23. Juni 2010
Das Achim-Achilles.de-Lexikon erklärt einige der wichtigsten Begriffe aus der weiten Welt des Laufsports. Dabei wird mit einigen Mythen aufgeräumt.
Der Knochen besteht aus winzigen Strukturen namens Trabekel. Beim Laufen entstehen geringfügige Kräfte, die ohne weiteres aufgefangen werden können. Die Knochen reagieren auf diese Belastungen mit einer Anpassung: An den belasteten Stellen entstehen neue Knochensubstanz und mehr Trabekel, so dass der Knochen belastbarer wird. Wird die Beanspruchung jedoch zu groß, nehmen einige Trabekel Schaden.
In der Regel merkt man bei diesen geringfügigen Überbelastungen nichts, denn der Knochen kann sich schnell wieder regenerieren. Werden die übermäßigen Belastungen jedoch häufig wiederholt, werden immer mehr Trabekel gebrochen. Nach einigen Tagen entsteht dann ein winziger Bruch an der Oberfläche des Knochens: ein Ermüdungsbruch oder Stressfraktur. Sie macht sich durch starke Schmerzen und manchmal eine Schwellung merkbar.
Die Behandlung eines Ermüdungsbruchs besteht aus einer Ruhepause von vier bis acht Wochen. Während dieser Zeit sind je nach Lage der Fraktur andere Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren bisweilen möglich.
