22 Juni 2010 02:00
Durch den Stadtpark laufen kann jeder. Doch zu einem Waldlauf gehört Mut. Denn: Im Dschungel bleibt man nicht allein. Leser-Erfahrungen aus Moskau und dem Teutoburger Wald.
Teutoburger Wald 2007: Mit zwei Lauffreunden mache ich eine schöne Bergrunde. Plötzlich brechen zwei Bachen samt zig Frischlingen ein paar Meter von uns entfernt quer über den Weg. Ich hielt sofort an, doch einer von uns stürmte brüllend auf sie zu ...
Die Viecher waren aber schon über den Weg geprescht und zogen mit Mördertempo durch's Unterholz. Eine sehr beeindruckende Begegnung, eines von den schönen "Erlebnissen mit Wildtieren", die man als Läufer in unregelmässigen Abständen so hat.
Diese Geschichte ist mein bisheriger persönlicher Favorit; abgesehen von dem Fuchs, auf den ich sozusagen von hinten auflief und der mich erst bemerkte, als ich einen Meter hinter ihm war ... Echt wahr!
Ich arbeite in Moskau und wohne an einem großen Waldgebiet mit anwachsendem Elchbestand. Da kann ich auch von einer lustigen Begebenheit berichten.
Vorigen Herbst war ich mit "Fred-vom-Jupiter-Lampe" am Kopf abends bei Dunkelheit unterwegs. Plötzlich sehe ich einen großen schwarzen Schatten –ein "Monster-Elch". Kurz und gut: In Sekundenbruchteilen einigten wir uns darauf, voreinander wegzulaufen. Ich denke, der Adrenalinspiegel war auf beiden Seiten gleich hoch.
Derzeit sehe ich die großen Kameraden ziemlich oft, sie sind friedlich und desinteressiert.
Gruss aus Moskau
Jörg

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