16 Juni 2010 02:00
Bestseller-Autor Axel Hacke läuft so schnell wie er schreibt. Kein Wunder: Er trainiert fleißig und hat seinen Schweinehund eliminiert. Nach einem Ermüdungsbruch lässt er es aber etwas ruhiger angehen.
Wie läuft's, Axel Hacke?
Sehr gut. Vor ein paar Jahren hatte ich einen Ermüdungsbruch im Wadenbeinkopf oder wie das heißt. Seitdem lasse ich es ruhiger angehen. Ist besser so.
Warum laufen Sie?
Um möglichst lange zu leben.
Wieweit haben Sie es beim ersten Mal geschafft?
Bis zum kleinen Waldstück unterhalb unseres damaligen Hauses. Also 300 Meter. War erniedrigend. Ist aber auch lange her.
Wo tut's nach dem Laufen am meisten weh?
Nichts. Bin schmerzfrei.
Wie ist ihr Verhältnis zum inneren Schweinehund? Haben Sie ihn im Griff?
Besiegt, für immer. Ich freue mich aufs Laufen.
Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?
Die zehn Kilometer 2008 in München in 48 Minuten. Nach dem Ziel-Einlauf im Olympiastadion fragte mich keuchend ein Mann: "Schreiben Sie so schnell wie Sie laufen, Herr Hacke? Ich habe die ganze Zeit vergeblich versucht, Sie zu überholen."
Wem würden Sie empfehlen, mit dem Laufen anzufangen?
Meinen Freund Peter und Dieter. Ich will nicht allein alt werden.
Worauf sollte man beim Training besonders achten?
Auf Regelmäßigkeit, erstens. Zweitens: schöne Strecken.
Ihr skurrilstes Läufer-Erlebnis?
Einmal lief ich an der Isar entlang, im Winter. Mir kam ein dick vermummter Läufer entgegen. Er winkte und rief: "Aua! Aua!" und lief an mir vorbei. Ich dachte für den Rest des Laufs über diesen seltsamen, offenbar unter Schmerzen leidenden, doch trotzdem irgendwie gut gelaunten Athleten nach. Erst zu Hause fiel mir ein, dass er große Ähnlichkeit mit einem Bekannten hatte, dem ich lange nicht begegnet war und der sich zu Recht gedacht hatte, dass ich ihn nicht erkennen würde. Er heißt Auer.
Wovor haben Sie am meisten Angst beim Laufen?
Vor Hunden.
Sie sagen, dass Sie ein dickes Kind waren und bis heute unter Ihren Fettzellen leiden. Versuchen Sie das nun mit dem Laufen zu kompensieren?
Mein Body Mass Index liegt bei 24,8. Das ist für einen 53-Jährigen okay, oder?
Was sind Ihre läuferischen Ziele für dieses Jahr?
Zehn Kilometer, diesmal unter 48 Minuten zu laufen. Kein Marathon. Oder doch? Nein.
Ihr bevorzugtes Dopingmittel?
Rosinenschnecken.
Wie läuft's ... Ingo Oschmann?

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