23 Juni 2010 02:00
Mit seinem wuchtigen Auftritt beim Halbmarathon in Essen, ist Reiner Calmund zum ungekrönten König der Walkerszene aufgestiegen. Im Achim-Achilles.de-Interview spricht er über seinen Ruhrgebietsbummel.
Achim-Achilles.de: Herr Calmund, würden Sie Ihr vierstündiges Schlendern ernsthaft als Sport bezeichnen?
Reiner Calmund: Ich will mit dem Projekt Iron Calli etwas für meine Gesundheit tun. Ich bin jetzt 60 Jahre alt und will noch lange und vor allem gesund leben. Natürlich bin ich kein Extremsportler, die Stars sind eindeutig die Kenianer. Beim Halbmarathon wollte ich nach 3:30 Stunden ins Ziel kommen. Dass es nun 3:56:07 Stunden wurden, liegt am Schuhwechsel und den ungeheuerlichen Steigungen, die ich leider nicht trainiert habe.
Achim-Achilles.de: Wie fühlen Sie sich nun nach dem Wettkampf?
Calmund: Es geht mir ganz gut. Ich habe ja mit Joey Kelly gezielt auf dieses Ereignis hintrainiert. Es war sehr schön, wie ein dicker Jumbo-Jet ins Ziel einzufliegen. Nur die Blasen am Fuß haben mir ein wenig zu schaffen gemacht. Das Wasser stand förmlich in meinen Schuhen, die Socken waren total durchnässt.
Achim-Achilles.de: Wie haben Sie die Blasen behandelt?
Calmund: Meine Frau hat Wundsalbe draufgemacht, das brachte ein wenig Linderung.
Achim-Achilles.de: War der Spaziergang – abgesehen von den Blasen – arg anstrengend?
Calmund: Es war wunderbar. Das Wetter hätte besser sein können, das war ja sehr bescheiden. Außerdem liebe ich die Menschen im Ruhrgebiet, die sind einfach fantastisch. Die haben mich lautstark unterstützt, aber auch ein paar Scherze gemacht.
Achim-Achilles.de: Was denn für Scherze?
Calmund: Ein Zuschauer hat mir am Straßenrand seine Currywurst angeboten und dazu gab es Sprechchöre ...
Achim-Achilles.de: ... und Sie haben die Currywurst dankend angenommen?
Calmund: Nein, nein.
Achim-Achilles.de: Haben Sie jetzt vom Sport die Schnauze voll?
Calmund: Nein, ich werde weiter Sport treiben und Joey wird mich auch weiterhin trainieren. Sobald die Blasen verheilt sind, gehe ich zur sportlichen Tagesordnung über.
Achim-Achilles.de: Sie machen neben Ihrem Sportprogramm eine Diät. Fällt Ihnen das schwer?
Calmund: Ich mache keine Knäckebrot- und Körnerdiät, sondern setzte auf Trennkost. Das klappt fantastisch. Und ab und an darf man auch mal sündigen. Die Hauptsache ist, dass man sich bewegt.
Achim-Achilles.de: Essen Sie weniger als vor der Diät?
Calmund: Nein, ich habe in keiner Sekunde gehungert.
Achim-Achilles.de: Gibt es angenehme Nebeneffekte, außer dass Sie einige Kilo verloren haben?
Calmund: Meine medizinischen Werte sind traumhaft. Außerdem fühle ich mich viel frischer in der Birne. Das tut richtig gut.
Achim-Achilles.de: Und wie hat sich Ihre sportliche Leistungsfähigkeit verbessert?
Calmund: Heute walke ich sechs Kilometer in einer Stunde. Anfangs hätte ich für diese Distanz zwanzig Minuten länger gebraucht und sehr schnell das Sprechen eingestellt, weil mir die Puste wegblieb.
Achim-Achilles.de: Geht es mit Iron Calli weiter?
Calmund: Ich habe jetzt 27 Kilogramm abgenommen, meinen Bauchumfang um rund 20 Zentimeter reduziert. Ich werde sicher mit meinem Programm weitermachen, aber das Projekt Iron Calli wird Ende des Jahres etwas runtergefahren. Das war jetzt ein guter Anschub, aber der Rest muss nicht mehr in der Öffentlichkeit stattfinden.
Interview: Bahador Saberi
Wie läuft's ... Reiner Calmund?
Manager Hofmann: "Manchmal trainiere ich in der Mittagspause"

|
Promi-Interviews |
|
Promi-Interviews |
|
Promi-Interviews |
|
Promi-Interviews |
|
Promi-Interviews |
Hinweis: Diese Website verwendet Facebook-Plugins – sind Sie bei Facebook eingeloggt, werden Daten an Facebook übertragen. Mehr Infos dazu gibt es hier.