16 Juni 2010 02:00
Für die Schauspielerin und Moderatorin ist Laufen ein Grundbedürfnis. Auf Achim-Achilles.de erzählt sie, warum sie während des Trainings um Wasser bettelte und warum ihr Mund blau ist.
Wie läuftʻs Caroline Beil?
Es läuft sehr gut. Das Jahr hat gut angefangen, alles ist fein.
Wann und warum haben Sie mit dem Laufen angefangen?
Als Kind habe ich in Hamburg Feldhockey gespielt. Auf unserem Trainingsprogramm standen auch Läufe um die Alster, die ich gar nicht leiden konnte. Grauenvoll! Mit meiner Freundin bin ich dann vor rund 14 Jahren wieder um die Alster gelaufen. Nach kurzer Zeit verbesserten sich meine Zeiten und seitdem liebe ich es zu laufen.
Wo tut's nach dem Laufen am meisten weh?
Leider schmerzen Knie und Hüfte bei längeren Läufen, ab km 20 tut es richtig weh. Deshalb laufe ich wohl auch keine Marathons mehr – allerhöchstens noch einen.
Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?
Auf meinen New-York-Marathon vor zwei Jahren. Ich wollte zwar unter 4:30 Stunden kommen, hatte aber nach 25 Kilometern einen Durchhänger und musste pausieren. Es waren wieder Knie- und Hüftschmerzen, die mich zum Anhalten zwangen. Ich habe an einer Verpflegungsstation zwei Schmerztabletten genommen und eine kleine Brezel gegessen. Danach habe ich die Zähne zusammen gebissen und bin nach 4:44 Stunden im Central Park ins Ziel gelaufen. Ich habe mich aus dem Loch befreit und den Marathon gepackt – darauf bin ich echt stolz. Auch auf meinen ersten Marathon 2003 in Berlin: Der ganze Lauf lief wie geflutscht, es war wie ein Spaziergang. Mir war vor allem wichtig, wie ein Mensch über die Ziellinie zu kommen und das habe ich auch geschafft. Ich hatte keine Blasen, konnte aufrecht stehen, hatte keinen übermäßigen Muskelkater und am nächsten Tag bin ich ganz normal zur Arbeit gegangen. Vermutlich lag es an den fiesen Tempoläufen, die ich zur Vorbereitung mit Jens Karraß absolviert hatte. Sie sind grauenvoll, aber helfen.
Wie viele Kilometer laufen Sie pro Woche?
Nicht so viele. Zurzeit sind es rund 25 km auf drei Tage verteilt. Manchmal laufe ich auch nur eine halbe Stunde – Hauptsache ich habe mich ein bisschen bewegt, sei es auch nur für eine halbe Stunde.
Tarnen Sie sich beim Laufen?
Nee, die Leute erkennen mich auch mit Kappe. Und ich mache auch kein stylisches Ding daraus. Laufen ist ja schließlich kein Model-Wettbewerb. Ich laufe gerne im Schlabberlook, Hauptsache es ist warm.
Wie viele Paar Schuhe haben Sie denn?
Vier Paar.
Wie ist ihr Verhältnis zum inneren Schweinehund? Wer hat wen im Griff?
Laufen ist für mich ein Grundbedürfnis. Wenn ich nicht laufe, gehtʻs mir nicht gut. Deshalb hat mein Schweinehund auch gar nichts zu melden, denn ich liebe es zu laufen. Ich laufe nur nicht um 6 Uhr morgens, das fände ich unerträglich, eine grausame Vorstellung. Dann würde ich lieber nachts laufen.
Ihr skurrilstes Läufer-Erlebnis?
Das hatte ich mit einem Freund im Sommer in Berlin. Wir sind vom Grunewald zum Wannsee gelaufen und es war tierisch heiß. Auf dem Rückweg haben wir uns verlaufen. Plötzlich sah der Wald nach allen Richtungen gleich aus und zudem habe ich eine schlechte Orientierung. Das dumme war nur, dass wir nichts zu trinken dabei hatten und wir beide am verdursten waren. Mein Laufpartner hat mich schließlich getragen, weil ich nicht weiter konnte. Ein Kinderheim war dann unsere Rettung. Dort haben wir nach Wasser gebettelt.
Mit wem würden Sie gerne mal laufen?
Mit Barack Obama.
Wovor haben Sie am meisten Angst beim Laufen?
Vor Kampfhunden habe ich große Angst. Normale Hunde sind in Ordnung. Am Schlachtensee saß immer ein Mann mit einem unangeleinten Kampfhund auf einer Bank. Da habe ich einen großen Bogen gemacht und mir ein Abwehrspray eingesteckt, das ich zum Glück nicht gebrauchen musste.
Was ist Ihr bevorzugtes Dopingmittel?
Kohlenhydrate. Und Powerade in Blau. Ist zwar Chemie pur, schmeckt mir aber richtig gut! Sieht sehr skurril aus, wenn der Mund und die Zunge davon blau werden. Außerdem dope ich mit Schokolade. Sowieso denke ich während des Laufens ständig ans Essen. Bei meinem Training mit Jens Karraß habe ich ihn immer gefragt: "Was isst Du denn nachher?"
Wie läuft's ... Mickie Krause?

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