muskulären Reaktionen sind normal, gewollt und wenn sie dosiert, also nicht so häufig und nicht so lange auftreten, der Beweis, dass Sie Ihrem Körper ein gutes Training, also neue Reize anbieten.
Vor diesem Muskelkater ist keiner gefeit – wer Gegenteiliges behauptet, outet sich als Easy-Jogger, der womöglich bald den Spaß am Laufen verlieren und an Fitness nichts gewinnen wird.
Was sind nun böse Schmerzen? Sie bleiben viel länger als Muskelkater, sie verändern sich nicht, werden eher schlimmer und sind deutlich zu lokalisieren. Wenn Sie diese Anzeichen mehr als zwei Wochen spüren, gilt nur noch eines: Suchen Sie einen Arzt auf und drängen Sie auf eine ordentliche Diagnostik. Lassen Sie sich nicht einfach eine Kortison-Spritze verpassen, wie es leider oft vorkommt.
Es gibt auch "positive Schmerzen"
Es mag seltsam klingen, aber es gibt sogar positive Schmerzen: Wenn Sie im Wettkampf mit einem Tempo, das Sie sich nie zuvor zutrauten, über die Strecke sausen, wenn Sie weit vor dem Ziel schon wissen, dass das heute Ihr großer Lauf wird, dann genießen Sie diese dumpfen kleinen Schläge in den Beinen sogar. Sie gehen bei jedem Schritt noch bewusster in die Bewegung, Sie konzentrieren sich ganz auf den tollen Rhythmus, nichts ist Ihnen gleichgültiger als der Muskelkater von morgen. Sie visualisieren die Jubelszenen im Ziel, die glückliche Erschöpfung. Sie sagen einfach nur: Ja!
Muskelkater: Wie er kommt und wieder geht
Wie Läufer Verletzungen vermeiden

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Aber okay, dann werde ich mal den Doc aufsuchen.
Gruss -m*sh-