21 Juni 2010 02:00
Sie läuft 45 Minuten wegen dem Spaß an der Sache, und um sich gut zu fühlen. Die fünfmalige Rennrodel-Weltmeisterin Susi Erdmann kann sich sogar vorstellen, mit dem Triathlon anzufangen.
Wie läuft's ... Susi Erdmann?
Ich bin zurzeit erkältet und daher leider nicht ganz fit. Bei einer Grippe ist es ja wirklich gefährlich, wenn man Ausdauersport treibt. Deshalb trete ich gerade ein wenig kürzer.
Warum laufen Sie?
Laufen macht frei und ist gut für den Stoffwechsel. Ich bin nicht gerade eine Marathonläuferin und denke, dass ich auch nie eine werde. Es gefällt mir einfach beim Laufen über Dinge nachzudenken, an der frischen Luft zu sein oder nebenher ein wenig zu quatschen. Ich habe mit dem aktiven Leistungssport aufgehört und musste mein Training umstellen. Jetzt fahre ich viel Fahrrad und kombiniere das mit dem Laufen.
Wie viele Kilometer laufen Sie pro Woche?
Ich laufe zwei bis drei Mal in einer Woche, jeweils für 45 Minuten. Ganz gemütlich – ich bin ja keine professionelle Läuferin.
Wo tut's nach dem Laufen am meisten weh?
Ich laufe nicht so, dass es weh tut. Ich bin ja vor vier Jahren an der Bandscheibe operiert worden. Ich achte darauf, dass ich kontrolliert laufe und die Leistung nicht in den Vordergrund stelle. Ich kurble mit dem Laufen ein wenig meinen Fettstoffwechsel an, halte den Puls bei 130 und achte auf ein gutes Gefühl.
Wie ist ihr Verhältnis zum inneren Schweinehund? Haben Sie ihn im Griff?
Ja, ich habe ihn im Griff, denn ich weiß: Jede Art von Bewegung tut gut. Diese Überzeugung schmeckt dem Schweinehund nicht. Dennoch kostet es mich ein bisschen Überwindung, bis ich meine Laufschuhe angezogen habe. Aber sobald ich auf der Piste bin, bin ich furchtbar stolz und freue mich.
Auf welche Leistung sind Sie besonders stolz?
Ich genieße, dass mir das Laufen Spaß und Freude bereitet. Es ist einfach gut, etwas für den Körper zu tun und sich dabei nicht zu quälen. Mein Ziel ist immer der Spaß und nicht die Leistung. Einen Marathon werde ich nicht laufen. Ich bin mit einem eher kräftigen Körperbau und 76 kg nicht gerade prädestiniert für lange Distanzen. Mein Sportprogramm besteht aus Laufen, Mountainbike fahren und Krafttraining.
Käme denn ein Triathlon infrage?
Das kann sein, dass ich damit anfange.
Wovor haben Sie am meisten Angst beim Laufen?
Ich laufe nicht gerne im Dunkeln. Da fühle ich mich einfach nicht wohl. Ich sehe lieber, wo ich hintrete. Ansonsten habe ich keine negativen Gedanken beim Laufen.
Ihr bevorzugtes Dopingmittel?
Eine schöne heiße Dusche danach. Dann fühle ich mich wie neu geboren.
Wie läuft's ... Julia Klöckner?

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