06 Oktober 2010 00:00
Eineinhalb Wochen war von den "Mission-239-Helden" nichts zu hören – wir hatten sie in Ruhe gelassen. Doch jetzt ist der Moment der Wahrheit gekommen: Wer ist an der 4-Stunden-Marke gescheitert, wer hat's gepackt?
Der Berlin-Marathon ist Geschichte. Und eine der schönsten Geschichten ist immer die Vorher-Nachher-Show. Nachdem Achim bereits vor dem Start die Segel streichen musste - wegen unüberbrückbarer Differenzen (=lebensgefährlicher Husten), mussten seine Laufjünger alleine ihren Weg machen. Ob sie es geschafft haben und welche Erfahrungen sie aus dem Rennen schöpfen, lest ihr hier:
Martina und Frank
Mission 239 war für Martina und mich von Anfang an unrealistisch. Zu viele "Nebentätigkeiten" haben es nicht zugelassen. Insofern haben wir die
Ausschreibung zum "Schneckenrennen" eher als wörtlich verstanden. Aufgrund des plötzlichen Ausfalls von Martina am Sonntagmorgen habe ich alleine versucht, gegen die Bewertung "talentfrei" anzulaufen. Das ist mir Sinne der Mission 239 eher mittelprächtig (4:37:53 waren es am Ende) geglückt. Aufgrund unseres Trainingsumfangs stufe ich diese Zeit persönlich aber dennoch als Erfolg ein. Zum ersten Mal ist es mir nämlich gelungen, die zweite Hälfte schneller zu laufen als die erste. Der Regen hat mich überhaupt nicht gestört.
Annika
Toller Lauf! Tolle Stimmung! Viele tolle Zuschauer trotz Regen!!! Wunderbare Zeit für mich: 3:41:55! Einziger Wermutstropfen: Ich bin nicht an meine Grenzen gegangen. Natürlich ist Vorsicht und das Lernen für den ersten Marathon gut. Ich habe heute aber definitiv gelernt, dass die anderen Trainingspartner Recht behielten und der nächste Marathon unter 3:30 als realistisches Ziel ab nun gilt. Aber ja, ich bin definitiv glücklich und stolz! Keine Frage! Ich würde sagen: „Mission239“ erfüllt.
Katherina
Der Marathon war wie immer (das war das 4. Mal) großartig. Ich bin dieses Jahr alleine gelaufen (was glaube ich eine sehr gute Entscheidung war - man macht einfach wirklich sein Ding) und habe es trotz des Sauwetters sehr genossen. Das Berliner Publikum war großartig, die Stimmung unbeschreiblich, das Läuferfeld bunt gemischt und immer wieder lächelnd. Mein Ziel, unter 4 Stunden zu laufen, habe ich mit der Zeit von 3.54.08 klar und deutlich erreicht. Ich bin sehr regelmäßig gelaufen und war glücklich und zufrieden im Ziel :). Nächstes Jahr wieder.
Erle Marie
Das Wetter war ein Downer, und Samstag erwog ich, mich abzumelden wegen Wetterdepressionen. Habe ich dann doch nicht gemacht. Es war aber sch... kalt und ich konnte mein Körper fast nicht bewegen, bei km 6 habe ich starke Schmerzen in der Hüfte gekriegt. Ich dachte, ich muss schon nach acht Kilometern abbrechen, was echt peinlich gewesen wäre – besonders im Mission-239-T-Shirt. Aber nach 15 km ging alles viel besser, ich konnte schneller laufen. Am Ende hat es geklappt; 3 Stunden und 57 Minuten (und ein paar Sekunden..), ich fand es ganz ok fürs erste Mal, nächste Jahr wird das Wetter bestimmt schöner und dann heißt das neue Ziel: Mission 224!
Ursula
Vorfreude: groß. Wetter: gewöhnungsbedürftig. Kilometer 1 und 2: toll. Kilometer 3 bis 40: der Kampf der inneren Stimmen, Engelchen, Teufelchen und innerer Schweinehund alle zusammen. Kilometer 41 bis 42,195: absolut unglaublich, Endorphin ohne Ende. Ziel: ein kleiner Schluchzer und ein Riesen-Hurraaa!!! Danach: bibber, kalt, aber sehr happy. Die Zeit: 3:23:02. Deutlich über Bestzeit (15 Min), aber besser als es sich anfühlte und ehrlich gesagt: war mir an dem Tag egal. Zufrieden? Es war ein schwerer Lauf, ich bin angekommen, und der innere Schweinehund winselt zur Zeit ganz heftig. SEHR zufrieden!!! Und mit Sicherheit nicht mein letzter Marathon.
Heinz
Kurzer Lagebericht: Mission leider verfehlt, da ich in 4:02:32 das Ziel erreicht habe. Bis km 33 lief alles nach Plan, dann kam der "Hammer"-Mann. Werde neuen Versuch im neuen Jahr starten! Aber: die Mission hat Spaß gemacht, insbesondere das Treffen mit Achim auf der Berlin-Vital-Messe.
Christian
Mein Primärziel war, durchzukommen. Am liebsten natürlich unter 4 Stunden und wurde zuletzt durch die Mission gestärkt. Heimlich liebäugelte ich mit 3:45 Stunden und wurde durch die 3:40:03 sehr belohnt. Ich war überglücklich und habe diese tolle Zeit auch meinem Lauffreund und Wegbegleiter zu verdanken, dem ich nach dem Zieleinlauf in die Arme gefallen bin.
Marco
Berlin 2010 - mein fünfter Marathon, mein erster in der Hauptstadt. Erster Termin: Laufmesse mit gelungener Lesung von Lauf-Guru Double-A, doch dann der Schock: Achim drückt sich, lässt sein Team (also auch mich) im Stich!! Es muss auch ohne ihn gehen (beser gesagt: laufen). Die vielen tausend Zuschauer an der Strecke begeistern - Wahnsinn, bei dem Wetter diese Stimmung: Dank & Respekt!!! Auf der Strecke viel zu sehen, Verpflegung gut. Bin ich wasserstoffbetrieben? Nach drei Stunden an der Gedächtniskirche hört der Regen auf und ich werde langsamer. Auf den letzten Kilometer die Energiereserven gebündelt, durch die Masse Richtung Brandenburger Tor, mit einem Lächeln ins Ziel: Vorbei - geschafft - Glück + Zufriedenheit! Schnell zur wartenden Gattin, die die exakte Zeit weiß: 3:39:08! Hallo Achim, Mission erfüllt! Fazit: 1. Berlin ist eine Reise wert. 2. Es hat sich gelohnt. 3. Ich kann auch im Regen laufen. Diese Ergebnisse haben mir über die folgenden etwas schmerzhafteren Tage am Arbeitsplatz geholfe.
Bengt
Berlin war spitze! Überglücklich bin ich mit 3:21:17 über die Ziellinie gekommen - die angepeilte 3:19er "Benchmark" habe ich zwar nicht erreicht, dafür war das jedoch eine wahnsinnige Wasserschlacht in Berlin dieses Jahr! Eine besondere Erfahrung, die viel viel Freude gemacht hat. In diesem Sinne: "Mission Possible"!

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